Polizeibericht - Tatverdächtige nach waghalsiger Fahrt festgenommen Beifahrer wirft kiloweise Marihuana aus Pkw

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Hösbach/Weiberbrunn. Zwei BMW-Insassen haben am frühen Sonntagmorgen versucht, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Während der Flucht auf der A 3 warf der Beifahrer kiloweise Marihuana aus dem Pkw. Nach einer Verfolgungsfahrt und zwei Kollisionen zwischen Streifenwagen und dem Fluchtfahrzeug wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten.

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Gegen 3.20 Uhr wollten Fahnder der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach bei Hösbach einen BMW kontrollieren, der auf der A 3 in Richtung Nürnberg unterwegs war.

Der Mann am Steuer missachtete jedoch sämtliche Anhaltesignale und versuchte stattdessen, sich der Kontrolle zu entziehen. Während der anschließenden Flucht begann der Beifahrer damit, mehrere Pakete aus dem fahrenden Fahrzeug auf die Autobahn zu werfen.

Wie sich erst später herausstellte, waren darin insgesamt knapp 15 Kilogramm Marihuana verpackt. Die Autobahn musste in Richtung Süden teilweise komplett gesperrt werden, um die weggeworfenen Gegenstände einzusammeln.

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Der BMW verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Weibersbrunn und setzte seine Flucht mit überhöhter Geschwindigkeit fort. Zu diesem Zeitpunkt hatten die verfolgenden Beamten bereits Unterstützungskräfte angefordert.

Kollision mit Streifenwagen

Die waghalsige Flucht endete, nachdem es im Ortsbereich von Weibersbrunn zu den Kollisionen mit einem Zivilfahrzeug der Polizei und einem Streifenwagen gekommen war. Insgesamt vier Polizisten und die beiden Männer im BMW hatten dabei leichte Verletzungen erlitten. Darüber hinaus entstand Sachschaden, der nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich liegen dürfte.

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Die Beamten nahmen den 23-jährigen BWM-Fahrer und seinen Beifahrer im Alter von 20 Jahren vorläufig fest. Bei dem Älteren wurde zur Prüfung der Fahrtauglichkeit eine Blutentnahme vorgenommen.

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Beide Festgenommenen blieben bis zum Montag in Polizeigewahrsam, bevor sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden.

Dieser ordnete gegen das Duo die Untersuchungshaft wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge an. Die Beschuldigten sitzen inzwischen in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein.