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Städtebauförderung - Fünf Kommunen erhalten Mittel zur „Sicherstellung von vitalen Innenstädten und Ortskernen“

Ministerium: Sechs Millionen fließen in den Main-Tauber-Kreis

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In die Sanierung des Areals „Eisenbahnvorstadt/Hexenstock“ in Königshofen fließen im Rahmen der Städtebauförderung des Landes weitere Finanzmittel. im ersten Abschnitt wurde die Eisenbahnstraße, hier vor der Einweihung im vergangenen Juli, gefördert. © Wagner

Main-Tauber-Kreis. Insgesamt 237,19 Millionen Euro stellt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in diesem Jahr für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Davon kommen rund 76 Millionen Euro vom Bund. Sechs Millionen Euro fließen auch in den Main-Tauber-Kreis, an Bad Mergentheim, Igersheim, Külsheim, Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim.

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Gefördert werden insgesamt 313 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen. Darunter sind 51 neue sowie 262 Maßnahmen, für die weitere Mittel bewilligt werden.

„Die Städtebauförderung, die im vergangenen Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum feierte, erweist sich einmal mehr als verlässlicher Partner der Kommunen. Um die Folgen der Pandemie zu bewältigen, werden die Städte und Gemeinden unter anderem verstärkt dabei unterstützt, ihre Innenstädte lebendig zu halten“, erklärte Ministerin Nicole Razavi MdL: Auch die Klimaveränderung und der Mangel an Wohnraum seien nach wie vor große Herausforderungen für die Kommunen.

Razavi bezeichnete die Städtebauförderung als „lernendes Programm bewährt, das flexibel auf immer wieder neue Herausforderungen reagieren kann“. Dies zeige sich auch an dem breiten Spektrum der Anträge.

Kernaufgabe Wohnraum

Eine Kernaufgabe der Städtebauförderung liege darin, bezahlbaren Wohnraum für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen zu schaffen und den Bewohnerinnen und Bewohnern ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld zu erhalten. Die Mittel würden eingesetzt, um bestehende Wohnungen zu modernisieren, sie energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen und Barrierefreiheit zu sichern. Dabei werde auch Wert darauf gelegt, historisch wertvolle Bausubstanz zu erhalten. „Ziel ist es zudem, nach dem Grundsatz ‚Innenentwicklung vor Außenentwicklung‘ leerstehende Gebäude neu zu nutzen sowie brachliegende Flächen zu aktivieren und so vorzubereiten, dass dort neu gebaut werden kann“, erklärte Ministerin Razavi.

Nach derzeitigem Stand seien in den neu aufgenommenen Sanierungsgebieten in den nächsten Jahren insgesamt rund 2500 neue Wohnungen und die Modernisierung von rund 2400 Wohnungen geplant. In den Sanierungsgebieten, für die weitere Mittel bewilligt wurden, können rund 10 900 neue Wohnungen entstehen und rund 8800 Wohnungen modernisiert werden.

Ehemals militärisch genutzte Flächen bieten hier besonders große Chancen. Auch die Umnutzung von Brachflächen bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl von neuen Wohnungen zu schaffen.

Wichtig sei es aber auch, Flächen zu reaktivieren, um dort Gewerbe anzusiedeln. Ein weiterer Schwerpunkt des Förderprogramms liegt auf Maßnahmen zum Schutz des Klimas, wie der energetischen Sanierung von Altbauten, der Reduzierung von Lärm und Abgasen und der Aktivierung der Naturkreisläufe in den festgelegten Sanierungsgebieten.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbesserung der grünen und blauen Infrastruktur und des Wohnumfeldes durch die Schaffung und den Erhalt von multifunktionalen Grün- und Freiflächen sowie die Unterstützung des Holzbaus. Die Sicherstellung von attraktiven und vitalen Innenstädten und Ortskernen stellt seit Beginn der Städtebauförderung einen zentralen Förderschwerpunkt dar. Gerade im Zeitalter des digitalen Wandels und des Strukturwandels im Einzelhandel auch durch die Corona-Pandemie ist es umso wichtiger, die Zentren lebendig zu halten und zu revitalisieren. Dies steht deshalb bei zahlreichen Kommunen im Mittelpunkt, die im Rahmen des Programms 2022 gefördert werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei der Erhalt und die Schaffung von Plätzen, die Aufwertung des öffentlichen Raums und des Wohnumfeldes sowie die Sicherung der Nahversorgung.

Die Städtebauförderung begleitet maßgeblich immer wieder auch besondere, beispielhafte Vorhaben. So werden in diesem Jahr für die Internationale Bauausstellung IBA ‘27 in der Region Stuttgart ausgewählte Projekte unterstützt.

„Wichtiger Wirtschaftsmotor“

Letztlich dient die Städtebauförderung als Wirtschaftsmotor. „Die Städtebauförderung und die Bewilligung von Finanzhilfen über Zeiträume von in der Regel acht bis zwölf Jahren bieten den Kommunen Planungssicherheit. Bund und Land sind hier für die Kommunen zuverlässige Partner auch in unsicheren Zeiten“, erklärte Ministerin Nicole Razavi. Zudem löse jeder eingesetzte Fördereuro durchschnittlich acht Euro an öffentlichen und privaten Folgeinvestitionen aus. Davon profitiere vor allem das regionale Baugewerbe und Handwerk.

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