Stadt Röttingen - „Leider keine andere Wahl“ / Verschobene Sitzungen und keine Feste Absage der Frankenfestspiele

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stv/brun
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Der Röttinger Burghof wird in diesem Jahr leer bleiben, denn die Frankenfestspiele wurden abgesagt. © Markhard Brunecker

Röttingen. „Die derzeitige Lage aufgrund der Corona-Pandemie, die Verfügungen des Freistaates Bayern und der Ausblick auf die kommende Zeit lassen eine Durchführung der Frankenfestspiele in diesem Sommer leider faktisch nicht zu“, hieß es am Wochenende in einer Pressemitteilung aus dem Röttinger Rathaus. Weiter wurde mitgeteilt: „Sehr schweren Herzens müssen wir dieses Jahr die gesamten Festspiele absagen. Es ist für uns alle ein großer Verlust, für alle Beteiligten, für die Stadt Röttingen und für das Publikum.“

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Die Entscheidung sei notwendig gewesen, um finanziellen Schaden für die Stadt Röttingen abzuwenden. „Wir sind bereits in Gesprächen, das diesjährige Programm in den nächsten Sommer zu verschieben, so dass wir für bereits bezahlte Karten ein gutes Angebot machen können“, teilen die Verantwortlichen weiter mit. Als erstes treffe es das Programm des „Jungen Theaters“, das schon am 7. Mai gestartet wäre.

Als ganz wichtig wird betont: „Ab 11. Mai ist das Kartentelefon der Frankenfestspiele unter Telefon 09338 / 972855 wieder mit mehreren Mitarbeitern besetzt. Ab diesem Tag können die Frankenfestspiele den Karteninhabern die verschiedenen Angebote machen, die Sie für ihre bereits bezahlten Karten nutzen können. Wir bitten um Verständnis, dass wir erst ab 11. Mai telefonisch erreichbar sind. Inhaber von Karten für unsere Termine am 7., 8. und 9. Mai kontaktieren wir kommende Woche.“

Hinter den Kulissen fanden vor der endgültigen Entscheidung Gespräche der Verantwortlichen, unter anderem eine Telefonkonferenz zwischen Bürgermeister Martin Umscheid, seinem Stellvertreter Josef Gessner, Intendant Lars Wernecke und dem ab 1. Mai neuen Bürgermeister Hermann „Fernando“ Gabel statt.

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Am 4. Mai sollten eigentlich die Proben für die Musical-Komödie „Sugar – Manche mögen’s heiß“ beginnen. In den Verträgen mit den Schauspielern ist geregelt, dass bei einer Absage wegen Seuchen und Naturkatastrophen vor Probenbeginn kein Entschädigungsanspruch besteht. Bürgermeister Umscheid wollte eigentlich die Entscheidung dem neuen Stadtrat überlassen. Durch die Kommunalwahl in Bayern und die Corona-Krise war dies aktuell aber etwas schwierig. Für diesen Montag war vor geraumer Zeit zwar eine Stadtratssitzung angesagt, doch diese findet nun überraschenderweise nicht statt, dafür aber zwei Tage später, am Mittwoch, 22. April, um 18.30 Uhr in der Burghalle eine Sitzung der Gemeinschaftsversammlung mit dem in Röttingen sehr umstrittenen Tagesordnungspunkt „Vorstellung und Beschlussfassungen zur Entwurfsplanung Neubau des Grundschulgebäudes der Grundschule Röttingen“.

Der neue Stadtrat tagt erstmals am Donnerstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr. Hermann Gabel holte sich nach FN-Informationen bei den neuen Stadtratsmitgliedern ein Stimmungsbild ein, welches überwiegend eine Absage der Festspiele wiederspiegelte. Da der neue Rathauschef noch nicht im Amt ist, konnte er aber, wie er unserem Reporter in einem Telefonat mitteilte, nicht entscheiden und verwies auf eine Pressemitteilung der Stadt Röttingen, die schließlich am Wochenende die Redaktion erreichte.

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Gabel spricht sich dafür aus, das diesjährige Programm mit der Operette „Orpheus in der Unterwelt“ und der Komödie „Ziemlich beste Freunde“ auf 2021 zu übertragen, um bereits angefallene Kosten für Bühnenbild oder Ausstattung nicht zu verspielen.

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Auch das Röttinger Weinfest zu Pfingsten und das 99. Gauvolksfest Ende August werden von einer Absage wohl nicht verschont bleiben, war weiter zu erfahren. stv/brun