Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der externen Autorin Marie Kraus.

Kunst: Künftig sind Galerie- und Museumsbesuche sogar online möglich

Kunst und der Zugang zu ihr hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Pop-up-Ausstellungen werden immer beliebter und auch digitale Ausstellungen begeistern Kunstinteressenten zunehmend. Auch der weltberühmte Louvre in Frankreich macht mit und präsentiert seine Kunstschätze online.

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Zu den neuen Kunsttrends gehören auch NFTs. Einige Blockchain-Werke haben sogar Millionen-Erlöse erzielt. © pixabay.com @ geralt (CC0 Creative Commons)

Kunst wird immer häufiger digital erlebbar

Nicht immer haben Kunstliebhabende oder Sammelnde die Möglichkeit, interessante Exponate am Ausstellungsort zu sehen. Weite Anreise, begrenzter Ausstellungszeitraum – nur einige Gründe, warum Werke vor einigen Augen unentdeckt bleiben. Doch das muss nicht mehr sein, denn die Kunstszene geht neue Wege. Neben den klassischen lokalen Ausstellungen kommen auch immer häufiger Online-Angebote der Galerien und Museen hinzu.

Auch viele (regionale) Museen in Deutschland machen mit. Neben dem kurpfälzischen Museum Heidelberg stellen auch das deutsche Museum, das Meeresmuseum, die Museumsinsel ihre Werke online zur Verfügung. Auch international haben sich Online-Museumsangebote etabliert. So sind digitale Ausstellungen nicht nur im weltbekannten Louvre, sondern ebenfalls im Metropolitan Museum of Art, im Guggenheim oder im Picasso Museum zu finden.

Mehr Transparenz und Mitspracherecht für Schaffende: Kunstplattform geht neue Wege

Neben der leichteren Zugänglichkeit für Sammelnde und Kunstinteressierte hat der digitale Wandel in der Kunstszene noch einen weiteren Grund. Kritisierende bemängeln schon seit Längerem die fehlende Transparenz und Fairness, vor allem den Kunstschaffenden gegenüber. Anbieter wie SINGULART wollen das ändern und kreativ Tätigen eine direkte Präsentations- und Vermarktungsmöglichkeit bieten. Erhältlich sind beispielsweise Skulpturen, Fotografie, Zeichnungen, Papierarbeiten oder Werke aus anderen Medien sowie Designmöbel von zahlreichen nationalen und internationalen Kunstschaffenden. Einige präsentieren sich exklusiv auf der Plattform, sodass Sammelnde nur hier in den Genuss der einzigartigen Werke kommen können.

Darüber hinaus sind Plattformen dieser Art auch eine Chance für junge (noch unbekannte) Schaffende. In der Galerie erhalten junge Talente häufig nur schwer Zugang und haben auf diese Weise kaum Möglichkeiten, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch die Ausstellung bei SINGULART sind sie faktisch selbst ihre Galerie und können sogar direkt über die Plattform verkaufen.

Die Förderung Kunstschaffender steht bei SINGULART im Fokus. Deshalb wurde mit den SINGULART Awards 2022 erstmals eine Initiative ins Leben gerufen, um aufstrebende Kunstschaffende und außergewöhnliche Werke zu präsentieren sowie durch eine eigene Kategorie bekannter zu machen.

Immer mehr Stars machen Kunst: Wenn Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Co. zum Pinsel greifen

Bemerkenswert ist ein Trend, der sich bis heute fortsetzt: Prominente widmen sich der Kunsterschaffung. Zu den bekanntesten Beispielen gehört Musiker Udo Lindenberg. Seine Kunstwerke sind Unikate und unter Liebhabenden äußerst begehrt. Ausgewählte Werke gibt es beispielsweise ab 1.000 Euro. Auch Otto Waalkes ist längst unter die Künstler gegangen. Seine Ottifanten verewigt das Multitalent seit Jahren in zahlreichen Bildern, die sogar Preise im fünfstelligen Bereich erzielen. Internationale Stars wie Pete Doherty kreieren ebenfalls immer häufiger eigene Werke und verarbeiten ihre facettenreichen Emotionen in Collagen, Bildern oder Zeichnungen. Der britische Sänger stellt seine hochemotionalen Werke (Skulpturen, Wandgemälde und Collagen) sogar kurzzeitig in Deutschland aus. Auch diese Galerie präsentiert einen Vorgeschmack der Star-Werke bereits online.

