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Neues Gesundheitszentrum - Einrichtung soll am Gemeindeverbindungsweg zwischen Bestenheid und dem Wartberg entstehen

Wichtiger Beitrag zur ärztlichen Versorgung der Bürger

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Auf dem städtischen Grundstück an der Gemeindeverbindungsstraße Bestenheid – Wartberg soll das Gesundheitszentrum gebaut werden. © Stadt Wertheim

Wertheim. Im Wertheimer Stadtteil Bestenheid ist die Errichtung eines Gesundheitszentrums geplant. Standort soll ein städtisches Grundstück an der Gemeindeverbindungsstraße Bestenheid – Wartberg im Bereich des Abzweigs Breslauer Straße sein. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez bezeichnet das Konzept als „zukunftsweisend und als wichtigen Baustein in der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Wertheim.“

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Wie es in der Mitteilung der Stadtverwaltung weiter heißt, sollen unter dem Dach des neuen Gesundheitszentrums zwei bestehende Praxen sowie ein Pflegedienst zusammengeführt werden. Hinzukommen sollen eine bis drei weitere Praxen und eventuell ein Sanitätsfachgeschäft. „Eine gute ärztliche Versorgung ist ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge. Gemeinderat und Verwaltung unterstützen alle Planungen und Projekte, die dazu beitragen können, nach Kräften“, bekräftigt der Oberbürgermeister. Das Konzept des Gesundheitszentrums Bestenheid sei besonders zukunftsfähig, da es die Angebote mehrerer Anbieter unter einem Dach bündele. Er freue sich „außerordentlich über dieses innovative Vorhaben“.

Das Gesundheitszentrum ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Partner. Die Neuropraxis Wertheim unter Leitung von Dr. Sandra Rückert und Dr. Ioana Trifan, bisher im Ärztezentrum in der Bahnhofstraße 33 untergebracht, will sich am neuen Standort deutlich vergrößern. Gleiches gilt für die Praxis für Ergotherapie und Logopädie von Thomas Krude, bisher in der Bahnhofstraße 29 ansässig. Weiterer Projektpartner ist der Pflegedienst von Jens Müller, der „Am Bildacker“ im Stadtteil Hofgarten keine Erweiterungsmöglichkeit hat. Bauträger soll die Firma Sommer & Lauber sein. Sie wird sich, so die Verantwortlichen, ebenfalls am Gesundheitszentrum Bestenheid beteiligen.

Seit Anfang 2021 unterstützt die Stadtverwaltung – vertreten durch das Referat Wirtschaftsförderung, Liegenschaften – die Projektbeteiligten bei der Suche nach geeigneten Flächen für den Bau und Betrieb eines Gesundheitszentrums. Die Planung geht weit über die bloße Verlagerung und Vergrößerung der beiden Praxisstandorte und des Pflegedienstes hinaus. Vorgesehen sind unter anderem auch barrierefreie Wohnungen, eine Tagespflegeeinrichtung, weitere Praxen, wenn möglich eine Hausarztpraxis, eine Zahnarztpraxis und gegebenenfalls ein Sanitätsfachgeschäft sowie ein kleines Café.

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Die Option auf Ergänzung des Gesundheitszentrums durch eine Allgemeinarztpraxis oder andere Praxen hat in den Gesprächen zwischen Verwaltung und Projektbeteiligten von Beginn an eine große Rolle gespielt: „Wir sehen hier eine echte Chance, die ärztliche Versorgung in Wertheim generell und vor allem in Bestenheid zu verbessern“, sagt dazu Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. In Wertheims größtem Stadtteil gibt es keine Hausarztpraxis mehr, seit Dr. Jutta Finkenauer sich zur Ruhe gesetzt und vergeblich um eine Nachfolge bemüht hat.

Das Gesundheitszentrum Bestenheid sei mehr als die Summe der drei bereits in Wertheim bestehenden Gesundheitseinrichtungen, die sich hier vergrößern wollen, betont der OB. „Vielmehr kommen weitere und neue medizinische und pflegerische Angebote hinzu. So wird für ganz Wertheim und besonders für den Stadtteil Bestenheid ein echter Mehrwert geschaffen.“

Der Gemeinderat hat – wie zuvor der Stadtteilbeirat Bestenheid – dem Ansiedlungsvorhaben zugestimmt und den Abschluss eines Städtebaulichen Vertrags sowie eines Optionsvertrags beschlossen. Die Verträge für das 5400 Quadratmeter große Grundstück, das direkt an den Waldfriedhof angrenzt, wurden inzwischen notariell beurkundet. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Gesundheitszentrum zu schaffen, muss ein zeitaufwendiges Bauleitplanverfahren mit Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans erfolgen. Erst nach dessen Abschluss können die Projektpartner das Grundstück erwerben.

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