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Dokumente - Wer regelmäßig Daten speichert und dafür ein externes Medium verwendet, kann selbst bei Diebstahl auf alle Dokumente zugreifen

Mit Backup gegen Datenverlust gesichert

Von 
Claudius Lüder
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Berlin. Die Urlaubsfotos, wichtige Bürounterlagen oder Smartphone-Backups: Auf dem Notebook und Desktop-PC sammeln sich zentral allerhand wichtige Daten an. Das ist der erste wichtige Grund dafür, zumindest die wichtigsten Daten regelmäßig auf ein externes Speichermedium zu kopieren und damit zu sichern.

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„Daten sind schneller weg, als man glaubt. Zum einen kann die Festplatte beschädigt werden, weitaus größer aber ist die Gefahr durch Schadsoftware“, sagt Lutz Labs vom „c’t“-Fachmagazin. Hinzu kommt insbesondere bei Notebooks die Gefahr von Verlust oder Diebstahl.

Das Mittel der Wahl: Eine externe, an- und abstöpselbare ...





Das Mittel der Wahl: Eine externe, an- und abstöpselbare Festplatte (HDD) ist das ideale Gerät zur Datensicherung. Sollte der Laptop oder PC gestohlen werden, kann man so noch auf die Daten zugreifen. Bild: Henrik Josef Boerger/dpa

Wem seine Daten lieb und teuer sind – und das sollten sie jedem und jeder sein -, hat nur eine Chance: Schutz durch Sichern. „Es gibt diverse Möglichkeiten, seine Daten zu sichern, das mit Abstand Wichtigste ist aber erst einmal, dass man es überhaupt macht“, meint Thomas Bayer vom IT-Dienstleister Adesso. Möglichkeiten hierzu gebe es viele.

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Bayer rät dazu, in jedem Fall immer eine Grundregel zu beachten: „Das Speichermedium sollte nach dem Backup immer physisch getrennt sein vom Rechner, denn ansonsten stehen dort Tür und Tor für Schadsoftware offen.“ Die einfachste Art der Datensicherung ist das Speichern auf einer externen Festplatte.

„Das ist mit überschaubaren Kosten verbunden, geht schnell und so eine Festplatte lässt sich auch gut an einem sicheren Ort verwahren“, sagt Sven Schulz von der „Computer Bild“. Eine 2,5-Zoll-Festplatte mit beispielsweise 5 Terabyte Datenvolumen koste um die 100 Euro und könne bequem über einen USB-Anschluss angedockt werden. Hier sei nicht einmal ein extra Stromanschluss erforderlich.

Unterschieden werden muss aber bei der Art der Festplatte: Die klassische Festplatte mit magnetischen Speicherscheiben (HDD) sei derzeit die beste Variante, sagt Lutz Labs. Es handele sich um erprobte Technik und die Magnetspeicher hielten die Daten sehr lange.

„Eine Festplatte mit Speicherchips (SSD) ist zwar schneller und auch robuster, aber es gibt bislang noch deutlicher weniger Erfahrungen zur Haltbarkeit der Daten“, erklärt Labs. Allerdings sollte ein klassischer Festplatte nie in der Nähe starker Magnete aufbewahrt werden.

Die andere Möglichkeit ist die Datensicherung im Netz auf Internetservern (Cloud). „Wer nicht so viele Daten sichern will, für den ist auch die Cloud eine Option. Allerdings dauert die Sicherung über die Internetverbindung in der Regel länger und es bleibt immer auch ein Restrisiko, ob nicht doch Daten verloren gehen“, meint Sven Schulz.

USB-Sticks sind keine Option

Wer sich für eine Cloud entscheidet, sollte auch genau hinschauen und sich darüber informieren, an welchem Server-Standort und wie der jeweilige Anbieter die Daten sichert. Im Zweifel sollten Nutzerinnen und Nutzer ihre Daten vor dem Hochladen in die Cloud selbst verschlüsseln.

