Gemeinderat - Gremium billigte den Haushaltsplan für 2019 / Erschließung des Areals „Katzenstein“ in Oberwittighausen ist der größte Brocken Mehr Baugelände für Gewerbetreibende

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Peter D. Wagner
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Größter Posten des Vermögenshaushaltes der Gemeinde Wittighausen ist mit 201 000 Euro die geplante Erschließung des Gewerbegebiets „Katzenstein“ im Ortsteil Oberwittighausen. © Peter D. Wagner

Einstimmig hat der Gemeinderat Wittighausen bei seiner Sitzung den Haushaltsplan für 2019 beschlossen.

Im Wittighäuser Gemeinderat notiert

Bei der Neuwahl des Abteilungskommandanten und seines Stellvertreters der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Vilchband wurden Sven Fischer (Kommandant) und Markus Neckermann (Stellvertreter) als Nachfolger für Armin Neckermann und Bernd Väth jeweils einstimmig gewählt. In seiner jüngsten Sitzung billigte der Gemeinderat einhellig diese Besetzung.

Einstimmig hat der Gemeinderat die Vorschlagsliste für die Besetzung des Kommunalwahlausschusses beschlossen. Da Bürgermeister Marcus Wessels zu den Kandidaten für die Kreistagswahl zählt, wurde Franz Salfenmoser zum Vorsitzenden und als seine Stellvertreterin Birgit Englert gewählt. Beisitzer sind Margarete Prax (gleichzeitig Schriftführerin) und Melanie Eckert, stellvertretende Beisitzerinnen sind Heike Krahmer-Breitkreutz und Sophie Geng.

Einhellig angenommen hat der Gemeinderat den Eingang von Spenden in Höhe von insgesamt 1459 Euro. Diese teilen sich auf für Heimatpflege (502 Euro), Feuerschutz (120 Euro), Jugendhilfe (fast 203 Euro) und Flüchtlinge (rund 634 Euro).

Für Sonntag, 24. März, ist die offizielle Eröffnung des neuen Bauhofs nebst der neuen Recyclinginsel der Gemeinde im Gewerbegebiet „Katzenstein“ in Oberwittighausen mit einem Tag der offenen Tür geplant.

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung ist für Dienstag, 19. März, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Unterwittighausen anberaumt. pdw

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Wittighausen. In seiner öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat Wittighausen am Dienstagabend einstimmig den Haushaltsplan für das begonnene Jahr 2019 beschlossen. Die Einnahmen und Ausgaben erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um rund 294 500 Euro auf jeweils fast 4 545 000 Euro. Weiter positiv entwickelt sich der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit etwa 920 500 Euro (in Klammern Zahlen des Vorjahrs: 871 000 Euro). Hier machen sich neben der sehr guten Beschäftigungslage auch die hohen Lohnsteigerungen positiv bemerkbar.

Im Verwaltungshaushalt steigen die Schlüsselzuweisungen durch Anhebung der Kopfbeträge um fast 50 000 Euro auf etwa 984 500 Euro und bilden damit die größte Einnahmeposition. Bei den Grundsteuern machen sich die rege Bautätigkeit der letzten Jahre und die Hebesatzerhöhung aus 2017 positiv bemerkbar, so dass die Einnahmen bei den bebauten Grundstücken auf 162 000 Euro geschätzt wird, während die Grundsteuer für die Land- und Forstwirtschaft bei 73 000 Euro stagniert. Bei der Gewerbesteuer wird ebenfalls von einem leichten Zuwachs auf 300 000 Euro ausgegangen.

