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Leserbrief - Zum Leserbrief „Irritiert über ,Wunsch’ nach Verlängerung“ (FN, 27. April)

Nicht warten, die Zukunft beginnt jetzt

Von 
Leserbrief-Schreiber: Anja Lotz
Lesedauer: 

Erst ein verlässliches, ausreichend verfügbares, über einen langen Zeitraum vorhandenes und kostengünstiges Angebot schafft Vertrauen bei den potenziellen Nutzern. Nur ein sicheres, seriöses Angebot kann gewohnte Strukturen durchbrechen. Daher sollte nicht darüber nachgedacht werden, ob das in die Frankenbahn investierte Geld anderswo verwendet werden solle und ob es sich beim Betrieb der Frankenbahn um eine Testphase handelt.

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Vielmehr müssen wir uns über den Aus- und Wiederaufbau der Frankenbahnstrecke Gedanken machen: Eine bessere Taktung, weitere Zustiegsmöglichkeiten sind ein Anfang. Daneben sind die Wege von zu Hause zur Bahn, die Anschlussverbindungen und der Tag-Nacht-Rhythmus attraktiv zu gestalten.

Gerade jetzt gibt es einige Bundes-/Landesförderprogramme, die ganz neue Aspekte, wie abrufbare Kleinbusse, E-Leihräder, E-Lastenräder oder landkreisübergreifende E-Carsharing Aktionen unterstützen.

Es ist an der Zeit, dass sich die Kommunen zusammenschließen und die öffentliche Mobilität zum Wohle der Menschen und Natur gemeinsam ausbauen.

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Ich erwarte mir gerade von denen, die Grün denken, ein Bekenntnis zu den Bürgerinitiativen, die den öffentlichen Nahverkehr endlich wieder verlässlich und attraktiv gestalten wollen. Ich kann mich nur bei all denen bedanken, die ihr Engagement für den Erhalt der Frankenbahn einbringen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in Deutschland bis 2050 klimaneutral zu leben und zu arbeiten. Die Kommunen haben vom Land eine Zwischenetappe bis 2030 zu meistern.

Wir müssen neue Wege beschreiten, indem wir die alten Pfade wieder nutzen und beleben! Zukunftsweisende, günstige, klimaneutrale Mobilität für alle ist im Bundesprogramm der SPD eines der Schlüsselthemen, gerade für den ländlichen Raum.

Wir dürfen uns nicht abhängen lassen. Unsere Kinder müssen ohne Umwege oder Wartezeiten die Kitas, Schulen und Ausbildungsbetriebe erreichen. Unsere Senioren sollten bequem und einfach ihre Erledigungen, Besuche und Unternehmungen gestalten können. Der Weg zur Arbeit sollte unkompliziert, ohne Stau und günstiger als mit dem eigenen Pkw sein.

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Ein Privat-Pkw ist teuer, doch aus heutiger Sicht oftmals die einzige Perspektive in einer angemessenen Zeit von A nach B im ländlichen Raum zu kommen. Ziel muss es aber sein, eine öffentliche, preiswerte und ökologisch vernünftige Fortbewegung auszubauen und zu etablieren.

Wenn wir unser Ziel, die klimaneutrale Mobilität, bereits im Vorfeld erschweren, indem wir vorhandene Infrastruktur einfach abreißen oder schließen, dann vergeben wir wertvolle Chancen. Es ist einfach ein wichtiges und sinnvolles Projekt wie die Frankenbahn scheitern zu lassen, die Pandemie trägt ihr Übriges dazu bei. Und ja, es bedarf wesentlich mehr Mut, Anstrengung und finanziellen Einsatz die Frankenbahn dauerhaft ans Rollen zu bringen.

Warum wir dennoch investieren müssen? Weil wir es unserem Klima, unseren Kindern und allen Bewohnern des Kreises schuldig sind! Worauf warten wir also? Zukunft beginnt jetzt!

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