Mainfähre Mondfeld - Sämtliche Faktionen loben die Entscheidung, die Einrichtung weiter zu betreiben / „Eine Art Wirtschaftsförderung“ „Sinnvoll und notwendig“

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Klaus T. Mende
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Main-Tauber-Kreis. Die Mainfähre zwischen Mondfeld und dem unterfränkischen Stadtprozelten wird seit 1887 betrieben. Jetzt ist ihr Fortbestand gesichert – sehr zur Freude des Kreistages Main-Tauber. Das Fährschiff geht in das Eigentum des Zweckverbandes Mainhafen über und wird von drei Personen im Angestelltenverhältnis weitergeführt. Neben der Stadt Wertheim und dem Landkreis sitzen noch der Landkreis Miltenberg und die Kommune Stadtprozelten mit im Boot und beteiligen sich finanziell. Der Freistaat Bayern fördert die beiden Letztgenannten im Übrigen mit 60 Prozent bei den Betriebskosten. Das baden-württembergische Verkehrsministerium hingegen hat es, trotz mehrfacher Anfrage, abgelehnt, sich mit einer Summe X zu beteiligen. Dies sorgte bei den meisten Kreistagsfraktionen für scharfe Kritik am Haus von Minister Winfried Herrmann.

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Doch die Freude darüber, dass die Fähre auch künftig im Einsatz ist, überwog in der Tauberbischofsheimer Festhalle eindeutig. „Jetzt haben wir einen Hafen und eine Fähre, bald kommt noch ein Ausflugsdampfer hinzu“, meinte Landrat Reinhard Frank augenzwinkernd. CDU-Kreisrat Axel Wältz nannte den Vorgang ein „Musterbeispiel kommunaler Zusammenarbeit“. Der Nutzen der Fähre sei unbestritten – auch als Kulturgut.

Klaus Kornberger (FWV) lobte ebenso den Fortbestand der „sinnvollen Einrichtung“, was auch „eine Art Wirtschaftsförderung“ darstelle. Auf den klimatischen Aspekt ging Kreisrat Albrecht Rudolf (FDP) ein. Die Fähre werde jährlich von 16 000 Personen und 45 000 Fahrzeugen genutzt, was eine Einsparung von 780 000 Kilometer an Umweg pro Jahr bedeute. Als „sinnvoll und notwendig“ bezeichnete für die SPD Thomas Kraft die Entscheidung, mit dem Fortbestand für eine wichtige Überquerungsmöglichkeit des Mains zu sorgen. Auch er sprach der länderübergreifenden Zusammenarbeit seine Anerkennung aus.

Birgit Väth ließ das Gremium wissen, dass es sich hierbei nicht nur um Nostalgie, sondern vielmehr um ein wichtiges Infrastrukturprojekt handele.

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Und Roger Henning (CDU) freute sich, „solch eine tolle Lösung gefunden habe“, und hoffte, dass die Einrichtung reichlich genutzt werde.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt