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Stimmen unserer Leser zum Hallenbad in Tauberbischofsheim

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Tauberbischofsheim. Die Debatte um das Hallenbad in Tauberbischofsheim sorgt für viel Diskussionsbedarf. Nicht nur im Gemeinderat, sondern auch bei unseren Lesern. Hier sind einige Stimmen aus unserer Leserschaft zur Hallenbad-Thematik zusammengefasst. 

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Das Hallenbad ist ein Muss

Als ich den Artikel in der FN gelesen hatte, war ich geschockt, dass unser Gemeinderat einschließlich Bürgermeisterin den Hallenbad-Neubau mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert hat. Auch wenn die Kosten eines Neubaus sicherlich herausfordernd für die Kommune sind, sollten doch vielmehr die Vorteile und der große Nutzen für die Gesamtheit in Betracht gezogen werden. Was mir in dieser Diskussion absolut fehlt, ist der Wille, etwas bewegen zu wollen.

Es muss uns Bürgern der Stadt doch allen ein Anliegen sein, dass sich Kinder und Erwachsene ganzjährig im Wasser bewegen können und wir nicht auswärts fahren müssen.

Die vielen gesundheitlichen Vorteile des Schwimmens für Jung und Alt, wie verbesserte Kraftausdauer und Durchblutung, bessere Koordination der Extremitäten, gelenkschonendes Training und so weiter liegen auf der Hand.

Mehr denn je brauchen heute unsere Kinder und Jugendlichen Schwimm- und Bewegungsangebote, um ihre Körper im Wasser zu erproben und zu testen. Nicht zu vergessen ist der psychologische Effekt, mit anderen zusammen Spaß haben. Die Stadt Tauberbischofsheim sollte für junge Familien attraktiv bleiben, ohne ein Hallenbad verliert die Stadt aber an dieser Attraktivität und vor allen Dingen Qualität.

Mein Wunsch wäre, nicht müde zu werden und das große Ganze für mehr Lebensqualität, nochmals in den Blick zu nehmen und Lösungsmöglichkeiten auszuloten, wie zum Beispiel das nun anstehende sanierungsbedürftige Freibad mit einem Hallenbad-Neubau zu kombinieren, um sämtliche Synergie Effekte beider Bäder zu bündeln.

Es ist sehr zu hoffen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

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Karin Batholme
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Freibad in ein Allwetterbad umwandeln

In der Ausgabe von 21. Mai war zum Thema Hallenbad in Tauberbischofsheim unter der Überschrift „An den Betriebskosten scheiden sich die Geister“ zu lesen, ich hätte mich in der Gemeinderatssitzung am 19. Mai wie folgt geäußert: „Ich würde ein ganzjährig nutzbares Hallenbad einem Freibad vorziehen.“

Dies habe ich nicht gesagt und dies entspricht auch nicht meiner Meinung. Offensichtlich bin ich hier von Redakteur Fingerhut missverstanden worden. Wie Herr Fingerhut richtig ausführt, habe ich dafür plädiert ein Hallenbad zu bauen und dieses an das Freibad anzudocken und somit ein „Allwetterbad“ zu schaffen. In diesem Zusammenhang habe ich darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei, bei der unumgänglichen Sanierung des Freibades die Sanitäranlagen noch nicht zu sanieren, da nach einem Hallenbadbau die Sanitäranlagen des Hallenbades alle Badegäste nutzen könnten.

Die Sanitäreinrichtungen eines Freibades sind in der Regel im Freien und können im Winter nicht genutzt werden. Ansonsten muss das Freibad unbedingt saniert und erhalten werden. Hierfür sprechen nicht nur die gleichen oder ähnlichen Argumente wie für den Bau eines Hallenbades, sondern auch der große Freizeitwert unseres Freibades welches durch die hohen Nutzerzahlen bei schönem Wetter eindrucksvoll unterstrichen wird. Aber für schlechtes Wetter, insbesondere aber für die kalten Jahreszeiten, brauchen wir auch unbedingt ein Hallenbad.

