Klimaschutz - Arbeitskreis der Energieagentur legt weitere Schwerpunkte fest / Kooperation mit dem Stadtwerk Tauberfranken Einsparung durch Verzicht auf Standby

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lra
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Die Energieagentur berät, wie sich Energie einsparen lässt und welche Möglichkeiten zur regenerativen Energiegewinnung es gibt. Auch Projekte für Schulklassen wurden aufgelegt. © dpa

Energieeffizienz, regenerative Energiegewinnung und E-Mobilität sind die Leuchtturmprojekte des Klimaschutzkonzeptes des Main-Tauber-Kreises. Jetzt stehen die neuen Projekte fest.

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Main-Tauber-Kreis. Der Arbeitskreis der Energieagentur, der aus Vertretern der lokalen Energieversorgungsunternehmen und Vertretern der Volksbank Main-Tauber sowie der Sparkasse Tauberfranken als Kooperationspartner und Sponsoren besteht, plant unter anderem eine Kooperation mit dem Stadtwerk Tauberfranken.

Dezernent Jochen Müssig berichtete über die umgesetzten Klimaschutz-Projekte. Die Themen „Regenerative Energiegewinnung aus Solardachtechnik“ und „Freiflächenphotovoltaikanlagen“ standen im Mittelpunkt. Die lokalen Energieversorgungsunternehmen haben bereits Freiflächenphotovoltaik-Projekte angestoßen.

Müssig informierte weiterhin über die Energieberatungen in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Waren es im Jahr 2019 noch 86 Beratungen, ist diese Zahl im vergangenen Jahr auf 114 Beratungen angewachsen. „Beachtlich ist, dass seit Mitte Januar bis Anfang Februar bereits 24 Beratungen in Zusammenarbeit mit den eingesetzten Energieberatern und der Verbraucherzentrale erfolgt sind“, sagte Müssig.

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Erfreulich sei auch die Tatsache, dass weitere Referenten für das Projekt „Standby an Schulen“ ausgebildet wurden. Sobald an den Schulen wieder regulärer Unterricht stattfinde, werden geschulte Fachkräfte die Schülerinnen und Schüler über Möglichkeiten zum Energie sparen durch Verzicht auf „Standby“-Lösungen informieren.

Inzwischen stehen mit Adrian Hellmuth vom Stadtwerk Tauberfranken, Pierre Kranz aus dem Schornsteinfegerwesen, Volker Kuhn vom gleichnamigen Planungsbüro und Jürgen Muhler von der Energieagentur vier Referenten zur Verfügung. Jürgen Muhler prüft aktuell, in welchem Umfang Standby-Informationen auch durch digitalen Fernunterricht vermittelt werden können.

Energiebotschafter

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Für die Energiebotschafter wurde eine Handmappe entwickelt, die einen Leitfaden für die Beratungsgespräche in den Städten, Gemeinden und Dörfern bildet. „Ziel ist es, möglichst viele Hauseigentümer für Maßnahmen der Energieeinsparung und der regenerativen Energiegewinnung durch Solardachenergie zu gewinnen“, informierte Müssig. Energieberater Jürgen Muhler informierte über die Projekte im laufenden Jahr. Beispielhaft erwähnte er die Vorhaben „Best Practice Beispiele für Freiflächenphotovoltaikanlagen“ und den „Energie-Mobilitätswendetag“. Zum Thema Freiflächenphotovoltaikanlagen werde eine Informationsreihe mit hochkarätigen Referenten angeboten. Darin wird über die Refinanzierung der Anlagen und die ausgleichende Nutzung der Flächen zwischen der herkömmlichen Landwirtschaft und der regenerativen Energiegewinnung informiert.

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Die Wirtschaftsförderung des Landkreises unterstützt die neuen Projekte „Kleine Energiedetektive“. Dabei geht es um die Ansprache von Kindergarten- und Grundschulkindern. Das Projekt „Grüne Hausnummer“ und der Aktionstag „Glühbirnenaustausch“ stehen auch auf der Agenda.

Um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz zu gewinnen, planen die Energieagentur und der Main-Tauber-Kreis eine Kooperation mit dem Stadtwerk Tauberfranken. Dadurch soll zusätzliche Fachkompetenz für den Main-Tauber-Kreis gewonnen werden. Der Lenkungskreis Klimaschutz stimmt die weiteren Schritte nun mit den Vertretern des Kreistages ab.

Informationen zum Klimaschutz gibt es online unter www.ea-main-tauber-kreis.de und www.main-tauber-kreis.de/energieagentur. Weiterführende Informationen erteilt die Energieagentur Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41/82 58 13, E-Mail energieagentur@main-tauber-kreis.de. lra