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Sommer - Bürger sollten an heißen Tagen besonders vorsichtig sein

Krankenhauseinweisungen wegen Hitze im Main-Tauber-Kreis über dem Landesschnitt

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Main-Tauber-Kreis. 2018, dem zweitheißesten Sommer der deutschen Messgeschichte, lagen die hitzebedingten Krankenhauseinweisungen bei den über 65-Jährigen im Main-Tauber-Kreis um 13,5 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Das zeigt der aktuelle Versorgungs-Report „Klima und Gesundheit“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO. Er untersucht, wie stark der Klimawandel die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt.

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Im Auftrag des Instituts hat das Klimaforschungsinstitut Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) untersucht, wie viele Krankenhauseinweisungen in den Jahren 2008 bis 2018 auf die Hitze zurückzuführen waren. Jeder vierte über 65 Jahre ist demnach überdurchschnittlich gefährdet, an heißen Tagen gesundheitliche Probleme zu bekommen und deshalb ins Krankenhaus zu müssen.

Aber nicht nur die älteren Menschen macht die Hitze krank. In den beiden vergleichsweise normalen Sommern 2016 und 2017 mussten sich im Main-Tauber-Kreis im Mittel nur 60 AOK-Versicherte bei Ärzten oder in Krankenhäusern wegen hitzebedingten Beschwerden behandeln lassen. Im Hitzesommer 2018 schnellte die Zahl extrem hoch. 106 Menschen brauchten ärztliche Hilfe.

„Gerade an heißen Tagen heißt es, achtsam zu sein und sich zu schützen. Leider ist das immer noch zu wenig Menschen bewusst“, sagt Michaela Lierheimer, Geschäftsführerin der AOK Heilbronn-Franken. Sie verweist auf die Ergebnisse einer Umfrage im WIdO-Versorgungs-Report. „Demnach passen die meisten Menschen ihr Trinkverhalten an heißen Tagen an. „Doch weniger als die Hälfte greift zu Sonnenschutzmittel und hautbedeckender Kleidung, achtet bewusst auf Feinstaub- und Ozonwerte oder verwendet etwa eine Pollenflug-App“, weiß Michaela Lierheimer.

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Wenn sich die Erderwärmung ungebremst fortsetze, so der WIdO-Report, könnte die Zahl der hitzebedingten Krankenhauseinweisungen bei über 65-Jährigen bis 2050 um gut 50 Prozent zunehmen. Einer solchen Entwicklung wolle die Gesundheitskasse entgegenwirken, unter anderem mit Präventionskursen.

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