Dem Kommentar von Herrn Fingerhut zum Thema kann ich nur voll zustimmen. Ich bin der Meinung, dass die laufenden Betriebskosten in der Machbarkeitsstudie viel zu hoch angesetzt sind. Die Studie geht von einem unabhängig vom Freibad betriebenen Hallenbad aus, welches zum Beispiel auch bei der Nutzung durch die DLRG oder andern Vereinen mit einer städtischen Badeaufsicht besetz sei. Darüber hinaus gibt es bei einem „Allwetterbad“ viele Synergieeffekte, insbesondere in den Übergangszeiten (zum Beispiel Videoüberwachung der Außen- und Innenbecken durch eine Badeaufsicht). In der Gemeinderatssitzung habe ich auch ausgeführt, dass sofern ich mich zwischen der ins Auge gefassten Sanierung des Stadteingangs Ost und dem Bau eines Hallenbads entscheiden müsste, ich mich für Letzteres entscheiden würde. Auch die derzeit niedrigen Zinsen sprechen für einen raschen Bau des Hallenbads und gegen ein Verschieben auf den Sankt Nimmerleinstag. Wir brauchen ein Hallenbad, damit die Kinder unserer Stadt das Schwimmen lernen können, die Gesundheit unsere Einwohner durch das tolle Kursangebot der verschiedenen Vereine weiter gefördert werden kann sowie der Schulsport (Schwimmen) ganzjährig bei jedem Wetter möglich ist.

Auch die Tourismusförderung durch ein „Allwetterbad“ (vielleicht mit Sauna) sollte nicht unterschätzt werden. Darüber hinaus geht es hier auch um eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Sozial benachteiligte Familien haben nicht die Möglichkeit, sich den Besuch teurer Freizeitbäder zu leisten.

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Rolf Grüning
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„Nicht nachvollziehbar”

Die Kreisstadt Tauberbischofsheim mit ihren Schulen und Behörden manövriert sich selbst mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen ins Abseits.

Meine in der letzten Mail an die Stadt vorgebrachten Vorschläge wurden in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch nicht erwähnt, sie sollten aber einer breiten Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Thema: Hallenbad.

Der Neubau eines Hallenbads sei nach der Machbarkeitsstudie von 2017 möglich. Unternommen wurde nichts.

Viele Antragsfristen sind verstrichen. Betriebskosten für zwei Bäder, Frei- und Hallenbad, werden mit 1,1 Millionen Euro jährlich angegeben, ein Ganzjahresbad würde nur die Hälfte kosten, soviel wie ein Freibad, das aber nur maximal vier bis fünf Monate, und das nur bei geeignetem Wetter geöffnet ist.

Die Entscheidung des Gemeinderates hat massive, negative Auswirkungen, vor allem für Kinder, die nicht mehr vor Ort Schwimmen lernen, für immer mehr Kinder mit Haltungsschäden, für die die Bewegung im Element Wasser wichtig ist, und für uns ältere Bürger mit zunehmenden Gleichgewichtsstörungen und Gehbehinderungen durch Gelenkverschleiß. Wir errichten immer mehr Alten- und Pflegeheime, um Menschen , die ihre körperliche und geistige Mobilität verlieren, aufzunehmen und unternehmen nichts, um diese Mobilität so lange wie nur möglich zu erhalten. Ein Altennachmittag im Jahr ist wahrlich Keine Lösung.

Wir brauchen kein Bad, das „ größenwahnsinnig“ ist, sondern funktionell.

Beispiel Niedernhall. Eine Gemeinde mit 4000 Einwohnern betreibt ein riesiges Freibadund ein Thermalbad mit Innen- und Außenbecken, jedes 140 Quadratmeter groß.

Zwei Becken mit je 250 Quadratmeter Fläche und einer Tiefe von maximal 1.80 Meter würde voll auf genügen. Die Beheizung über Solar, Photovoltaik, Erdwärme, Wärmepumpe wäre nahezu klimaneutral möglich. Keinesfalls klimaneutral sind die regelmäßigen Fahrten in Hallenbäder in der Umgebung, wobei noch erwähnt werden sollte, dass in den Wintermonaten bei überfrierender Nässe der Straßen, solche Fahrten nicht ungefährlich sind.

Betriebskosten: Reinhold Würth ist ein Sponsor der Niedernhaller Therme. Auch für ein hiesiges Ganzjahresbad würden sich Sponsoren finden.

Hierzu nur ein Tipp: Die Stadt Tauberbischofsheim verkauft sogenannte Bade-Taler an Einzelhandel, Gastronomie, Unternehmer, die ihre Kunden bei entsprechenden Einkäufen mit Bade-Talern belohnen. Man kann Jahreskarten verschenken, Krankenkassen könnten Gutscheine aushändigen, was sicherlich billiger ist, als sogenannte Ambulante Badekuren, und, und, und . . .

