Röttinger CSU-Kanapee-Gespräch - Erstmals nahmen mehr Frauen als Männer auf dem Podium Platz / Kandidaten stellten sich vor Kommunalwahlen im Mittelpunkt

Von 
Markhard Brunecker
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Überwiegend um die im März anstehende Kommunalwahl ging es beim 15. Röttinger Kanapee-Gespräch mit (von links) Frederike Umscheid, Thomas Ebert, Rosa Behon, Christian Klippel und Marion Wunderlich. © Markhard Brunecker

Im Zeichen der am 15. März anstehenden Kommunalwahl stand das Röttinger Kanapee-Gespräch der CSU-Kreisgruppe Würzburg-Land in der für rund 230 000 Euro sanierten Burghalle.

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Röttingen. 70 Tage vor der Kommunalwahl am 15. März hatte man für das 15. CSU-Kanapee-Gespräch bewusst vor allem politische Lokalmatadoren zur ehemals „Neujahrsempfang“ genannten Veranstaltung eingeladen.

Obwohl nicht anwesend, bekamen bei der Begrüßung durch Röttingens Bürgermeister Martin Umscheid die Eheleute Edith und Manfred Wittenstein aus Harthausen den größten Beifall, hatten sie doch erst kurz vor Jahresfrist das sehr marode, aber markante Baudenkmal „Fränkischen Hof“ am Marktplatz gekauft (wir berichteten).

Ein Novum: Erstmals waren auf dem Kanapee mit 3:2 mehr Frauen als Männer vertreten. Das lag in erster Linie an den beiden Moderatorinnen. Dies war zum einen die Ehefrau von Röttingens scheidendem Bürgermeister Martin Umscheid, Frederike Umscheid, und die ehemalige fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich. Frederike Umscheid erklärte, dass sie weiter den Nachnamen „Faust“ trägt, weil sie weiter unter ihrem Künstlernamen präsent bleiben wolle. Beide Frauen kandidieren auch für den Kreistag. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Röttingens Bürgermeisterkandidat Christian Klippel, Rosa Behorn, Bürgermeisterkandidatin in der 11 500 Einwohner zählenden Stadt Ochsenfurt und der für die 52 Gemeinden mit 113 Ortsteilen angetretene Landratskandidat Thomas Ebert.

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Alle drei stellten sich den sehr zahlreich erschienenen Gästen persönlich vor und erläuterten ihre Ziele für die nächsten sechs Jahre. In der Diskussion und Fragerunde über die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern erklärte Ebert, der auch Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages ist, dass die Information nicht nur eine „Bringschuld“, sondern auch in manchen Fällen eine „Holschuld“ sei.

„Ort der Wahrheit“

„Wenn man positiv miteinander streitet, findet man meist auch eine Lösung“, so seine Erfahrung. Kommunalpolitik sei für ihn der Ort der Wahrheit. „Politik ist Diskussion und Abwägungssache“. Zum Thema öffentlicher Nahverkehr machte er keine Versprechungen, werde die ländliche Bevölkerung doch nie auf die individuelle Mobilität verzichten können. Der ÖPNV könne nur die Grundversorgung abdecken.

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Nach seiner Mitteilung ist beschlossen, dass bis Jahresende im Landkreis Würzburg die gelben Säcke gegen eine gelbe Tonne ausgetauscht werden. Für Christian Klippel ist wichtig, die Jugend in die Vereine zu bringen. Zum Thema Wiedereröffnung der im südlichen Landkreis hoch geschätzten Bereitschaftspraxis in Ochsenfurt erklärte Bezirksrätin Behon, dass die Gespräche noch laufen und das Ergebnis offen sei. Nach der persönlichen Vorstellung der Röttinger CSU-Stadtratskandidaten und dem Dank an den Ausrichter, den CSU-Ortsverband Röttingen mit Klaus Will an der Spitze, sowie einem kleinen Umtrunk mit Imbiss ging die Veranstaltung zu Ende.