Staatsanwaltschaft und Bundespolizei - Wohnungen durchsucht Mutmaßlicher Schleuser im Netz

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Aschaffenburg. Kräfte der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main durchsuchten in einer konzertierten Aktion mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg in den Morgenstunden des 10. Dezember zwei Wohnungen in Goldbach und Hösbach sowie einen Firmensitz in Hösbach im Landkreis Aschaffenburg. Hierbei vollstreckten sie nicht nur die Durchsuchungsbeschlüsse, sondern verhafteten im Auftrag der Staatsanwaltschaft auch einen 49-Jährigen, gegen den ein Haftbefehl des Amtsgerichts Aschaffenburg vorlag.

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Der Mann steht im dringenden Verdacht, innerhalb der letzten Jahre, zwischen 2009 und 2014, 16 iranische Staatsangehörige nach Europa eingeschleust zu haben. Aus Schleusertätigkeiten soll er in den vergangenen Jahren bis zu 310 000 Euro erzielt haben. Ziel der Durchsuchungen war es deshalb nicht nur, Beweismittel, sondern auch den Schleuserlohn aufzufinden und zu beschlagnahmen.

Die Bundespolizei führte den Beschuldigten dem Haftrichter vor, der den Haftbefehl eröffnete und die Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt anordnete.

Insgesamt pfändete die Bundespolizei, aufgrund der von der Staatsanwaltschaft erwirkten Arrest- und Pfändungsbeschlüsse, Vermögenswerte im Wert von 2000 Euro Bargeld und 205 000 Euro Buchgeld bei diversen Geldinstituten.

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Außerdem stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch sechs Computer, ein Mobiltelefon, einen Tablet-PC und schriftliche Unterlagen, die noch ausgewertet werden müssen. Bei dem Einsatz waren neben dem sachbearbeitenden Staatsanwalt insgesamt 30 Beamte der Bundespolizei sowie ein Bargeldsuchhund des Zolls beteiligt.