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Gemeinderat - Gremium stimmte einer jährlichen Pauschale zu. Kosten belaufen sich auf rund 2550 Euro per anno

1,50 Euro pro Einwohner für Tierrettung

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Wittighausen. Die Gemeinde Wittighausen schließt mit dem Tierschutzverein Tauberbischofsheim eine vertragliche Fundtierkostenvereinbarung ab, die einen pauschale Finanzierungsbetrag festlegt. Dies hat der Gemeinderat einmütig gebilligt. Demnach erhält der eingetragene Verein von der Gemeinde Wittighausen eine jährliche Pauschale von 1,50 Euro pro Einwohner.

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Gemäß einem Urteil des VGH Baden-Württemberg seien Kommunen bis zu vier Wochen für die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren – also zumeist Katzen – zuständig, berichtete Bürgermeister Marcus Wessels. Da die Gemeinde dies nicht tierschutzgerecht leisten könne, habe sie bislang die Aufgabe gegen eine jährliche Spende von 350 Euro an den Tierschutzverein in Tauberbischofsheim abgegeben.

Die für diese Organisation diesbezüglich anfallenden Kosten seien allerdings regelmäßig deutlich höher als die vereinbarte Spende gewesen. Alleine im Jahr 2021 seien über 5000 Euro an Tierarzt-, Versorgungs- und Unterbringungskosten für Fundkatzen aus dem Gemeindegebiet Wittighausen angefallen.

Aus Anlass einer Neuorganisation des Tauberbischofsheimer Tierschutzvereins hat dessen Vorstand in einem Gespräch mit Wessels Bereitschaft erklärt, weiterhin sich um die Fundtiere zu kümmern sowie darüber hinausgehende Tierschutzmaßnahmen wie zum Beispiel Kastration und Aufklärungsarbeit zu leisten, jedoch müsse dies rechtlich gesichert über einen entsprechenden Vertrag erfolgen.

„Unser Ziel ist es, das Wohl aller Tiere in der Gemeinde sicherzustellen. Dies umfasst neben der Beratung von Haustierbesitzern sowie der Vermittlung und Vermittlungshilfe außerdem auch noch die besonders kosten- und aufwandsintensive Aufnahme, Versorgung, Pflege und Sozialisierung von Fundtieren. Diese zuletzt genannte Tätigkeit hat den ehrenamtlichen Tierschutzverein Tauberbischofsheim in den vergangenen Monaten und Jahren mehrmals an die Grenzen des Machbaren geführt“, ließen die Vereinsverantwortlichen verlautbaren. Langfristig wünschenswert sei eine Katzenschutzverordnung der Gemeinde, in der eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht aller freilebenden Katzen geregelt werde.

Zwischen zwei zur Auswahl stehenden Varianten möglicher finanzieller Erstattungsformen sprach sich der Gemeinderat für eine Fundtierkostenvereinbarung mit einer Pauschale von 1,50 Euro pro Einwohner und Jahr aus, was bei 1700 Einwohnern einem jährlichen Gesamtbetrag von 2550 Euro entspricht.

„Darüber hinaus ist sowohl für den Tierschutzverein Tauberbischofsheim als auch für die Gemeindeverwaltung Wittighausen die Abrechnung einer Pauschale wesentlich einfacher und unaufwändiger als eine jährliche Rechnungsstellung der Einzelfälle“, gab der Bürgermeister im Vergleich zu der anderen Alternative zu bedenken.

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