Die aufregende Kombination neuer Materialien und Technologien begeistert Kunstmarkt

Nicht nur der Zugang zur Kunst änderte sich in den letzten Jahren, sondern auch die Gestaltungsmöglichkeiten, genutzte Materialien und Technologien. So werden sogar haushaltsübliche Gegenstände wie Putzschwamm und Fußmatte in Objekte integriert. Eine junge Künstlerin aus Deutschland, Verena Issel, nimmt sie in ihre großformatigen Kreationen auf und ließ sich dabei vor allem durch die Eindrücke ihrer zahlreichen Reisen inspirieren.

Neue Wege gehen auch die Ausstellenden und Kunstschaffenden selbst. So werden multimediale Spektakel immer beliebter. Kunst zum Anfassen, mit neuester Lasertechnik in den Raum projiziert und als 360°-Ansicht erlebbar – mit Bildern von Van Gogh ist das beispielsweise in Mülheim an der Ruhr möglich.

Doch auch die digitale Kunst gewinnt immer mehr Fans. Geht es nach den Kunstschaffenden in Deutschland, so sollen HD-Animationen aus Bits und Bytes sogar zum Weltkulturerbe erklärt werden. NFTs sind DER Trend der digitalen Kunstszene schlechthin. Die Kreationen der Non-Fungible Token folgen einem völlig anderen Ansatz und sind beispielsweise im Vergleich zu Skulpturen und Gemälden nicht greifbar, sondern bestehen nur aus einer Blockchain-Technologie. Dennoch macht genau das die Faszination für viele Kunstliebhabende aus. So wurde das Werk „The first 5000 Days“ von Mike Winkelmann für 69,3 Millionen USD veräußert. Das Gemälde „CryptoPunk #7523“ erzielte 11,8 Millionen USD. Weitere Werke aus der „Cryptopunk-Serie“ wurden ebenfalls für mehrere Millionen USD veräußert.

Jeder kann sich als Künstler ausprobieren: Soziale Medien beleben den Kunstmarkt

Facebook, Instagram, TikTok, Pinterest – Millionen Nutzer weltweit sind hier nahezu täglich unterwegs und schauen sich Fotos, Videos und Collagen anderer an. Nie war es leichter, Trends zu setzen und beispielsweise Kunst über Challenges zu erschaffen. Niemals war es einfacher, selbst zum Pinsel, zum Stift oder Kleber zu greifen, um seine Ideen auszuleben und diese mit der Außenwelt zu teilen. Findet die geteilte Kunst Anklang, geht sie dank Klicks, Likes und Teilen häufig Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Stunden viral und erregt auch ohne Galerie, Kunsterfahrung oder professionelles Marketing Aufmerksamkeit.

So schaffte es ein Künstler aus Deutschland vor einigen Jahren mit seinen bekannten Sandbildern bis nach New York. Mit seinem Video wurde er zum Überraschungshit und das mit seinen einzigartigen Kunstwerken: Er klebt Tausende Sandkörnchen auf eine Platte und lässt sie wie durch Geisterhand aus der riesigen Sanddecke auftauchen. Mit seinen großformatigen Porträts schaffte er es sogar im Herbst 2017 bis in eine Galerie in New York.

Auch das sogenannte „Pouring“ ist in den sozialen Netzwerken ein Trend, auch für alle, die gar nicht malen möchten oder können. Die Farbe wird nicht mit dem Pinsel, sondern direkt aus dem Topf heraus auf die Leinwand gekippt und alles nach Wunsch durch Schwenken oder Drehen des Untergrundes miteinander rein zufällig vermischt. Wer möchte, streut Glitzer drüber oder gibt mit Gold- und Silber-Nuancen zusätzliche Highlights in sein Werk.