Es gäbe noch viele Möglichkeiten, die Betriebskosten zu senken, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Walter Eckert, Pfarrer i. R., in Tauberbischofsheim lebend, hat die Kirche in seiner letzten Gemeinde in Bräunlingen sanieren müssen, die Diözese Freiburg stellte ihm bei einer Gesamtsumme von 3,7 Millionen Euro rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, die „restlichen 2,3 Millionen Euro “ wurden über private Sponsoren aufgebracht.

Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.

Und ein gut gemeinter Rat an Ignoranten im Gemeinderat: Sie könnten bei der nächsten Gemeinderatswahl auch ignoriert werden.

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Sigurd Zapf
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„Worauf warten wir noch?“

Gerade der Wassersport gehört zu den mit Abstand gesündesten Bewegungsarten. Gelenke und Muskeln werden ohne große Belastung beansprucht. Wasser und Nichtschwimmen können, leider zu oft, eine tödliche Kombination sein. Der Urlaub am Strand mit Kindern, die nicht schwimmen können – unvorstellbar! Der Bau der Elbphilharmonie hat Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe, Stuttgart 21 und der Berliner Prestigeflughafen Mehrkosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht. Hierfür ist Geld vorhanden. Das Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler zeigt jährlich,wie Steuergelder verschwenden. Ich bin davon überzeugt,dass man auch ein Hallenbad kostengünstiger in der Zukunft betreiben kann im Zeitalter von Solar-Photovoltaik-und Windenergie. Vielleicht können die Betreiber der Hallenbäder in Külsheim und Höpfingen hierzu wichtige Tipps geben.
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Von
Sigurd Zapf
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Ein Muss

Gerade der Wassersport gehört zu den mit Abstand gesündesten Bewegungsarten. Gelenke und Muskeln werden ohne große Belastung beansprucht. Wasser und Nichtschwimmen können, leider zu oft, eine tödliche Kombination sein. Der Urlaub am Strand mit Kindern, die nicht schwimmen können – unvorstellbar! Der Bau der Elbphilharmonie hat Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe, Stuttgart 21 und der Berliner Prestigeflughafen Mehrkosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht. Hierfür ist Geld vorhanden. Das Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler zeigt jährlich,wie Steuergelder verschwenden. Ich bin davon überzeugt,dass man auch ein Hallenbad kostengünstiger in der Zukunft betreiben kann im Zeitalter von Solar-Photovoltaik-und Windenergie. Vielleicht können die Betreiber der Hallenbäder in Külsheim und Höpfingen hierzu wichtige Tipps geben.
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Sigurd Zapf
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Stadt braucht Hallenbad

Die Bürgerliste hat sich klar positioniert. Aber: es geht nicht nur darum, dass die ortsansässigen DLRG-Gruppen für Anfängerschwimmausbildung, Schwimmtraining und Rettungsschwimmausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein Bad brauchen, sondern: Tauberbischofsheim braucht ein Bad.

Hier muss der Bogen etwas größer gespannt werden, denn ein funktionierendes Hallenbad ist ein Gesundheitsaspekt, Aquafitness, Wassergymnastik, Freizeitaktivität und natürlich auch Schwimmsport im Verein. In diesen Bereichen hat nicht nur die DLRG Angebote im Programm, sondern auch andere örtliche Organisationen.

Außerdem steigert es klar die Attraktivität einer Stadt, wenn gute Freizeitmöglichkeiten vor Ort vorhanden sind.

Ohne Schwimmbad kann keine Anfängerschwimmausbildung angeboten werden. Ein Ausweichen auf benachbarte Infrastrukturen scheitert oft am Zeitfenster beziehungsweise Belegungsplan. Man kann abends um 20.30 Uhr keine Anfängerschwimmausbildung mit Sechsjährigen mehr machen.

Außerdem schließen lange Fahrwege, mehr Zeitaufwand und höhere Kosten wiederum estimmte Personengruppen von der Teilnahme aus.

Als eine Folge wird sich die Quote der Schwimmfähigkeit im Grundschulalter signifikant verschlechtern und auch ein sommerlicher Freibadbesuch wird unattraktiver, wenn sich die Schwimmfähigkeit mangelhaft entwickelt.

