Historische Karossen - Oldtimerfreunde aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Luxemburg besuchen mit ihren Mercedes-Fahrzeugen die Main-Tauber-Stadt Wie ein familiärer Stammtisch

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Die Mitglieder des Oldtimerclubs MB W116 starteten am Samstag ihre Ausfahrt in Bestenheid. Organisiert hatte das Treffen Udo Klüpfel (Dritter von rechts). Die teils von weit angereisten Gäste bekamen von Willi Thanninger (Zweiter von rechts) ein Wertheimer Geschenk in Form des "Buddescheißers".

© grein

Bestenheid. Viel Vorfreude für die Teilnehmer und ein ganz besonderer Anblick für die Zaungäste gab es am Samstagvormittag auf dem Parkplatz eines Discounters in Bestenheid. Die Mitglieder des MB W116 Clubs sammelten sich dort für ihre Ausfahrt.

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Mitgebracht hatten sie ihre Schätzchen, Oldtimer des Typs Mercedes W 116, allesamt aus den 1970er Jahren. Das Spektrum reichte vom Sechszylinder mit 150 PS bis zum acht Zylinder mit 6,9 Liter und 300 PS. Bereits zum 19. Mal fand das Frühlingstreffen des Oldtimerclubs in Wertheim statt. Organisiert wurde es von Vereinsmitglied Udo Klüpfel aus Lindelbach, der in der Main-Tauber-Stadt unter anderem als Stadtführer bekannt ist.

Bereits am Donnerstag traf man sich auf dem Marktplatz. Wie Klüpfel berichtete, fand am Freitag bei schönem Wetter eine Ausfahrt zum Club Meteor nach Triefenstein statt. Der Samstag führte von Bestenheid das Main- und Taubertal entlang auf den hohen Herrgott nach Külsheim. Weiter ging es durchs Taubertal zur Gamburg, wo Baron von Mallinckrodt exklusiv für die Gruppe die Tore öffnete.

An dieser Ausfahrt nahmen rund 40 Fahrzeuge teil. Fahrer und Beifahrer stammten aus allen Teilen Deutschlands, den Niederlanden, Österreich und Luxemburg. Was die Besitzer an ihren "Giganten" lieben, brachte Klüpfel auf den Punkt: "Es ist die letzte Baureihe mit viel Blech und Chrom, da fällt noch was ins Schloss, wenn die Tür zugeht." Neuere Baureiten hingegen hätten viele Plastikteile. Außerdem sei die Ersatzteilversorgung bei Mercedes auch für die 40 Jahre alten Kraftfahrzeuge noch sehr gut. Zur Begrüßung der Gäste kam auch Willi Thanninger von der Tourismus Wertheim. Mitgebracht hatte er ein typisches Wertheimer Geschenk, den Schnaps "Werdermer Buddescheißer". "Eine Mischung aus Pfirsich und Grappa", warb er für den Geschmack. Thanninger nutzte aber auch die Gelegenheit für Wertheim als Tourismusziel zu werben. Dabei kam er nicht nur auf die Burg und die malerische Altstadt mit ihrer Fußgängerzone, sondern auch auf das Outletcenter in Bettingen zu sprechen. Aber auch für weitere Highlights im Taubertal, wie das Kloster Bronnbach, die Gamburg, das Schloss Weikersheim oder Rothenburg rührte er die Werbetrommel.

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Außerdem gab es Wissenswertes über Wertheim, seine Geschichte und natürlich das Thema Hochwasser zu erfahren. Mindestens einen der Angereisten musste er nicht mehr überzeugen. Eric Frey aus Schleswig-Holstein ist Präsident des Vereins. "Das Treffen in Wertheim ist eine Tradition, es ist wie ein familiärer Stammtisch und ein schönes Saisonstart in die Oldtimersaison", betonte er. Auch von der schönen Landschaft sei er immer wieder angetan. An der Ausfahrt in Wertheim werde man festhalten, genauso wie an der Herbstausfahrt des Vereins in Landshut. Nachdem der Lack bei allen frisch poliert, die Startnummern verteilt und die Geschenke von Thanninger überreicht waren, hieß es: "Gentlemen, Please Start Your Engines!" Dann ging es los in Richtung Külsheim. bdg