AdUnit Billboard
Tarif- und Besoldungsrunde - Warnstreiks an Schulen im Main-Tauber-Kreis

Gemeinsam für fünf Prozent mehr Gehalt

Lesedauer: 

Main-Tauber-Kreis. Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft am Freitag, 26. November, alle Tarifbeschäftigten an den staatlichen Schulen in Nordwürttemberg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Zur Kundgebung in Stuttgart starten die streikenden Lehrer, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte aus dem Main-Tauber-Kreis vom Bahnhof in Lauda um 9.09 Uhr (Eintreffen bis 8.50 Uhr). Weitere Teilnehmer sind willkommen und können sich bei der Kreisvorsitzenden Jana Kolberg vorher anmelden.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die GEW fordert mit ver.di, IG BAU und GdP eine Lohnerhöhung von fünf Prozent, mindestens 150 Euro. Für die Tarif beschäfigten Lehrkräfte erwartet die GEW, dass eine „Paralleltabelle“ eingeführt wird, mit der die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 12 den nummerisch gleichen Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 bei der Beamtenbesoldung zugeordnet werden. Tarif beschäftigte Lehrkräfte an Grund- und viele Haupt-/Werkrealschulen sind eine Gruppe schlechter eingruppiert als Beamte. Außerdem erwartet die GEW, dass gegen die Befristungen bei den Tarif beschäftigten Lehrkräften Schritte unternommen werden. Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten übertragen werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27./ 28. November in Potsdam statt.

Bei der Tarif- und Besoldungsrunde 2021 für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geht es um die allgemeine Lohnerhöhung für rund eine Million Tarifbeschäftigte bundesweit. Dazu zählen bei der GEW vor allem die bundesweit etwa 200 000 angestellten Lehrer an den Schulen. Auch die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen kämpfen um mehr Lohn. Die Tarif- ist auch eine Besoldungsrunde. Für die 1,3 Millionen Beamte fordern die Gewerkschaften die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung.

Ziel ist auch, die Zahl der Befristungen im öffentlichen Dienst einzudämmen. In Baden-Württemberg arbeiten über 66 000 Personen an den Hochschulen, darunter etwa 62 000 Arbeitnehmer und fast 4000 Beamte. Besonders betroffen von Befristungen sind neben der Wissenschaft auch die Schulen. Allein in Baden-Württemberg sind 40 Prozent der angestellten Lehrkraft nur befristet beschäftigt. In Baden-Württemberg sind zehn Prozent der rund 114 000 Lehrer Angestellte. Außerdem arbeiten als Tarifbeschäftigte im Landesdienst knapp 800 pädagogische Assistenten an Schulen und hunderte von Erziehern an Heimsonderschulen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

In Potsdam ist die zweite Verhandlungsrunde Anfang November im Tarifstreit mit den Ländern ohne Ergebnis beendet worden. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 27./28. November in Potsdam statt.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1