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Kirchenbezirk Weikersheim - Unterschiedliche Regeln für Kirche und Gemeindegruppen / Mitarbeiter befürchten erhebliche Schwierigkeiten bei Seniorenkreisen – wegen Verständigungsproblemen

Kein „3G“ im evangelischen Gottesdienst – aber durchgehende Maskenpflicht

Von 
peka
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Main-Tauber-Kreis. Im evangelischen Gottesdienst muss keiner draußen bleiben, für Gemeindegruppen gilt aber die „3G-Regel“. Maskenpflicht besteht während der ganzen Veranstaltung – egal ob Seniorenkreis oder Kirche. „Alle Menschen sind im Gottesdienst willkommen“, so der württembergische Oberkirchenrat in einem aktuellen Rundschreiben. Statt Nachweisen für „geimpft, genesen oder getestet“ gelten hier weiter Hygiene-/Abstandsregeln sowie die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung. Die Differenzierung der Coronaentwicklung nach Basis-, Warn- und Alarmstufe wird übernommen, doch nützt die Kirche ihre Möglichkeit, vom staatlichen Recht abzuweichen.

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Es gibt auch Erleichterungen gegenüber den bisherigen kirchlichen Regelungen für den Gottesdienst, „Wer geimpft oder genesen ist und dies freiwillig nachweisen möchte, darf die Mindestabstände unterschreiten. Das gilt im Gottesdienst ebenso für Angehörige eines Haushaltes sowie Gruppen nach Regeln, die sich an den neuen Stufen der Corona-Verordnung orientieren“, teilt die Landeskirche mit. Wenn sich also zwei Besucher nebeneinandersetzen möchten, müssen sie dem Ordnungsdienst nur ihr Impfzertifikat vorweisen. Auch Gruppen bis zu 25 Personen, die hinterher im privaten Raum zusammensitzen, Taufgesellschaften etwa, brauchen in der Kirche keinen Mindestabstand. Die Maskenpflicht während des ganzen Gottesdienstes bleibt bestehen. Nur für den Empfang des Abendmahls darf sie abgenommen werden, ebenso von Mitarbeitern beim Sprechen oder beim Musizieren mit Blasinstrumenten. Weiter gilt auch die Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten. Die kann per Luca-App erfolgen.

Sollte im Main-Tauber-Kreis einmal die Warnstufe ausgerufen werden, werden statt 1,5 Metern zwei Meter Abstand empfohlen. In der Alarmstufe sind sie angeordnet und der Gottesdienst wird auf 35 Minuten beschränkt. Völlig anders ist die Situation bei anderen kirchlichen Veranstaltungen, etwa bei Gemeindegruppen. Da gelten die staatlichen Regeln. Das bedeutet: Zutritt zum Veranstaltungsraum nur nach Vorlage eines Impf-, Genesenen oder negativen Testnachweises. In der Warnstufe muss es ein PCR-Test sein, in der Alarmstufe haben Nicht-Immunisierte keinen Zutritt mehr. Auch ein Hygienekonzept ist vom Veranstalter zu erarbeiten. Von kirchlichen Mitarbeitern ist zu erfahren, dass ihnen diese Regelung für die Praxis unproblematisch erscheint, anders aber die grundsätzliche Pflicht, dass Besucher während der ganzen Veranstaltung, auch am Platz, eine medizinische oder FFP2-Maske tragen müssen (die nur zum Essen oder Trinken abgenommen werden darf). Gerade bei Seniorenkreisen führe das zu erheblichen Schwierigkeiten (Verständigung). Es gelte doch auch die Abstandsempfehlung der Verordnung. Fraglich sei, ob man da überhaupt ein sinnvolles Angebot machen könne. peka

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