IHK Heilbronn-Franken - Vollversammlung mit Vortrag zum Thema "Wie knackt man die Geheimnisse erfolgreicher Digitalisierung?" / Präsident stellt sich wieder zur Wahl Harald Unkelbach kandidiert noch einmal

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Werner Palmert
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Heilbronn. Professor Dr. Harald Unkelbach will im Herbst erneut für das Amt des IHK-Präsidenten kandidieren und damit die Vollversammlung, das Gremium der regionalen Wirtschaftsvertretung, auch in der Legislaturperiode 2018 bis 2022 führen. Unkelbach, der am 20. Februar 2013 als IHK Präsident gewählt wurde, gab seine Entscheidung in der öffentlichen Sitzung den Mitgliedern des Gremiums bekannt.

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Die Wahl zur nächsten Vollversammlung findet im Herbst dieses Jahres statt. Die Schließung der Kandidatenliste wurde auf den 2. Juni terminiert. Der Präsident bescheinigt den Mitgliedern der Vollversammlung, dass sie in der auslaufenden Legislaturperiode gute Arbeit geleistet hätten. Es sei jetzt wichtig, diese Arbeit kontinuierlich fortzusetzen. Professor Dr. Harald Unkelbach ist Mitglied der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und Vorstand der Stiftung Würth. Seit 2011 ist er Mitglied der Vollversammlung und des Präsidiums.

Zusätzlich ist er in zahlreichen Funktionen insbesondere im Bildungs- und Kulturbereich ehrenamtlich tätig. Hervorzuheben sind sein Engagement im Hochschulrat der DHBW Mosbach und der Hochschule Pforzheim. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Beirats für den Studiengang Technisches Logistikmanagement an der Hochschule Heilbronn, Beiratsmitglied der Fachhochschulstiftung Schwäbisch-Hall und Mitglied im Kuratorium des Fraunhofer Instituts.

In einem Gastvortrag beleuchtete Professor Dr. Dr. h. c. August-Wilhelm Scheer vor den Mitgliedern der Vollversammlung das Thema "Wie knackt man die Geheimnisse erfolgreicher Digitalisierung?" Patentrezepte hatte der ehemalige Hochschulprofessor der Universität Saarbrücken nicht. Er gab den Anwesenden aber den guten Rat, nicht zu sehr auf traditionellen Methoden zu beharren. "Wer zuerst mit seiner Idee auf dem Markt ist, hat gewonnen". Gerade jungen und innovativen Start-up-Unternehmen gab Scheer große Chancen, denn sie verlassen ausgefahrene Wege und entwickeln neue Geschäftsideen.

Sensationelle Erfolge

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Als Beispiel nannte er einige erfolgreiche, völlig branchenfremde, Unternehmer, die mit ihren Ideen das digitale Zeitalter beispielhaft vorleben. Weder Facebook-Chef Marc Zuckerberg noch Tesla-Erfinder Elon Musk oder Google-Boss Larry Page seien vom Fach, hätten aber mit ihren "Erfindungen sensationelle Erfolge". Scheer hält es für sehr wichtig, dass Firmenchefs zu eigenen Korrekturen bereit seien, dass sie sensibel auf Mängel bestehender Konzepte reagieren und den eigenen Standpunkt auch in Frage stellen können. Eine große Chance sieht er in der Zukunft für die so genannten "Smart Services". Der IHK-Präsident fasste den Vortrag in seinem Resümee zusammen: "Keiner kann wissen, was die Zukunft bringt, aber nur der gewinnt, der sie in die Hand nimmt".

In der jüngsten Sitzung der Vollversammlung wurden die Mitglieder auch über den neuesten Stand der Umsetzung des Projekts "Pavillon der Wirtschaft" auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn informiert. Die Veranstalter rechnen mit zwei Millionen Besuchern. Die IHK-Führung sieht die Buga als einzigartige Gelegenheit, die nationale Aufmerksamkeit auf die Region Heilbronn-Franken in ihrer ganzen Vielfalt - auch als Wirtschafts- und Bildungsstandort - zu lenken. Im rund 500 Quadratmeter großen "Pavillon der Wirtschaft" in exponierter Lage am Neckarhabitat sollen den Besuchern "Ideen der Zukunft" in interaktiver und emotionaler Weise präsentiert werden. Im Pavillon sind sowohl Dauerpräsenzen als auch temporäre Events vorgesehen.

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Für die IHK ist dieses Vorhaben der Wirtschafts- und Standortförderung ein integraler Bestandteil der IHK-Strategie 2020. Darauf aufsetzend wurden im März 2016 die drei Zukunftsfelder "Wirtschaft digital", "Fachkräfte" und "Infrastruktur" verabschiedet, die für die Unternehmen in der Region zentrale Herausforderungen darstellen. Aufgrund der Aktualität und Brisanz erfährt das Zukunftsfeld "Wirtschaft digital" jedoch besondere Aufmerksamkeit und wird beim Digitalisierungsgipfel am 22. Mai im Audi Forum in Neckarsulm in einer gesonderten Veranstaltung behandelt. Für den IHK-Präsidenten ist diese Veranstaltung von größter Bedeutung. Nur mit einer optimalen digitalen Vernetzung sieht er eine Chance für die wirtschaftliche Zukunft der Region.

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Abschließend lud Unkelbach nochmals zum Frühjahrsempfang der IHK am 11. April ins Veranstaltungscenter "Red-Blue" ein. Passend zum Wahljahr 2017 konnte der ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn als Gastredner gewonnen werden,