Frankenbahn - Landräte Reinhard Frank und Dr. Achim Brötel legten im Verkehrsministerium Fahrplankonzept für die Strecke zwischen Osterburken und Lauda vor Pilotprojekt mit mehr Halten in Aussicht

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Heike von Brandenstein
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Bereits ab 2019 könnte es, geht es nach dem Vorschlag der Landkreise Main-Tauber und Neckar-Odenwald, den Stundentakt und mehr Halte geben. © dpa

Ein Hauch von Hoffnung, dass es auf der Frankenbahn mehr Halte zwischen Osterburken und Lauda geben wird, besteht nach dem Gespräch der Landräte mit Ministerialdirigent Dr. Uwe Lahl.

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Odenwald-Tauber. Das von Verkehrsminister Winfried Hermann beim Fest zum 150-jährigen Bestehen der Tauberbahn Anfang Mai versprochene Gespräch mit den Landräten Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis) hat stattgefunden. Beide Landräte waren in Stuttgart, um Ministerialdirigent Dr. Uwe Lahl ihr Anliegen und mögliche Lösungsansätze zu präsentieren.

„In der gemeinsamen Resolution beider Landkreise haben wir im Wesentlichen den Stundentakt und die Ertüchtigung von Bahnhöfen und der Strecke zwischen Osterburken und Lauda gefordert“, fasst Landrat Reinhard Frank zusammen. Im Paket ist außerdem die Beseitigung des Engpasses Züttlinger Brücke aufgenommen.

Da der von einer maßgeblich von Boxberg ausgehenden Bürgerbewegung „S-Bahn-Lückenschluss“ auf keine Gegenliebe beim Ministerium stößt, haben die Landkreise den Nahverkehrsplaner Gerhard Schnaitmann mit der Erstellung eines Fahrplankonzepts mit der Regionalbahn zwischen Würzburg und Osterburken mit Umstiegen in Lauda und Osterburken beauftragt.

Kosten werden geprüft

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„Mit diesem Fahrplan sind wir ins Ministerium gefahren“, so Frank. Schließlich müsse das Land die Kilometerleistungen bei der Bahn bestellen. An den Tagesrandlagen sei der Zwei-Stunden-Takt geplant, ansonsten der Ein-Stunden-Takt. Das Ministerium, so Frank, prüfe derzeit, was dieses Konzept kosten würde und wie die monetäre Belastung verteilt werden könnte.

„Im Juli haben wir einen Termin im Ministerium, bei dem das Prüfergebnis vorgestellt wird.“ Vorgesehen im von Gerhard Schnaitmann erstellten Fahrplan sind Halte in Königshofen, Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg.

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Zunächst, so die Idee, könnte das Konzept als ein auf drei bis fünf Jahre ausgelegtes Pilotprojekt auf die Schiene gebracht werden, um anschließend zu evaluieren, wie dieses Angebot angenommen wird. „Damit hätten wir zeitnah, nämlich zum 1. Januar 2019, den Stundentakt“, so Frank. Dann fahren zwar nicht mehr die roten Züge der Deutschen Bahn, sondern die in den Landesfarben gestalteten von Go ahead. Doch nicht der Anbieter, sondern das Angebot sind die entscheidenden Kriterien. „Das ist zum ersten Mal ein realisierbarer Vorschlag“, meint der Landrat des Main-Tauber-Kreises optimistisch. Neben dem Stundentakt ist den Kreisen und Anrainergemeinden Abhilfe bei der unbefriedigenden Infrastruktur an und auf der Strecke wichtig.

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„Die Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäß, weshalb das Land auf die Bahn zugehen und eine Verbesserung einfordern muss“, so Frank. Im Herbst stehe ein Bahngipfel an und es bestehe die Hoffnung, dass Bewegung in die Sache komme und sich eine schnelle Lösung ergibt.

Um die Dringlichkeit des Themas Stundentakt und mehr Halte auf der Frankenbahn zwischen Osterburken und Lauda zu unterstreichen, unternehmen der Main-Tauber- und der Neckar-Odenwald-Kreis am 7. Juli eine Demonstrationsfahrt, an der jeder teilnehmen kann. Eröffnet wird die Demonstration um 10.15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Osterburken durch Landrat Achim Brötel.

Eine Kundgebung, auf der MdB Alois Gerig, MdL Georg Nelius sowie Bürgermeister Jürgen Galm sprechen wird, schließt sich an. Um 11.15 Uhr geht es per Bahn kostenfrei in Richtung Lauda, wo Landrat Reinhard Frank die Teilnehmer in Empfang nimmt.

Bei der anschließenden Kundgebung sprechen MdL Wolfgang Reinhart und Bürgermeister Thomas Maertens. Um 13.30 Uhr fährt der Zug zurück nach Osterburken.

Redaktion Zuständig für die Kreisberichterstattung Main-Tauber