ÖPNV-Angebote - Corona-Pandemie wirkt sich auf die weitere Entwicklung aus Hoffen auf eine häufigere Nutzung

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lra
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Main-Tauber-Kreis. Die Mobilitätsangebote Main-Tauber werden Corona bedingt nicht oder nur bedingt genutzt. Auswirkungen hat der Rückgang der Fahrgastzahlen beispielsweise auf den Probebetrieb für den Stundentakt auf der Frankenbahn. Sofern im Testbetrieb bis Dezember 2022 nicht genügend Fahrgäste gezählt werden, erwägt das Land, das Angebot wieder zu verkürzen.

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Der -Kreis ist Aufgabenträger des ÖPNV und Unterstützer des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Während der Kreis die Busleistungen finanziert, ist für den SPNV das Land zuständig. Das Rückgrat der öffentlichen Mobilität bildet der Schülerverkehr. „Er ist eine Pflichtaufgabe des Kreises, der wir über Bus und Schiene sowie freigestelltem Schülerverkehr in Kleinbussen nachkommen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Werktäglich sind rund 100 Busse im Einsatz, die rund 1000 Haltestellen anfahren. Befördert werden täglich rund 12 300 Personen. Jährlich werden rund 100 000 Monats-Maxxtickets verkauft. Hinzu kommen die Berufspendler und der Freizeitverkehr. „Wir freuen uns, dass der Verkauf der Einzelfahrscheine ansteigt“, berichtet Dezernent Jochen Müssig. Dies dokumentiere, dass der ÖPNV gut angenommen werde. Dennoch werde der ÖPNV mehrheitlich von Fahrgästen mit Verbund- und Dauerkarten genutzt.

Um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, bietet der Kreis ergänzende Sonderleistungen an. Hierzu zählt der Zuschuss zum Pendlerticket für junge Menschen, die im Kreis wohnen und etwa in Würzburg studieren. Diese erhalten 50 Prozent der Kosten des Rhein-Neckar-Tickets erstattet. „Ziel des Pendlertickets ist es, junge Menschen langfristig für eine berufliche Karriere im Kreis zu halten“, sagt Landrat Frank.

Ein temporäres Angebot ist bislang auch der Abendbus entlang der Tauberbahn von Wertheim bis nach Schrozberg. Dieser Abendbus ist Bestandteil der baden-württembergischen Mobilitätsoffensive. Busse und Bahnen sollen im ländlichen Raum bis 0 Uhr genutzt werden können. „Mit dem Land ist zunächst eine Betriebszeit von fünf Jahren vereinbart“, berichtet Landrat Frank. Das Land behält sich vor, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Die bisher vereinbarte Betriebszeit für das Abendbusangebot läuft noch bis Dezember 2024. „Nur wenn die temporären ÖPNV-Angebote ausreichend frequentiert werden, können sie auf Dauer angeboten werden.“ lra