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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der externen Autorin Celina Maurer.

Cannabis – potenzieller Milliardenmarkt mit hoher Volatilität

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© Pexels, Kindel Media

Cannabis ist momentan in aller Munde, denn es liegt das Wort Legalisierung in der Luft. Und damit ein potenzieller Milliardenmarkt. Was hält der Markt für Unternehmen bereit? Und wir können Investoren davon profitieren?

 

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Weltweite Legalisierungsansätze machen Cannabis-Unternehmen Hoffnung

In den Niederlanden wird seit 1976 der private Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis toleriert, obwohl Anbau und Großhandel illegal waren. Bis zu 500 Gramm durften die berühmten Coffee-Shops lagern und maximal 5 Gramm an volljährige Kunden verkaufen. Das Problem: Woher die Rohstoffe kommen durften, wurde nicht geregelt. Mangelnde legale Lizenzen haben dem Schwarzmarkt deshalb Tür und Tor geöffnet. Die Niederlande gelten als Beispiel für die Legalisierung heute als Negativbeispiel.

Nordamerika und Kanada haben es da schon viel besser gemacht. Der Markt ist regulierter und unter anderem auch deshalb für Investoren sehr interessant. In Colorado und 17 weiteren US-Bundesstaaten ist der Konsum von Cannabis als Genussmittel legal, insgesamt erlauben 37 Bundesstaaten den Gebrauch von Cannabis zu medizinischen Zwecken. In Kanada darf Cannabis seit 2018 ganz offiziell als Genussmittel genutzt und gehandelt werden. Deutschland, wo Cannabis die am häufigsten verwendete illegale Droge ist, erlaubte die medizinische Verwendung im Jahre 2017 und den Verkauf entsprechender Präparate über die Apotheken.

 

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Trotz aller Bemühungen um eine Legalisierung von Cannabis bleibt der Markt ein volatiler. Zwar hat die UNO Cannabis, den in der Drogenkonvention von 1961 aufgelisteten Stoff nach einer Empfehlung der WHO aus der Klasse 4 gestrichen, wodurch Cannabis nicht mehr einfach als Droge gilt. Auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Jahr 2020 geurteilt, dass der Cannabis-Bestandteil, das nicht berauschende CBD nicht mehr als Betäubungsmittel einzustufen ist, sondern als Genussmittel gilt. Die Entscheidung, ob es als „neuartiges Lebensmittel“ eingestuft wird, steht noch aus. Auch hier gibt es also noch Klärungsbedarf von Seiten der Politik.

 

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Im Cannabis-Geschäft brauchen Investoren gute Nerven

Diese durchaus wegweisenden Entscheidungen dürfen also nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele rechtliche Fragen noch ungeklärt sind und dass erst nach ihrer Beantwortung Cannabis-Unternehmen in einem vollständig legalen Rahmen in diesen Bereichen aktiv sein können. Dass es immer noch Hindernisse gibt, zeigt die Entwicklung von börsennotierten Cannabis-Unternehmen und Cannabis-ETFs. Sie alle haben im letzten Jahr einen Großteil ihres Wertes eingebüßt und werden wohl einige Zeit sowie die die Unterstützung der Gesetzgebung benötigen, um sich zu erholen.

 

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Egal, ob man die Entwicklung der US-amerikanischen Unternehmen Canopy Growth oder Cureleaf bzw. des kanadischen Unternehmens Tilray (das 2021 mit seinem Konkurrenten Aphria fusionierte) betrachtet, die Kursverluste liegen zwischen 56 und 80 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch Trulieve, der Anbieter für Cannabisprodukte in mehreren US-Bundesstaaten, verlor nahezu die Hälfte seines Börsenwertes.

 

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Bei ETFs wie dem Rize Medical Cannabis and Life Sience ETF (er verlor auf Jahressicht 40 Prozent an Wert) und Cannabis-Fonds, z. B. dem Cansoul Fonds – Hanf Aktien Global (Minus 55 Prozent) bzw. dem GF Global Cannabis Opportunity Fonds (Verlust bei etwa 40 Prozent) zeigt sich ein ähnliches Bild.