Keine Option für die Datensicherung ist Lutz Labs zufolge die Sicherung auf USB-Sticks. „Ein USB-Stick ist gut, um eine Datei vorübergehend zu sichern, nicht aber ein komplettes Backup“, erklärt der Experte. „Der Speicher in USB-Sticks ist oft minderwertig, daher wären die Daten hier nicht wirklich dauerhaft gut gesichert.“

Backup, Image oder Recovery

Unterschiede gibt es zudem bei Art und Umfang einer Datensicherung. „Die einfachste und schnellste Variante ist das einfache Herüberkopieren von ganzen Ordnern. Das ist der Weg, wenn das Sichern ohne ein spezielles Programm durchgeführt wird“, erklärt Thomas Bayer. Wer ein vorinstalliertes Programm nutzt oder sich eine entsprechende Software zulegt, hat dagegen mehrere Sicherungsmöglichkeiten.

„Bei einem Backup werden sämtliche Daten des Rechners gesichert, also Bilder, Textdokumente und so weiter. Bei einem Image werden auch die Programme gesichert. Und der Nutzer hat die Möglichkeit, von dem entsprechenden Datenträger aus den Rechner wiederherzustellen. Das wird gerne auch als Recovery-Lösung bezeichnet“, erklärt Labs.

Eine weitere Möglichkeit sei die Archivierung, bei der Daten für eine langfristige Aufbewahrung an einen anderen Standort verschoben werden. Hier handelt es sich dann auch um abgeschlossene Daten beziehungsweise Dateien, die nicht mehr verändert werden sollen.

Die Lösung, die Windows-Betriebssysteme von Haus aus mitbringen, sieht Schulz als gute Einstiegsmöglichkeit mit Schwächen. „Der große Nachteil der Windows-Datensicherung ist, dass das Tool relativ umständlich eingerichtet werden muss.“ Die Datensicherung von macOS sei unkomplizierter. Für Windows gebe es aber zahlreiche kostenlose Backup-Programme, die mehr Funktionen und Komfort bieten als Microsofts Lösung, etwa das Open-Source-Tool Duplicati.

Die Frage nach der Häufigkeit einer Datensicherung kann nicht pauschal beantwortet werden. Wer seinen Rechner häufig nutzt, sollte aber wöchentlich die Daten sichern, eher sogar öfter. Und auch die Frage, ob eine Sicherung reicht, ist relevant. Lutz Labs empfiehlt grundsätzlich drei Kopien und zwar nach der Backup-Regel 3-2-1: 3 Kopien auf zwei Datenträgern, davon einer außer Haus, etwa in einem Bankschließfach oder auch am Arbeitsplatz oder bei Verwandten. Während die erste Kopie auf dem Rechner sein kann, werden die Kopien zwei und drei auf externen USB-Laufwerken erstellt.

Wer sich unsicher ist, wie oft er seine Daten und Dokumente sichern soll, vergesslich ist, oder wer einfach den bequemen, inneren Schweinehund austricksen möchte, dem empfiehlt Bayer, eine Automatik zur Sicherung einzustellen, die viele Programme bieten: „Häufiger sichern kann man dann immer noch, aber eine voreingestellte Routine vergisst die Sicherung in jedem Fall nicht und erinnert den Nutzer auch, wenn der Rechner zum voreingestellten Zeitpunkt nicht eingeschaltet war.“ dpa

Datensicherungen

Eine weitere Möglichkeit der Datensicherung ist ein Netzlaufwerk (NAS), das etwa am Router angeschlossen werden kann.

Allerdings rät Sven Schulz von der „Computer Bild“ Normal- und Gelegenheitsnutzern von dieser Lösung ab.

„So ein Netzlaufwerk muss etwas aufwendiger eingerichtet werden und dürfte in der Anschaffung mit rund 300 bis 400 Euro auch eine ganze Ecke teurer sein als eine normale externe Festplatte.“

Zudem bestehe bei Netzlaufwerk-Systemen die Gefahr, dass sich Schadsoftware über das Netzwerk auf andere Geräte ausbreiten kann.

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