Neukalkulation der Gebühren

Für die Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung werden nahezu ausgeglichene Abschnitte erwartet. Im Planjahr ist die Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren vorgesehen, wobei dann auch die höheren Umlagezahlungen für die Wasseraufbereitungsanlage des Zweckverbandes Mittlere Tauber Berücksichtigung finden werden. Im Abschnitt Bestattungswesen wird die 2018 erfolgte Gebührenerhöhung mit Einnahmen in Höhe von 36 000 Euro für eine nahezu volle Kostendeckung sorgen. Trotz steigender Landeszuwendungen für die Kindertageseinrichtung der Gemeinde Wittighausen auf rund 282 500 Euro (236 500 Euro) verbleibt für den Betrieb des Kindergartens im Planjahr ein Deckungsdefizit von fast 319 500 Euro. Für umfangreiche Schulungen und Kosten für Fremdleistungen im Zusammenhang mit der Einführung des neuen kommunalen Haushaltsrechts (NKHR) sind Haushaltsmittel von 30 000 Euro eingeplant. Man versucht, diese Mammutaufgabe mit vorhandenen Ressourcen abzudecken. „Somit steht der Verwaltung ein schwieriges Jahr bevor, da zudem noch die Kommunal- und Europawahl durchgeführt werden muss“, betonte Bürgermeister Marcus Wessels.

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Die Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt belaufen sich auf je 692 500 Euro (Minus 236 000 Euro). Darin veranschlagt sind die vom Gemeinderat im Vorjahr beschlossenen Maßnahmen. Der größte Posten ist mit 201 000 Euro die seit längerem geplante Erschließung des Gewerbegebiets „Katzenstein“ in Oberwittighausen. Davon entfallen auf die Entwässerung 36 000 Euro und auf die Wasserversorgung 165 000 Euro.

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beabsichtigt der SV Wittighausen die energetische Sanierung sowie den Umbau und die Erweiterung seines Sportheims. Hier könnte der Sportverein eine weitere Förderung durch den Sportbund von bis zu 90 Prozent erhalten, wenn entsprechende Eigenleistungen erbracht werden können. Der Gemeinderat hat deshalb einen Investitionszuschuss über 70 000 Euro für diese Maßnahme in Aussicht gestellt. Für die unumgängliche Erneuerung der EDV-Anlage des Rathauses sind Mittel in Höhe von 40 000 Euro veranschlagt.

Neubaugebiet soll 2020 folgen

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Für Straßenbau, Entwässerung und Wasserversorgung im Rahmen der für 2020 vorgesehenen Erschließung des Neubaugebietes in Oberwittighausen sind als erste Mittel 40 000 Euro eingestellt. Für den Breitbandausbau ist ein Haushaltsrahmen in Höhe von 46 500 Euro festgesetzt. Hiermit sollen neben einem zeitgemäßen Internetausbau auch die sogenannten weißen Flecken auf Gemarkung Wittighausen abgedeckt werden.

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Durch den Verkauf von Bauplätzen im Neubaugebiet „Bären“ in Unterwittighausen seit Herbst hat sich die angespannte Finanzlage merklich verbessert. Durch weitere Verkäufe im laufenden Jahr ist eine Rücklagenzuführung über 98 500 Euro veranschlagt, so dass sich der Stand der allgemeinen Rücklagen von etwa 76 000 Euro zu Beginn des Planjahres auf rund 174 500 Euro am Jahresende erhöhen würde.

Zudem geht der Haushaltsansatz von einer weiteren Verringerung des Schuldenstandes von etwa zwei Millionen auf knapp über 1,889 Millionen Euro zum 1. Januar 2020 aus. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1230,39 Euro zu Jahresbeginn und Reduzierung auf 1153,98 Euro zum 1. Januar 2020.

Bis zum Ende des Finanzplanungszeitraums 2022 soll insbesondere durch Sondertilgungen in 2020 und 2021 die Schuldenlasten auf rund 1 037 000 Euro und 633,61 Euro pro Kopf weiterhin gesenkt werden.

Hinzu kommen zusätzliche Verschuldungen für den Zweckverband Abwasserbeseitigung Wittigbach, jeweils pro Einwohner von 33 Euro Euro am 1. Januar 2019, für den Zweckverband Wasserversorgung Grünbachgruppe 77 Euro sowie für den Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber 346 Euro.