Geflügelpest - Restriktionszonen wurden aufgehoben

Aufstallungspflicht gilt noch

Von 
lra
Lesedauer: 

Main-Tauber-Kreis. Der Sperrbezirk der Geflügelpest mit Radius von drei Kilometern und das Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern wurden mit Wirkung vom Mittwoch aufgehoben. Vom Sperrbezirk und dem Beobachtungsgebiet war auch der südliche Main-Tauber-Kreis berührt. Ausgelöst wurden die Maßnahmen durch einen Ausbruch der hochinfektiösen Variante H5N8 des Geflügelpestvirus im bayrischen Tauberrettersheim. Die für die Aufhebung notwendigen Untersuchungen zur Herkunft und Verbreitung des Virus wurden zuvor in den vorgeschriebenen Fristen abgeschlossen.

AdUnit urban-intext1

„Im Landkreis Würzburg gibt es allerdings noch weitere Ausbruchsherde, so dass die Aufstallungspflicht dort voraussichtlich noch bis kommende Woche beibehalten werden muss. Daran anlehnend können wir auch im Main-Tauber-Kreis die kreisweite Stallpflicht für Geflügel noch nicht aufheben“, so Veterinäramtsleiterin Dr. Carmen Schöneck.

Der in der Geflügelpest-Verordnung festgelegte Zeitraum von 21 beziehungsweise 30 Tagen, für den ein Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet mindestens aufrechterhalten werden muss, ist verstrichen, ein neuer Nachweis des Virus nicht erfolgt. Der Verdacht auf Geflügelpest bei gehaltenen Vögeln hat sich als unbegründet erwiesen. Dies bedeutet, dass gehaltene Vögel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte wieder in einen Bestand beziehungsweise aus einem Bestand mit gehaltenen Vögeln gebracht werden dürfen.

Das Friedrich-Löffler-Institut meldet, dass das Geflügelpest-Geschehen seit Ende Februar einen zweiten Höhepunkt an Ausbrüchen bei Geflügel und Fällen bei Wildvögeln erreicht hat. Nun hat die Dimension der aktuellen Epidemie in Deutschland die der Jahre 2016 und 2017 überschritten. Wegen der Witterungsschwankungen und des Frühjahrszugs von Wasservögeln ist noch mit einer erhöhten Dynamik von Vogelbewegungen, besonders bei Wasservögeln, zu rechnen. Kühle Temperaturen im Norden Deutschlands begünstigen die Virusübertragung und -ausbreitung. Tote, infizierte Wildvögel werden von Aasfressern aufgenommen, die zu einer Virusverbreitung innerhalb ihres Bewegungsradius’ und zu Umweltkontaminationen beitragen. Deshalb sollen verendete Wildvögel beim Veterinäramt gemeldet werden.

AdUnit urban-intext2

„Derzeit ist zu allem Übel auch von einem hohen Eintragsrisiko durch Verschleppung des Virus zwischen Geflügelhaltungen auszugehen. Äußerste Vorsicht ist bei Handel mit Lebendgeflügel angezeigt. Aus diesem Grund müssen alle Geflügelhalter im gesamten Landkreis nach wie vor die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen für ihren Betrieb einhalten“, betont Carmen Schöneck.

Das Veterinäramt des Landratsamts steht Geflügelhaltern bei spezifischen Fragen, auch in Sachen Biosicherheit, per E-Mail an veterinaeramt@main-tauber-kreis.de oder unter Telefon 07931/4827-6253 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/gefluegelpest. lra

AdUnit urban-intext3