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 Abschied - Peter Gebauer geht in Ruhestand Kehrbezirk geht erstmals in weibliche Hände über

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lra
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Vom Vater zur Tochter: Corina Stegmüller übernimmt die Stelle des Bezirksschornsteinfegers von Peter Gebauer (rechts). © Landratsamt

Creglingen/Weikersheim. Lange Jahre war Bezirksschornsteinfeger Peter Gebauer Inhaber des Kehrbezirks „Main-Tauber-Kreis Nummer Neun“. Am Mittwoch wurde er im Landratsamt vom Ersten Landesbeamten Christoph Schauder in den Ruhestand verabschiedet. Der Kehrbezirk beinhaltet Teile von Creglingen und Weikersheim. Schauder würdigte Gebauers Arbeit, die er in fast 30 Jahren geleistet hat. Ebenso würdigte Gebauer die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt.

Mit 16 Lehre angefangen

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In Sachsen, genauer in Zittau, ist Peter Gebauer geboren und aufgewachsen. Im Alter von 16 Jahren begann er seine Lehre zum „Essenkehrer“, wie es im DDR-Deutsch hieß. 1972 hatte der Schornsteinfeger seinen Gesellenbrief in der Tasche, 1978 den Meisterbrief. Nach der Ausreise aus der DDR im Jahr 1984 kamen die Gebauers über Gießen, Raststatt und Öhringen nach Bad Mergentheim. 1986 erfolgte die Bestellung Peter Gebauers zum Bezirksschornsteinfegermeister für den Kehrbezirk Karlsruhe-Stadt. 1991 wurde Gebauer für den Main-Tauber-Kreis bestellt, dessen Kehrbezirk er bis Ende Januar verwaltete. Er hat in seiner Laufbahn sechs Schornsteinfeger ausgebildet.

Als neue Bezirksschornsteinfegerin hat das Landratsamt die Tochter von Peter Gebauer, Corina Stegmüller, bestellt. Somit wechselt die Stelle nach öffentlicher Ausschreibung vom Vater auf die Tochter. Diese war in den vergangenen 24 Jahren Mitarbeiterin im Betrieb. Erstmals geht damit im Main-Tauber-Kreis eine Kehrbezirksverwaltung auf eine Frau über. Schauder beglückwünschte Stegmüller zu ihrer künftigen Tätigkeit. Er versprach einen „kurzen Draht zum Landratsamt, wenn einmal der Schuh drückt“. Die Stelle ist nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz auf sieben Jahre befristet. Eine Wiederbestellung ist nach erneuter öffentlicher Ausschreibung des Kehrbezirks zulässig. Der Kehrbezirk mit rund 2500 Gebäuden wurde räumlich nicht verändert. lra