Europa - Renate Heinisch engagiert sich für die Belange älterer Menschen Autonomie und Teilhabe ermöglichen

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Main-Tauber-Kreis. „Wir werden alle irgendwann zu den älteren Bürgern gehören“, sagte die in Boxberg beheimatete frühere Europaabgeordnete Renate Heinisch bereits 2012 zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“. Schon vor neun Jahren wurde die Überalterung in den Industrieländern oft als Belastung für die Wirtschaft dargestellt. Doch viele Ältere bringen sich in die Gesellschaft ein oder sind ehrenamtlich engagiert. Die Anerkennung ihrer Aktivitäten würde zu einem realistischeren, gerechteren und positiveren Bild führen, ist sich die frühere Europaabgeordnete heinisch sicher.

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Die Gesellschaft versäume es, das Potenzial älterer Menschen voll auszuschöpfen. Aktives Altern umfasse aber nicht nur den Bereich Beschäftigung. „Es geht darum, so lange wie möglich ein produktives, gesundes, erfüllendes und würdiges Leben zu führen”, macht Heinisch deutlich.

So begrüßt die engagierte Boxbergerin die Ratsschlussfolgerungen zum Thema „Menschenrechte, Teilhabe und Wohlergehen älterer Menschen im Zeitalter der Digitalisierung“. Die Ratsschlussfolgerungen empfehlen der EU-Kommission in einem Grünbuch ein spezifisches Kapitel zu den Rechten älterer Menschen, auch älteren Menschen mit Behinderungen, aufzunehmen. Das Augenmerk solle, so die Empfehlung, darauf liegen, älteren Menschen so weit wie möglich Autonomie und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Das Grünbuch der Kommission soll eine breite öffentliche Debatte zu diesem Thema anstoßen, an dessen Ende verbindliche legislative Vorgaben stehen können. Neben der Gestaltung des Alterns und dem Umgang mit älteren Menschen werden darin aber auch Themen wie lebenslanges Lernen und ein gesunder Lebensstil für ein gesundes Altern angesprochen.

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Die Corona-Krise führe vor Augen, wie wichtig Solidarität zwischen den Generationen ist, so Heinisch. Das Ziel müsse es sein, den demografischen Wandel so zu bewältigen, dass er für alle Generationen gerecht und nachhaltig ist. Das Recht älterer Menschen auf ein würdiges und unabhängiges Leben sowie auf Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben müsse gewahrt sein.