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Gesundheit - Gesundheitsministerium antwortete auf Abgeordnetenbrief von Professor Dr. Wolfgang Reinhart bezüglich der ärztlichen Versorgung im Landkreis

Auf einen Hausarzt entfallen im Schnitt 1523 Einwohner

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Der hausärztliche Versorgungsgrad liegt im Main-Tauber-Kreis auch weiterhin über dem Landesschnitt -. Dies ergab die Antwort des Gesundheitsministeriums auf einen Abgeordnetenbrief von Professor Dr. Wolfgang Reinhart. © Pressebüro Wolfgang Reinhart

Stuttgart/Main-Tauber-Kreis. Auf einen Hausarzt entfallen im Main-Tauber-Kreis im Schnitt 1523 Einwohner. Dies ergab die Antwort des Gesundheitsministeriums auf einen Abgeordnetenbrief des Wahlkreisabgeordneten Professor Dr. Wolfgang Reinhart.

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„Die Zahlen belegen, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner im Main-Tauber-Kreis um die ärztliche Versorgung keine Sorgen machen müssen. Sie zeigen aber auch, dass die Landarztquote genau zur richtigen Zeit kommt“, sagt der CDU-Politiker Wolfgang Reinhart mit Blick auf die Daten und Fakten im aktuellen Versorgungsbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW).

Hoher Anteil der über 60-Jährigen

Die Versorgungssituation bei den Hausärzten ist damit im Landkreis zwar besser als im Landesschnitt, der bei 1573 Einwohnern je Hausarzt liegt. Der Anteil der über 60-jährigen Hausärztinnen und Hausärzte liegt im Kreis allerdings bei 41 Prozent und damit etwas über dem landesweiten Mittelwert (37 Prozent).

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„Die Landarztquote war mir Herzensanliegen. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir uns noch in der letzten Legislaturperiode – auch gegen anfangs durchaus erhebliches Contra des Koalitionspartners – auf deren Einführung verständigen konnten. Denn sie ist die effektivste und verbindlichste Möglichkeit, die ärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen zu sichern“, so Reinhart weiter.

Weniger Zahnärzte

„Nach den mir vorliegenden Zahlen liegt der Versorgungsgrad bei der zahnärztlichen Behandlung bei knapp über 95 Prozent. Der aktuelle Bericht der Kassenzahnärztlichen Vereinigung verzeichnet hier ein Minus von etwas über sechs Prozent. Dies hängt damit zusammen, dass die Anzahl der Vertragszahnärzte im Kreis im Vergleich zum Vorjahr 2020 von 93 auf 88 zurückgegangen ist“, erläutert Landtagsvizepräsident Wolfgang Reinhart.

Nachdem es bereits auch in anderen Regionen des Landes zu teils noch sehr viel deutlicheren Rückgängen gekommen war, hatte die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW) deshalb im Mai 2021 in einer repräsentativen Umfrage über 500 Zahnärztinnen und Zahnärzte über eine (etwaige) Arbeit im Ländlichen Raum befragt. Erfreulich daran war, dass mehr als ein Viertel der Befragten in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen, die über eine künftige Niederlassung nachdenken, grundsätzlich die Bereitschaft zeigen, im Ländlichen Raum ansässig zu werden.

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Dabei war über alle Altersgruppen hinweg die Bereitschaft zum Ortswechsel von der Stadt aufs Land bei den befragten Frauen signifikant höher als bei ihren männlichen Kollegen (knapp 19 Prozent gegenüber zwölf Prozent). Fast zwei Drittel der Befragten sahen beim öffentlichen Nahverkehr das größte Manko des Ländlichen Raums, während die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf dem Land nur von weniger als einem Fünftel als schwierig bemängelt wurde.

Anlass für Optimismus sieht Reinhart beim Anstieg der Studierendenzahlen: Waren etwa im Sommersemester 2018 noch 92 angehende Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner im Erstsemester an baden-württembergischen Fakultäten immatrikuliert worden, konnte diese Zahl bereits im Wintersemester 2020/2021 auf 219 mehr als verdoppelt werden, mit einem Frauenanteil von knapp drei Viertel. „Es wird also auch hier darauf ankommen, die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit des Ländlichen Raums zu sichern, damit dieser für die junge Generation attraktiv bleibt. Dazu gehört neben einem guten Kinderbetreuungsschlüssel sowie einem Angebot an Kultur- und Einkaufsmöglichkeiten beispielsweise auch ein Stundentakt bei der Bahn, wie die Umfrage deutlich zeigt“, resümiert Landtagsvizepräsident Wolfgang Reinhart abschließend.

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