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Liga der Freien Wohlfahrtspflege - Stefan Schneider und Swantje Popp stellten aktuelle Herausforderungen und Beispiele der Zusammenarbeit mit dem Main-Tauber-Kreis vor

Online-Beratung war für alle ein großer Sprung nach vorne

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hvb
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Main-Tauber-Kreis. Sie kamen weder mit einem langen Wunschzettel noch mit Kritik, was alles in der langen Pandemiephase nicht geklappt hat. Sie stellten sich einfach nur vor, berichteten über ihre vielschichtige Arbeit im sozialen Bereich und über die Herausforderungen, die sich ihnen stellen.

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Große Angebotspalette

Stefan Schneider ist Regionalleiter beim Caritasverband Heilbronn-Hohenlohe, Swantje Popp Regionaldirektorin der Evangelischen Heimstiftung, die zum Diakonischen Werk gehört. Zur Liga zählen auch der Caritasverband im Tauberkreis, das Diakonische Werk Main-Tauber-Kreis, die Jugendhilfe Creglingen (Paritätischer Wohlfahrtsverband), das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt. Schneider sagte, dass die angebotenen Dienste und Beratungsangebote von der Wiege bis zur Bahre reichten. Von frühkindlicher Bildung über die Schule, von Gesundheitsthemen, Sucht, Trennung, Migration und Integration bis zur Stärkung von Menschen durch individuelle Hilfen reiche das Angebot.

Auch die Themen Notfallrettung, Bevölkerungsschutz, Blutspende, Sanitätsdienste und Tafeln gehörten zu den Aufgaben der Liga. Als Pilotprojekt im Main-Tauber-Kreis nannte er den Bau des Deutschen Roten Kreuzes in ein Haus für Kurzzeit- und Tagespflege.

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Die Liga stehe ebenso für eine kooperative Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wie für eine positive Entwicklung der Eingliederungshilfe, so Schneider. Hier arbeiteten die Verbände eng mit der Landkreisverwaltung zusammen. Gleiches gelte für die Flüchtlingshilfe und die Neuaufstellung der Schuldnerberatung. Durch gemeinsame Anstrengungen sei auch die Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und die Schaffung der Stelle „Babylotsin“ am Caritas Krankenhaus möglich gewesen.

Viele Herausforderungen

Als Herausforderungen nannte Schneider den Landesrahmenvertrag, die Kindertageseinrichtungen, die Reaktivierung des Ehrenamts nach der Corona-Pandemie, bezahlbaren Wohnraum und Armut mit Blick auf steigende Energiekosten. Einen Sprung nach vorn hätten die Liga-Mitglieder in der Corona-Pandemie durch die Online-Beratung gemacht. Das, so Schneider, gehöre zu den guten Entwicklungen. Ein Thema hatte er als Anregung aber parat: Die Finanzierung von Verhütungsmitteln für Frauen, die sich diese wegen ihres geringen Budgets kaum leisten können.

Swantje Popp berichtete von den Herausforderungen im Pflegebereich. Die Regionaldirektorin der zur Diakonie gehörenden Evangelischen Heimstiftung sprach von zahlreichen Berührungspunkten mit der Landkreisverwaltung gerade während der Corona-Pandemie. Vor allem mit dem Gesundheitsamt seien Konzepte zur Hygiene erarbeitet worden. Als große Herausforderung nannte sie den Fachkräftemangel in der Pflege. „Wir setzen auf ausbildung“, so Popp, „und hoffen, junge Menschen für den sinnbildenden Dienst zu gewinnen.“ Die Regionaldirektorin wies darauf hin, dass es im Pflegebereich zahlreiche Karrieremöglichkeiten gebe.

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Verschiebung in der Pflege

Ab Mitte 2023 greife zudem ein neues Personalbemessungssystem. Ziel sei es, die Zahl der dreijährig ausgebildeten Fachkräfte schwerpunktmäßig einzusetzen. Die Anzahl der Pflegehilfskräfte mit einer einjährigen Ausbildung soll sich im Gegenzug erhöhen. Die Zahl der Beschäftigten bleibe, es finde lediglich eine Verschiebung statt, so Swantje Popp. Landrat Christoph Schauder wies der Pflege einen hohen Stellenwert zu, den es nicht nur zu beklatschen gelte. „Eine adäquate personelle Ausstattung ist wichtig“, bekräftigte er. Ein wichtiger Baustein im Main-Tauber-Kreis sei auch der Bau der Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtung nahe der Wertheimer Rotkreuzklinik durch den Kreisverband Tauberbischofsheim des Deutschen Roten Kreuzes, die der Landkreis finanziell unterstütze.

Windelkonzeption greift

Die Windelkonzeption des Landkreises nannte der Landrat als weiteren Baustein, um Pflegende zu entlasten. Sie werde, wie die erste Analyse des Abfallwirtschaftsbetriebs zeige, sehr gut angenommen. hvb

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