Entscheidung - Mehrheitlich stimmte der Kreistag für ein neues Bauwerk über die Tauber Elpersheim wegen Brückenneubau gespalten

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hvb
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Protest in Elpersheim gegen den Neubau der Tauberbrücke. Etliche Bürger im Ort vermissen Transparenz und wollen lieber eine Sanierung. © Weber-Schwarz

Main-Tauber-Kreis. Drei Elpersheimerinnen waren zur Kreistagssitzung am Mittwoch nach Tauberbischofsheim gekommen, um ihre Ablehnung zum Neubau einer Brücke in Elpersheim zu bekunden. Da sie beim Tagesordnungspunkt „Fragen und Anregungen von Kreiseinwohnern“ nicht das Wort ergriffen hatten, konnten sie ihre Bedenken aber nicht mehr äußern.

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Das taten sowohl Hans Hartung (Bündnis90/Die Grünen) als auch Dr. Christina Baum (AfD). Hartung berichtete, dass es beim Neubau an Klarheit und Transparenz fehle und sich die Bevölkerung nicht mitgenommen fühle. Weil 70 Prozent der Menschen vor Ort gegen einen Neubau seien, sprach sich Baum dafür aus, die Maßnahme zu verschieben, was sich auch positiv auf die Finanzen des Landkreises auswirke.

Klaus Kornberger (Freie Wähler) betonte, dass es bei der Spaltung im Ort nicht nur um die Brücke, sondern vor allem um den Umfahrungsverkehr gehe. Dabei gehe mit der neuen Brücke eine Entlastung der Landwirtschaft einher. Zu bedenken sei auch, dass jetzt eine Landesförderung von einer Million Euro zu erhalten sei, die bei einer Verschiebung entfalle.

Landrat Reinhard Frank berichtete, dass es eine Bürgerinitiative gegen das Bauwerk sowie eine Petition gebe. Gemeinsam mit der Ortsverwaltung und dem Kreistag sei man aber übereinstimmend der Meinung, an der Planung festzuhalten. Jetzt wolle man zügig bauen, um das Queren für Lkw zu ermöglichen.

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Bei sieben nein-Stimmen und vier Enthaltungen wurde der Brückenneubau gebilligt. hvb