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Leserbrief - Zum Bericht „Bei der Pünktlichkeit...’“ (FN 2. Dezember) Stellenwert des ÖPNV auf dem Land erhöhen

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Mit großer Anerkennung darf man die Bemühungen der Westfrankenbahn loben, vielfache Verbesserungen und neue Qualitätsbemühungen für Bahnreisende anzustreben und umzusetzen. Allerdings ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung des ÖPNV auf der Schiene erst dann zu erkennen, wenn auch Bestandsorte, wie zum Beispiel Vorbachzimmern wieder reaktiviert und in ihrer Infrastruktur gestärkt werden, die vor nunmehr rund 36 Jahren vom Schienennetz abgetrennt wurden.

Die heutige Situation tut sprichwörtlich schon weh, wenn man täglich wahrnehmen muss, dass Einwohnerinnen und Einwohner kleiner Orte der Zugang zum ÖPNV der Schiene versperrt, mindestens erheblich erschwert oder der Zugang nur mit Mehraufwand ermöglicht wird. Der ÖPNV des deutschlandweiten Schienennetzes muss in Zeiten der Umkehrbemühungen der Klimapolitik auch im ländlichen Raum einen höheren Stellenwert erfahren.

Denjenigen, die vom Schienenverkehr abgetrennt oder ein Zugang deutlich erschwert wird, nützt es leider nichts, dass für alle, die mitfahren dürfen, der Komfort und die Verlässlichkeit gesteigert wird.

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Wenn die in der Berichterstattung zitierte folgende Ziellinie ernstzunehmen ist, dass „ein verlässliches ÖPNV-Angebot in der Fläche eine wichtige Voraussetzung für klimaneutrale Mobilität ist“ , dann ist es an der Zeit, dass auch kleine Orte wieder einen Bahnanschluss erhalten.

Ja, auch der Unterzeichner plädiert dafür, dass Unternehmen wie die Westfrankenbahn in ihrem Bestreben, in Sachen Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Nachhaltigkeit weiter nach vorn zu kommen, nicht im Regen stehen gelassen werden. Und ergänzend dazu darf man dann erst recht erwarten, dass ein attraktives Angebot allen Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht wird und damit auch alle im ländlichen Raum erreicht.

So gesehen gilt das Motto, dass im ÖPNV-Schienenverkehr in unserer Region noch „Luft nach oben ist“. Bleiben wir also weiter deshalb dran, dass die Züge in Zukunft nicht an unserem Ort im Vorbachtal vorbeirauschen.

Ermuntern wir deshalb Stadt, Landkreis und Land, ihrer Verantwortung zu einer Verbesserung des Schienenverkehrs im ländlichen Raum konkrete Schritte folgen zu lassen und die Westfrankenbahn in ihrer Geschäftspolitik nach dem Streben für weitere Verbesserungen jetzt mit günstigen Rahmenbedingungen und finanziellen Mitteln zu stärken.

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