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Leserbrief - Zum Leserbrief „Bronnbach ein Ort für reine Hochkultur?“ (FN 25. Februar)

„Gott befohlen, Bronnbach!“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Georg Denzer
Lesedauer: 

Herr Gravius, Generalpächter des kreiseigenen Klosters Bronnbach seit 2018, verteidigt mich als ehemaligen Landrat (bis 2005) in seinem Leserbrief vom 25. Februar gegen Angriffe aus der Bevölkerung, dem Kreistag (?).

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Hierzu stelle ich fest:

1. Der Kreistag hat am 15. April 1985 in Königheim einstimmig beschlossen, die Gesamtanlage des ehemaligen Klosters Bronnbach vom Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg zu kaufen. Seither wurde neben den Eigenmitteln des Landkreises durch zum Teil außergewöhnlich hohe Zuwendungen des Landes und des Bundes, sowie durch Zuschüsse Dritter (Erzdiözese Freiburg, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, LBBW und andere) die bauliche Substanz gesichert und zur Wiedernutzung saniert.

2. Meine direkte Verantwortung für Bronnbach endete am 31. Mai 2005, 24 Uhr. Danach bin ich weder vom Kreistag noch von der Kreisverwaltung jemals ernsthaft gebeten oder gar aufgefordert worden, mich weiter in oder für Bronnbach zu engagieren. Bezeichnend hierfür ist die mir entgegengehaltene Äußerung eines damals einflussreichen Mitglieds des Kreistags wenige Monate vor meinem Ausscheiden: „Du glaubst doch nicht, dass wir eine Spielwiese für dich in Bronnbach einrichten!“. Seither stehe ich lediglich im Herbst jedes Jahres auf ausdrückliche Bitte des Kulturamtes Bronnbach für eine Sonderführung zur Verfügung.

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3. Als Privatmann pflege ich weiterhin gute Kontakte zu den Missionaren von der Heiligen Familie, dem Kreisarchiv und dem Fraunhofer Institut für Silikatforschung.

4. Durch den FN-Bericht vom 22. Januar 2021 ist mir bekannt, dass derzeit im Kreistag erneut strukturelle Veränderungen in Bronnbach zur Verminderung der finanziellen Belastungen des Kreishaushaltes gefordert werden. Wie, wann und wo diese sogenannten strukturellen Veränderungen beschlossen werden sollen, hat sich mir bisher aus der Zeitungslektüre nicht erschlossen. Insbesondere fehlt derzeit jede konkrete Aussage darüber, ob und welcher Reinerlös durch Bohlens „DSDS“ unmittelbar zur freien Verfügung des Kreistags in den Kreishaushalt geflossen ist.

Ich schließe daher mit einem Zitat des legendären Oberbürgermeisters Dr. Mauch, Bad Mergentheim: „Gott befohlen, Bronnbach!“

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