„Deutschland sucht den Superstar“ - Pächter Andreas Gravius hatte Kontakt zur Produktionsfirma hergestellt / Täglich Verpflegung für 150 Personen gestemmt Wie die Casting-Show „DSDS“ ins Kloster Bronnbach kam

Von 
Matthias Ernst
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Landrat Reinhard Frank (hinten rechts) und Generalpächter Andreas Gravius (hinten links) zusammen mit der „DSDS“-Jury Dieter Bohlen (rechts), Maite Kelly (Mitte) und Mike Singer (links). © Landratsamt/Frank Mittnacht

Bronnbach. In Zeiten von Corona ist alles anders, auch bei der seit 18 Jahren über den Bildschirm flimmernden Show „Deutschland sucht den Superstar“, kurz „DSDS“.

Casting-Show "DSDS" dreht im Kloster Bronnbach

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Konnten die Auftrittsorte der Nachwuchskünstler vor Corona nicht exotisch genug sein – von der Karibik bis nach Südafrika war alles dabei – besinnt sich die Produktionsfirma nun wieder auf außergewöhnliche Orte in Deutschland für die Shows, die unter dem Titel „Pick Up & Recall“ zum weiteren Aussieben der Gesangstalente dienen. Nur, wer sich hier bewährt, hat Chancen in die Live-Sendungen zu kommen und eventuell Deutschlands neuer Superstar zu werden.

Sofort von der Idee angetan

Als einer dieser außergewöhnlichen Orte hat sich das Kloster Bronnbach präsentiert. Der Kontakt zu der Produktionsfirma „UFA Show & Factual“ kam über den Generalpächter des Klosters, Andreas Gravius, zustande. „Wir hatten in unseren früheren Stationen schon Kontakt zu Fernsehsendungen, da war es nur eine geringe Umstellung, jetzt für ,DSDS’ zu arbeiten“, findet Gravius. Dabei stand lange nicht fest, ob die Veranstaltung überhaupt nach Bronnbach kommt. Gravius hatte gleich nach Bekanntwerden des Wunsches der UFA Kontakt zum Landratsamt aufgenommen, das als Eigentümer des Klosters ebenfalls zustimmen musste. Dort war man sofort von der Idee angetan, berichtet Landrat Reinhard Frank. Von der Ausstrahlung der Sendung Anfang nächsten Jahres verspricht man sich eine Steigerung der Besucher des Klosters und des Taubertales.

„Es ist ein unheimlicher Gewinn für das Taubertal, weil das Kloster überregional in den Fokus rückt“, ist sich auch Andreas Gravius sicher. Dabei hat die Ufa das gesamte Kloster in Beschlag genommen.

Kreuzgang wird zum Drehort

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Die 44 Kandidaten müssen im Josefsaal und im Innenhof des Kreuzgangs auftreten. „Hier wird gedreht“, beschreibt Gravius die Situation. Im Bernhardsaal ist die Verpflegung für die Künstler, im Kaminzimmer der VIP-Bereich. Im Prälatensaal bereiten sich die Nachwuchskünstler auf ihren Auftritt vor, während in den Tagungsräumen Platz gemacht wurde für Büro, Maske und Einzelcoaching. Denn jeder der 44 Teilnehmer wird umfassend auf seinen Auftritt vorbereitet.

Als Vocalcoach konnte beispielsweise die ehemalige „DSDS“-Teilnehmerin Juliette Schoppmann gewonnen werden. Sie wurde in der ersten Staffel der Gesangsshow im Jahr 2002/03 Zweite und hat seitdem eine steile Musicalkarriere hingelegt. Um die knapp eine Woche von Auf- bis Abbau auch logistisch stemmen zu können, waren alle Mitarbeiter der Klosterküche im Einsatz. Andreas Gravius ist froh, dass man die Veranstaltung nach Bronnbach holen konnte. Wegen Corona sind in diesem Jahr viele Veranstaltungen für ihn und seine Mitarbeiter ausgefallen. „Mit der Veranstaltung konnten wir unseren Verlust wenigstens ein bisschen abfedern, aber es reicht nicht, um alles abzudecken“, beschreibt er die Situation, die derzeit viele Gastronomen trifft.

Tägliche Tests gehören dazu

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Bis zu 150 Personen gilt es zu verpflegen. Dabei, so Gravius, sei es eine sehr harmonische Produktion. „Da sind tolle Stimmen dabei“, plaudert er aus dem Nähkästchen. Nur er und seine Mitarbeiter dürfen in das Kloster hinein, wegen der strengen Corona-Auflagen.

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Tägliche Tests gehören für alle Teilnehmer ebenso dazu, wie eine gewisse Abschottung von der Umgebung. Wer letztlich die nächste Runde erreicht hat, das wird natürlich noch nicht verraten.

Auf jeden Fall wird es spannend, zu sehen, wie viel von Kloster Bronnbach in der Sendung auftauchen wird. Die Jurymitglieder Dieter Bohlen, Maite Kelly und Mike Singer waren restlos begeistert vom Kloster und seiner Umgebung: „Eine tolle Location“, hatte Kelly auf ihrem Instagram-Kanal gepostet und auch Bohlen sagte nur Positives über den speziellen Ort im Taubertal: „So ein Kloster hat etwas Beruhigendes“.

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