 

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Investoren, die in Cannabis-Unternehmen oder ETFs bzw. Fonds investieren möchten, benötigen also, mit Blick auf viele ungelöste Rechtsfragen, ein gehöriges Maß an Ausdauer. Aber Risikobereitschaft und langer Atem dürften sich letztlich auszahlen. Das Potential des Marktes ist schließlich riesig.

 

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Performance deutscher Cannabis-Unternehmen an der Börse

In Deutschland gibt es neben der seit Mai 2021 an der Börse in Düsseldorf gelisteten Cannovum AG bisher ein Unternehmen im Bereich Cannabis, das an der Börse handelbar ist. Seit 2019 wird SynBiotic SE an der Börse Frankfurt und im Xetra-Index gelistet. Was die Volatilität betrifft, ist diese selbstredend auch bei SynBiotic SE vorhanden, denn nach einem Einstiegskurs von 20 Euro, einem zwischenzeitlichen Wert von 27 Euro im Februar 2021 und einem Spitzenwert von 41,80 Euro im November 2021 liegt der Wert eines Anteilsscheins momentan bei 18,20 Euro (März 2022). Auf Jahressicht ging zwar ein Fünftel des Wertes verloren, dennoch hat sich die Performance im Vergleich zu den US-amerikanischen und kanadischen Marktführern besser entwickelt.

 

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Bei SynBiotic SE ist es vor allem das Geschäftsmodell als Plattform-Unternehmen mit „Buy-Build“-Investmentstrategie, das sehr viel Potenzial hat. Ursprünglich war das Unternehmen eine leere Hülle, die erst nach und nach durch Beteiligungen und Zukäufe mit Leben gefüllt wurde. Inzwischen besteht SynBiotic aus einer ganzen Reihe von Unternehmen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Cannabis agieren. Dazu gehören Unternehmen wie die Solidmind GmbH, die GECA Pharma GmbH, die Lean Labs Pharma GmbH sowie NeuroTheryX. Der CEO des Unternehmens, Lars Müller, ist ein Mann mit einer Vision jenseits des klassischen Cannabis-Marktes und diese hat ihm in der Branche bereits den Spitznamen „Mr. Beyond Cannabis“ eingebracht.

 

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Den Cannabis-Markt nur im Blick auf den namensgebenden Stoff hin zu denken, würde nämlich zu kurz greifen und seinem Potenzial nicht gerecht werden. Zum Cannabis-Markt gehört der medizinische Bereich, also Cannabis für Arzneimittel ebenso, wie CBD-haltige Produkte, etwa in der Kosmetik, im Wellnessbereich oder in Nahrungsergänzungsmitteln. Ein heute schon profitables Geschäftsfeld, das auch ohne Legalisierung floriert.

 

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Gesundheitsprobleme lindern

Wer schon unter Schmerzen, Schlafstörungen oder Angstzuständen gelitten hat und herkömmliche Arzneimittel verschrieben bekam, der weiß, wie stark die Nebenwirkungen solcher Medikamente sein können. Viele der zugelassenen Arzneimittel haben aber starke Nebenwirkungen. Viele von ihnen suchen deshalb nach schlechten Erfahrungen alternative Methoden der Linderung – und finden sie in Cannabis.

 

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Medizinisches Cannabis ist damit ein weiteres Cannabis-Geschäftsfeld. Seit 2017, also mittlerweile fünf Jahren, ist Cannabis als Medikament zugelassen. Die Nachfrage ist groß und wird mit der Legalisierung sehr wahrscheinlich größer, da Vorbehalte abgebaut werden und die Hürde zur Verschreibung damit sinken dürfte.

 

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Cannabis ist damit ein viel breiteres Geschäftsfeld, als viele annehmen dürften. An Gruppen wie der SynBiotic SE mit ihrem Portfolio an Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette lässt sich das weite Feld an Chancen ablesen. Freisetzen wird das gesamte Marktpotential letztlich wohl die Legalisierung. Anleger dürfen also auf hohe Renditen hoffen, brauchen aber noch Geduld.

 

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