Photovoltaik - Infoabende gut nachgefragt

Ein Garant für aktiven Klimaschutz

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eamt
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Main-Tauber-Kreis. Die Energieagentur Main-Tauber hat mit dem Solar Cluster Baden-Württemberg und dem Photovoltaik-Netzwerk Heilbronn-Franken interessierte Bürger zum Thema Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen informiert. Die Infoveranstaltung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Photovoltaik lohnt sich – Jetzt aktiv werden“ statt.

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Fachvorträge

An die Vorstellung von Jürgen Muhler (Energieagentur Main-Tauber) schlossen sich Fachvorträge zum Thema Best-Practice Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen an.

Thomas Uhland (Solar Cluster Baden-Württemberg) zeigte auf, dass Photovoltaik aktiver Klimaschutz ist. Ein Solarpark mit einer Leistung von zehn Megawatt Peak (MWp) vermeidet aktuell rund 6300 Tonnen Treibhausgase in Deutschland. Weiter erläuterte er, dass Bayern 2020 mit 366 MWp deutlich mehr Photovoltaik-Freifläche zugelegt hat als Baden-Württemberg mit lediglich acht MWp.

Ablauf erläutert

Den Ablauf von der Projektentwicklung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bis hin zur Realisierung stellten Thomas Ellmer und Michael Truckenmüller (Netzgesellschaft Heilbronn-Franken und Zeag Energie) dar. Sie erläuterten den Teilnehmern die Planung eines Parks von der Idee bis zur ersten Kilowattstunde und erklärten den Ablauf eines Bauleitplanverfahrens.

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Im Anschluss an Planung und Genehmigungsschritte eines Solarparks gingen Wendelin Geiger (Energie + Umwelt) sowie Wolfgang Maier (Energie & Umwelt Volksbank) auf Finanzierungsmöglichkeiten von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen ein. Hierbei präsentierten sie auch die Rahmenbedingungen für eine reine Projektfinanzierung.

Erfahrungen präsentiert

Dr. Norbert Schön (Stadtwerk Tauberfranken) präsentierte Erfahrungen mit einem Bürgerbeteiligungsmodell und stellte Möglichkeiten der Beteiligung vor.

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Franziska Janke (Dialogforum Erneuerbare Energie und Naturschutz) referierte über den naturverträglichen Ausbau der Solarenergie. Gut geplante Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen an geeigneten Standorten bieten das Potenzial, eine ökologische Aufwertung der Fläche zu generieren. Wenn bei der Planung der Naturschutz berücksichtigt wird und man über vorgeschriebene Mindestanforderungen hinausgeht, kann eine erstaunliche Artenvielfalt und Biodiversität erreicht werden.

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Eigene Anlage

Landwirt Gerhard Kümmerer (Niederstetten) betreibt eine eigene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage. „Mit der Investition in die Freiflächen-Photovoltaik schaffe ich eine gute Basis für die Zukunftsfähigkeit meines Betriebs“, erklärte Kümmerer. Er erläuterte zum einen den Wettbewerbsnachteil durch schlechtere Böden und damit den geringeren Ertrag in den benachteiligten Gebieten, in denen seine Ackerflächen liegen. Zum anderen nannte er die 30- bis 40-fach höhere Flächen-Effizienz der Photovoltaik gegenüber Biomasse und untermauerte dies mit Zahlen aus seinem eigenen Betrieb.

Einige Hürden

Kümmerer räumte ein, dass eine Freiflächen-Anlage von der Planung bis zur Realisierung einige Hürden zu bewältigen hat. Er machte dennoch jedem Landwirt Mut, auch kleinere Anlagen selbst zu entwickeln und zu betreiben. Weiterführende Infos zum Klimaschutzkonzept des Kreises, sowohl zu den Leuchtturmprojekten Solarinitiative und Energieeffizienz als auch weiteren Veranstaltungen, gibt es auf der Website der Energieagentur Main-Tauber unter www.ea-main-tauber-kreis.de. eamt