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CDU Nordwürttemberg - Bezirksfachausschuss Bildungspolitik

Digitale Transformation der Schulen muss gelingen

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bfau
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Main-Tauber-Kreis. In einem offenen Diskurs habe sich der Bezirksfachausschuss der CDU Nordwürttemberg mit Dr. Ekkehard Thümler und zahlreichen Vertretern von Verbänden aus der Bildungslandschaft mit der Frage „Transformation des Bildungssystems“ befasst, so Renate Heinisch aus Boxberg und Vorsitzende Fachausschusses.

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Laut Dr. Thümler (Innovationsforscher und Bildungsunternehmer aus Heidelberg) ist ein umfassender Wandel in der Tiefe und Breite des Systems erforderlich. Durch die Krise ist für die Schule wie für andere gesellschaftliche Felder ein Zeitfenster für Möglichkeiten („window of opportunity“) entstanden, das mitdem Potential der Digitalisierung ambitionierte Ziele setzenlässt. Mit den sogenannten „Missionen“ steht nämlich eine neue Generation innovationspolitischer Instrumente zur Verfügung. Missionen adressieren große Herausforderungen und geben eine klare Orientierung für deren Bewältigung vor.

Als Lehre aus der Energiepolitik und -wende muss für das Bildungswesen eine ambitionierte Vision und ein klares Ziel gefunden werden. Es braucht vielfältige Akteure aus Bildungspolitik, Bildungsunternehmen, Bildungsforschung und Zivilgesellschaft, die über die Generationen hinweg daran mitwirken und miteinander kooperieren.

Transformation ist ein Prozess der tiefgreifenden Veränderung – er hat Partizipation zur Bedingung. So fordert Dr. Thümler zum Beispiel für die Umsetzung der Mission „Lesen, Schreiben und Rechnen für alle Kinder“ den Aufbau von Tutoring-Systemen begleitend zum Regelunterricht, da fast jedes fünf Kind in der neunten Klasse die Mindeststandards in Lesen, Schreiben und Rechnen verfehlt.

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Professor Röbe fordert gerade im Hinblick auf eine zukunftsgerichtete Bildung, ein „deeper learning“, das die Persönlichkeit bildet und fachliche und persönliche Kompetenz miteinander verbindet, von Geburt an beginnt und für ein langes Leben gilt. Den Ball, was konkret jetzt getan wird, griff Dr. Riecke-Baulecke, Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung, auf. Er gab einen wertvollen Einblick in Befunde, in das Landesprojekt „Lernen mit Rückendwind“ und in das Förderkonzept „Starke Basis“.

Große Sorgen bereitet, dass in Vergleichstests viele Schüler den Mindeststandard in Mathe und Deutsch nicht erreichen. Weitläufig bekannt ist auch, dass die Schulaktivität durch Corona eingeschränkt wurde.

Umso begrüßenswerter ist, dass das Land durch die „Starke Basis“ die Schul- und Unterrichtsqualität voranbringt und ein Programm für Mathematik und Deutsch von Klassenstufe eins bis acht aufgelegt hat. Der bewährte Dreiklang aus wissenschaftlichen Grundlagen, Diagnostik und Fördermöglichkeiten wird dabei eingehalten. Auch die Angebote des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung im Bereich von Lernen mit Rückenwind treffen auf offene Ohren. Fachbezogene und fachübergreifende Hilfestellungen, Beratung und Synopsen mit Schwerpunktthemen werden mit Nachdruck auf den Weg gebracht. „Wir brauchen ein neue Gemeinschaft“, so Renate Heinisch. bfau

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