Grundschule Grünsfeld-Wittighausen - Partielle Sonnenfinsternis genau unter die Lupe genommen / Nistkasten mit Sichtfenster steht hoch im Kurs

Praxisnaher Sachunterricht in Zeiten der Pandemie

Von 
Matthias Ernst
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Rückkehr zur Normalität bedeutet für viele Schüler mehr Sicherheit im Leben. Gemeinsam erleben stärkt das Zusammenhaltsgefühl.

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Grünsfeld. Kaum sind die Schüler der Grundschule Grünsfeld-Wittighausen wieder im Regelunterricht, wurde der Alltag wieder durch eine besondere Unterrichtsstunde unterbrochen. Doch nicht die Corona-Pandemie war schuld am ungewohnten Unterricht, sonder die Natur. Denn am 10. Juni hatten die Schüler die Gelegenheit, die partielle Sonnenfinsternis mitzuverfolgen.

Mit speziellen Sonnenfinsternisbrillen ausgestattet, wurde das kuriose Schauspiel, bei dem sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt, sicher beobachtet.

„Das Wetter meinte es gut und ein Blick durch ein Teleskop lohnte sich“, so Schulleiter Uwe Schultheiß, der sein eigenes Teleskop mit in die Schule gebracht hatte. Der Hobbyastronom verband so Beruf und Freizeitaktivität gut. Mit der speziellen Schutzfolie, die 99,99 Prozent des Sonnenlichts filtert, wurde das Ereignis im Okular vergrößert abgebildet. „Boah, das ist ja cool“, freuten sich die Kinder am Fernrohr.

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Mittags wurden dann etwa zehn Prozent der Sonnenscheibe im Süden Deutschlands abgedeckt, im Norden waren es 20 Prozent, erfuhren die Kinder. „Das sieht aus wie ein angebissener Apfel“ oder „Die Sonne hat Katzenohren“ sprudelte es aus den kleinen Forschern heraus. Die Lehrkräfte erklärten die Zusammenhänge kindgerecht und beantworteten die vielen Fragen zu den Vorgängen am Himmel.

Und noch eine weitere Unterrichtsstunde im Freien sorgte für Abwechslung bei den Schülern. Am Standort Wittighausen brachte Gerd Konrad von der Nabu bereits vor mehreren Wochen einen Nistkasten mit Sichtfenster an einem Baum auf dem Schulgelände an. Begeistert beobachteten die Klassen somit vor Ort das Brüten und Schlüpfen der jungen Meisen.

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Hautnah erlebten sie durch diesen Blick auf das Nest die Entwicklung der heimischen Singvögel mit und freuten sich, wenn die kleinen Piepmätze ihre Schnäbel aufsperrten.

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Trotz der aktuellen Lage absolvierte die Klasse 4a unter Einhaltung aller Hygienevorgaben mit ihrer Klassenlehrerin Karin Schlör den Verkehrsunterricht auf dem Verkehrsübungsplatz in Königshofen. Die Zusammenarbeit mit den Polizisten des Reviers Tauberbischofsheim war wieder vorbildlich, so dass die Prüfungen erfolgreich verliefen und die Kinder mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewonnen haben.

„So macht Sachunterricht auch in Pandemiezeiten Freude“, findet Schultheiß.

Die Schule schaut den nächsten Wochen positiv entgegen und hofft, dass auch weitere Begegnungen und Aktionen mit den außerschulischen Partnern ermöglicht werden können. mae