Tauberbischofsheim ist Schulstandort. In den Bildungsplänen der Grundschulen ist Schwimmunterricht verankert, das örtliche Gymnasium bietet ein Sportprofil an. Wie soll dies umgesetzt werden? Die Bildungspläne macht Baden-Württemberg, die Infrastruktur für deren Umsetzung einzufordern, ist Ihre Aufgabe. Und nicht ein klares Nein.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Unterhaltungskosten für ein Bad hoch sind. Mir ist ebenfalls bewusst, dass nicht jeder Bürger eine Affinität zu Wasser besitzt. Für andere Aktivitäten gibt es in Tauberbischofsheim doch auch Infrastrukturen (Sportplätze, Turnhallen, Tennis, Mediothek, Musikschule, . . .), und das ist auch gut so.

Mancher erinnert sich leider erst wieder an ein Schwimmbad, wenn es um die Frage geht, wo und von wem denn die Enkelkinder schwimmen lernen sollen.

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Thomas Lang
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Lösung mit Freibad suchen

Das marode und kleine Hallenbad war in die Jahre gekommen. Eine Sanierung lohnt sich niemals. Ein neues Hallenbad muss für die Kreisstadt Tauberbischofsheim aber unbedingt gebaut werden. Für den Schulsport alleine wäre das schon sehr wichtig. Zur Erinnerung: Der Schwimmsport ist Bestandteil des Lehrplans an allen Schulen des Landes.

Die Gelder hierzu waren und sind auch da, wenn man möchte.

Schwimmen ist nachgewiesen die gesündeste Sportart. Jeder sollte /müsste schwimmen können. Es ertrinken nachweislich jedes Jahr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die gesamten DLRG- Gruppen in Tauberbischofsheim, Impfingen und Dittigheim mit über 1000 Mitgliedern werden keine Nichtschwimmer in der bisherigen Form ausbilden können. Auch die Mitgliederzahlen werden schon weniger. Durch die Schließung des Hallenbades nehmen die Mitgliedskündigungen vor allem bei Jugendlichen sehr stark zu.

Neumitglieder werden wir voraussichtlich keine bekommen. Was wird dann aus einem Verein ohne Mitglieder? Im Freibad ist eine Schwimmausbildung /Aufsichtspflicht nicht möglich. Menschen, die täglich oder wöchentlich Schwimmen gehen bekommen ihren Schwimmsport oder Freizeitaktivität in der Stadt genommen. Zudem wird die Ausbildungsgrundlage für sicheres Schwimmen gestrichen.

Nur ist beim Gemeinderat scheinbar kein Wille da. Ich vermute, dass in all den 45 Jahren so gut wie kein Mitglied jemals im Hallenbad in Tauberbischofsheim war. Leider ist dem Tauberbischofsheimer Gemeinderat nach vielen gelungenen Verzögerungen nun geglückt, den Neubau eines Hallenbades zu „verabschieden“.

Damit hat Herr Johannes Benz von der Bürgerliste sein Ziel erreicht. Oder? Dass durch die Schließung der Kleinschwimmhalle nun das Thema „erledigt“ ist, bezweifle ich sehr. Dass Sie sich auch noch als Geschäftsmann freuen, das verärgert mich masslos.

Somit wird bei den Schulen der Schwimmsport ganz gestrichen und den Vereinen, DLRG-Gruppen, vielen jungen und älteren Menschen, die wöchentlich oder täglich schwimmen, ihre Ausbildungsgrundlage oder ihre Freizeitbeschäftigung genommen.

Mir ist bekannt, dass im Freibad viele Personen im hohen Alter täglich schwimmen gehen, und sie dadurch fit und gesund sind. Wie lange wird das, nach außen hin, schöne Freibad noch erhalten bleiben können?

Es ist seit Jahren bekannt, dass auch hier etwas gemacht werden muss. Das wird vermutlich aus so „hinausgezogen“ wie beim Hallenbad.

Das Freibad muss daher ebenfalls erneuert werden. Es wäre wünschenswert, wenn ein Hallenbad mit dem Freibad in Verbindung gebracht werden könnte.

Im Sommer sind jedes Jahr viele Tage, an denen das Freibad wegen schlechten Wetters geschlossen ist. Ein Hallenbad ist täglich, auch bei schlechtem Wetter, nutzbar, und man könnte beide Bäder miteinander verbinden und nutzen. Hinzu kommt, dass viele Leute erst ab einer Temperatur von 28 Grad ins Wasser gehen „können“.

Wer kennt überhaupt das „Hartplatz-Kleinspielfeld“ hinter den Liegewiesen im Freibad in südlicher Richtung und neben dem Stadion in östlicher Richtung? Hier wachsen Bäume und Sträucher und alles ist verwildert. Auch dieses Gelände wäre für eine Kombination aus Frei- oder Hallenbad mit nutzbar. Platz wäre für beide Bäder genügend da. Mein grober Vorschlag wäre, dass hinter der Sporthalle auf dem Hartplatz das Hallenbad gebaut wird

. Ein separater Saunabereich, der heute zu jedem guten und modernen Bad gehört, muss ebenfalls mit errichtet werden. Hier werden schwarze Zahlen geschrieben. Eine Einrichtung aus Hallenbad, Freibad und Saunaanlage werden sehr viele Gäste nutzen.

Seit 2017 liegen Gutachten, Machbarkeitsstudien und vieles mehr vor. Ich hoffe nur, dass trotz allem ein neues Hallenbad schnellstmöglich gebaut wird und sich die Planung nicht noch viele Jahre hinzieht. Geld ist nicht alles. Ein Menschenleben zählt immer noch mehr. Zumindest für mich. Ich hoffe, wir erleben diesen Neubau noch.

Es scheint so zu sein, dass all unsere Bemühungen, Ehrenamtlichkeit, Proteste beim Fastnachtsumzug, Unterschriftenaktionen auf dem und unsere bisherige Arbeit „für die Katz“ waren und wir nun „belohnt“ werden für alles Geleistete.

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Klaus Seidenspinner
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„Konstruktive Gespräche wären wünschenswert“

Sehr geehrter Herr Benz, dass Sie kein Freund des Wassersports sind, ist mir nicht neu. Aber es überrascht mich schon, wenn sie in Ihrem Statement zum Haushalt der Stadt Tauberbischofsheim bezüglich eines Hallenbaddefizits mit einer Zahl um sich werfen, die meiner Kenntnis nach nie öffentlich Diskussionsgegenstand in einer Sitzung war.

Wie Herr Fingerhut in seinem Kommentar richtig anmerkt, fehlt dieser Zahl jede Basis. Ich finde es sehr schade, dass beim Thema Hallenbad die Aussagen immer nur auf die Kosten reduziert werden. Andere Aspekte finden hier keine Erwähnung. Außerdem zeigen die Zahlen umliegender Bäder, dass es auch mit deutlich weniger Unterhaltungskosten geht. Kurioserweise wird Frau Bürgermeisterin Schmidt im selben Bericht mit dem Satz zitiert, dass die Finanzlage der Stadt als „äußerst solide“ bezeichnet werden kann. Und ebenfalls anzumerken ist, dass nicht alle Räte der Bürgerliste ihre Meinung teilen.

Ich greife gerne die Idee eines runden Tisches von Herrn Fingerhut auf, wie auch schon in der Vergangenheit mit den Bürgermeistern geschehen. Zeitnah alle Beteiligten (oder Betroffenen) an einen Tisch, und gemeinsame konstruktive Gespräche führen. Wir DLRGler würden uns sehr wünschen, wenn es baldigst zu einer Auseinandersetzung mit diesem Thema kommen würde, damit hoffentlich eine Perspektive geschaffen werden kann.

Denken Sie bitte daran: Schwimmen können kann Leben retten.

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Uwe Spielvogel
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„Zur Schau gestelltes Desinteresse an der Lösung des Problems“

Als Bürgermeisterin Schmidt in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag den Tagesordnungspunkt 7 aufrief, wurde es unruhig in der Stadthalle. Nicht jedoch, weil die Aufdimensionierung des Kanals in der Kapellenstraße strittig war, sondern weil rund 30 Besucher die Stadthalle vorzeitig verließen. Es waren Ehrenamtliche der DLRG, die soeben erlebt hatten, wie der Gemeinderat eine weitere Kostenübernahme zur Ertüchtigung der Kleinschwimmhalle im Haus 2 des Kreiskrankenhauses abgelehnt hatte.

Dies war das Todesurteil des derzeit einzigen Hallenbades in Tauberbischofsheim.

Es ist eine unschöne, aber richtige Entscheidung. Jeder Euro, den die Stadt aus dem durch drohende Rezession sowieso schon angespannten Haushalt in diese Kleinschwimmhalle steckt, ist einer zu viel. Die Gemeinderäte waren sich in der Mehrheit auch einig: Lieber in ein neues Hallenbad investieren, als in eine marode, 40 Jahre alte Schwimmhalle, deren Ertüchtigungskosten in keinerlei Verhältnis zu deren Nutzen stehen. Allein der Wille, ein solches Hallenbad auch zu planen, geschweige denn zu bauen, ist dem Gemeinderat so langsam nicht mehr glaubhaft abzunehmen.

