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Leserbrief - Zum Bericht „Rückstaubarriere schützt vor schlimmeren Folgen“ (FN, 12. Juni)

Besatzdichte des Bibers wird sich massiv erhöhen

Von 
Leserbrief-Schreiber: Günter Baumeister
Lesedauer: 

Gut dass der Biber da ist – er hat uns gerettet! Diese Meinung versucht der Verfasser dem Leser des Zeitungsartikels einzureden. Schade, dass man auf dem Begleitbild nur grün sieht und nicht die vielen kahlen und teilweise in sich zusammengebrochenen Bäume im Hintergrund.

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Schade, dass man das Wasser nicht riechen kann. Schade, dass man die unterhöhlten und teils eingebrochenen Randstreifen entlang des Wittigbaches nicht sieht – eine nicht unerhebliche Gefahr für Mensch und Maschine.

Die Besatzdichte des Bibers wird sich, anders als dem Artikel zu entnehmen, in den nächsten Jahren massiv erhöhen. Bei einer Lebenserwartung von 20 Jahren bis zu vier Junge pro Jahr werden sich immer mehr Tiere kleinere Reviere aufteilen, außerdem haben erwachsene Biber keine natürlichen Feinde.

Vielleicht ist es gut, dass der Biber so stark vertreten ist. Vielleicht ist es gut, dass der Biber so massiv geschützt wird. Es gibt Lebensräume, da gehört er hin und da sollte er auch wirken dürfen. Nicht nachvollziehbar ist aber, warum man den Biber an jedem Steh- und Fließgewässer ansiedeln muss? An vielen Gewässern besteht für die Behörden dringender Handlungsbedarf, regulierend einzugreifen!

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Eigentlich sollte man der Meinung sein, der Nabu setzt sich für alle Tiere und Pflanzen gleichermaßen ein. Warum geht der Schutz nur bis zur Wasseroberfläche?

Weil die Fische darunter selten sichtbar sind und dadurch auch keine Lobby haben. Der Leitfisch des Wittigbaches ist die Bachforelle.

Leider ist sie so gut wie verschwunden. Die Nahrungsgrundlage wie Insektenlarven, Bachflohkrebse und kleine Schnecken sind wegen Verschlammung des Untergrundes nicht mehr vorhanden. Die Flussperlmuschel, die normalerweise mit der Bachforelle in einer Symbiose lebt, ist nicht auffindbar.

Natürliches Laichverhalten kann es wegen Querverbauungen nicht geben.

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Das ehemals lebendig Ökosystem Bach stirbt ab. Viele Arten unter Wasser sind verschwunden – nur einer ist noch da. Und wird immer mehr.

Aber für manche ist es gut so.

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