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Im Gespräch - Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland zu Gast bei Landrat Christoph Schauder

Für Region wichtige Themen besprochen

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lra
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Gespräche über die Corona-Pandemie, die Flüchtlingskrise und weitere kommunalen Themen geführt: Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland (links), war zu Gast bei Landrat Christoph Schauder im Landratsamt Main-Tauber-Kreis. © Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Frank Mittnacht

Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, war bei Landrat Christoph Schauder zu Gast. Neben der Entwicklung der Corona-Pandemie und die Flüchtlingskrise sprachen sie über europäische und kommunale Themen.

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Zur Person: Rainer Wieland

Rainer Wieland ist seit 1997 Mitglied des Europäischen Parlaments und seit dem Jahr 2009 einer der 14 Vizepräsidenten mit spezieller Verantwortung für Gebäude, Haushalt, Verkehr, umweltbewusstes Parlament, politische Parteien auf europäischer Ebene sowie die Beziehungen zu den französischen, belgischen und luxemburgischen Behörden betreffend.

Sein Betreuungsgebiet als Europaabgeordneter umfasst den Regierungsbezirk Stuttgart. Seit 2011 ist Rainer Wieland Präsident der überparteilichen Europa-Union Deutschland. lra

Main-Tauber-Kreis. „Aus heutiger Sicht war es nicht richtig, die Impfzentren so früh zu schließen. Es droht nun ein Kollaps in unseren Kliniken, weil erschreckend viele Patientinnen und Patienten, die nicht geimpft sind, die Intensivbetten belegen“, sagte Vizepräsident Rainer Wieland bei seinem Besuch im Landratsamt Tauberbischofsheim. Wie Landrat Schauder forderte, brauche man feste Impfteams, die für den Landkreis zuständig sind. Hier gehe es um Planungssicherheit vor Ort. Eine Auffrischungsimpfung für alle bereits Geimpften könne durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte allein derzeit nicht geleistet werden. „Die Schließung der Impfzentren holt uns jetzt mit voller Wucht ein“, erklärte Schauder.

Er und sein Gast stellten fest, dass sich über den Sommer eine gewisse Sorglosigkeit in Sachen Pandemie breit gemacht habe. Dabei sei die Durchimpfungsrate nicht hoch genug, um mit der Pandemie sorglos umgehen zu können. „Die Impfthematik wird uns noch die nächsten Jahre hindurch begleiteten“, waren sich die beiden Politiker einig.

Die Mobilität im ländlichen Raum war ein weiteres Thema in der Besprechung. „Mobilität ist neben Bildungsangeboten die neue soziale Frage. Sie ist eine vordringliche Aufgabe in unserem Flächenlandkreis mit rund 130 Kilometer Durchmesser und einem Kreisstraßennetz von 463 Kilometer Länge“, sagte der Landrat. Im Busverkehr gehört der Main-Tauber-Kreis seit 2003 dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) an.

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Aufgabe des Landes

Auf der Frankenbahn zwischen Osterburken und Lauda läuft seit Dezember 2019 der dreijährige Probebetrieb für den Regionalbahntakt. Wie im Gespräch betont wurde, bringt sich der Main-Tauber-Kreis in die Finanzierung während der Probephase mit einem Betrag in Höhe von bis zu 1,1 Millionen Euro jährlich ein. Hinzu kommen die zusätzlichen Mittel für den auf den Regionalbahntakt ausgelegten Busverkehr in Höhe von jährlich rund 650 000 Euro.

„Das konkrete Ziel ist es, den Probebetrieb des Regionalbahntakts in eine vom Land finanzierte dauerhafte Lösung zu überführen. Denn hierbei handelt es sich um eine ausschließliche Aufgabe des Landes“, erklärte der Landrat.

„Wer politisch verfolgt wird, hat grundsätzlich Anspruch auf Asyl, aber nicht zwingend in Deutschland“, eröffnete Wieland die Flüchtlingsthematik.

„Wir brauchen einheitliche Standards in Europa und müssen für robuste Außengrenzen im Schengenraum sorgen. Gleichzeitig müssen wir die Grenzen für den Binnenmarkt offenhalten. Es wird uns sonst nicht gelingen, die Flüchtlingsthematik zufriedenstellend zu lösen“, sagte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Der Landrat erläuterte in diesem Kontext die Planungen des Landkreises zur Unterbringung von Flüchtlingen: „Wir arbeiten aktuell wieder stetig am Ausbau unserer Kapazitäten im Landkreis.“

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Ein weiteres Thema in dem Austausch war die Entwicklung der Europäischen Union. „Die aktuellen Geschehnisse in Großbritannien zeigen, welche Vorteile die Mitgliedschaft in der Europäischen Union mit sich bringt“, waren sich Wieland und Schauder einig. lra

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