Bernd Mayer (Bürgerliste) war es, der daran erinnerte: Vor der Kommunalwahl habe der alte Gemeinderat festgelegt, dass das neu gewählte Gremium sich dieser „Schicksalsfrage“, deren Beantwortung in ihrer Wirkung eine Legislatur bei weitem übersteige, annehmen soll. Nun haben wir seit 1,5 Jahren einen neuen Gemeinderat gewählt, die Amtszeit ist zu rund 25 Prozent verstrichen und von einer Bauabsicht, den nötigen planungsrechtlichen Grundlagen oder Finanzierungskonzepten fehlt nach wie vor jede Spur. Man sei aber absolut nicht gegen ein Hallenbad, versicherten Abgeordnete aller Fraktionen einhellig. Dass die DLRG-Funktionäre und Mitglieder diese wachsweichen Aussagen mit dem ihrerseitigen Abgang quittierten, kann man nur allzu gut nachvollziehen.

Der alte und neue Gemeinderat, in ihrer Mehrheit unverändert, zeigen in der Sache öffentlich keine glaubhafte Bewegungsabsicht. Entsprechende Standortgutachten lägen intern vor, beteuerte man am Donnerstag.

Ich darf ganz kritisch fragen: Müssen wir 2024 erst noch einmal das Gremium wählen, bevor gewählte Bürgervertretern sich zu einem „Hop oder top!“ hinreißen lassen? Oder beschließt der aktuelle Gemeinderat all das erst Ende 2023 / Anfang 2024, um die dann frisch gewählten Räte mit vollendeten Tatsachen für das Mega-Projekt zu „begrüßen“?

Die Ehrenamtlichen der DLRG sind es heute schon leid, wie mit ihnen umgegangen wird. Sie tun ihr Ehrenamt leidenschaftlich und mit Hingabe. Sie können aber in der kalten Jahreshälfte zukünftig keine (Rettungs-) Schwimmer mehr ausbilden oder trainieren.

Genauso findet ab sofort im ersten Schulhalbjahr wahrscheinlich kein Schwimmunterricht mehr statt, die Rheuma- und Schmerzpatienten verlieren ihr Bewegungsbad und die Bevölkerung eine Freizeitmöglichkeit. Meine Damen und Herren Gemeinderäte, liebe Frau Bürgermeisterin: Nicht ihre gestrige Entscheidung ist es, die Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung hervorruft. Ihr fortwährend öffentlich zur Schau gestelltes Desinteresse an der Lösung eines Problems, das zahlreiche Gruppen miteinander vereint, ist es.

Für Bauleitplanung braucht es kein großes Geld im Haushalt. Den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Hallenbad auf der Fläche des Hartplatzes hinter der Grünewaldhalle“ beispielsweise könnte der Gemeinderat als Satzung zügig beschließen.

Für die sich anschließenden Förderanträge braucht es 1,55 Euro Porto. Wenn es daran allen Ernstes scheitern sollte, bin ich gerne bereit, dies aus eigener Tasche zu zahlen.

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Ralf Kinzie
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„Mitbestimmung ist unerwünscht“

Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung der Kreis- und Verwaltungsstadt Tauberbischofsheim steht am Donnerstag, 19. November, „Kleinschwimmhalle im Haus Heimberg – Einstellung des Betriebs“. Jetzt ist es soweit: Nach jahrelanger Hinhaltetaktik um den Neubau einer Schwimmhalle in Tauberbischofsheim wird mit der Schließung der Tod des Schwimmsports vor Ort besiegelt.

Mitbestimmung ist von den neugewählten Gemeinderäten und der neuen Bürgermeisterin in der Stadt Tauberbischofsheim unerwünscht, sonst hätten die jetzigen Entscheider ihre Wähler in einer Umfrage befragt beziehungsweise abstimmen lassen, ob die Kreisstadt weiterhin ein Hallenbad in ihrer Gemeinde haben will oder nicht. Seit über sechs Jahren gab es die ständige Aussage, dass über die Zukunft eines Hallenbads noch kein Beschluss herbeigeführt werden müsse. Mit der nun anstehenden Entscheidung über die Schließung des Bads würden die gewählten Vertreter der Stadt jedoch den letzten Sargnagel setzen.

Es erinnert mich an Don Quichottes Kampf gegen die Windmühlen – für ein Hallenbad in Tauberbischofsheim.

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Ingo Brudereck
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