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Kreisseniorenrat

Wichtige Stimme einer wachsenden Klientel

40-jähriges Bestehen mit einem kleinen Festakt im Kloster Bronnbach gefeiert

Von 
Matthias Ernst
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Vorstand und Ehrengäste beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Kreisseniorenrates Main-Tauber. Von links: Karlheinz Pastoors (stellvertretender Vorsitzender Landesseniorenrat Baden-Württemberg), Swantje Popp (Schriftführerin), Jutta Steinmetz-Thees (stellvertretende Vorsitzende), Walter Ruf (stellvertretender Vorsitzender), Robert Wenzel (Vorsitzender), Peter Münzer (Vorstandsmitglied), Elisabeth Krug (Sozialdezernentin), Manfred Bürckert (Kassenverwalter). © Matthias Ernst

Main-Tauber-Kreis. Der Vorsitzende des Kreisseniorenrates Main-Tauber, Robert Wenzel, konnte im Josefsaal des Klosters Bronnbach neben vielen Aktiven des Kreisseniorenrates auch mehrere Bürgermeister, Kreisräte und Dekanin Wibke Klomb willkommen heißen. Sie alle brachten damit die Wertschätzung zum Ausdruck, die sich der Kreisseniorenrat in den letzten Jahren erarbeitet hat. Mit Erhard Stephan war auch der über 30 Jahre tätige ehemalige Vorsitzende gekommen. Er ist noch immer aktiv im Rat und ein gerngesehener Informant für den jetzigen Vorsitzenden. Zusammen hatten sie auch den Festakt im Kloster Bronnbach gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern geplant. Eigentlich sollte der Festakt bereits im vergangenen Jahr stattfinden, aber wegen der Einschränkungen durch Corona, wurde der Termin in den Herbst 2022 gelegt.

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Neben den Ansprachen des Vorsitzenden, von Sozialdezernentin Elisabeth Krug und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Landesseniorenrates Karlheinz Pastoors erwartete die Anwesenden eine Führung durch das ehemalige Zisterzienserkloster und spätere Residenz der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg von Gästeführerin Karin Pauly, die das Klosterleben in den vergangenen Jahrhunderten bei den Zisterziensern sehr plastisch beschrieb und einem kleinen Saxofonkonzert von Kulturamtsleiter Frank Mittnacht in der Klosterkirche. Den Abschluss bildete ein kleiner Empfang in der Orangerie des Klosters, wo man bis spät in den Abend saß und munter miteinander redete.

Dieses Reden und überhaupt die menschlichen Kontakte sind es, die die Arbeit des Kreisseniorenrates ausmachen. Robert Wenzel wollte in seiner Begrüßung keine lange Rede schwingen und auf die Erfolge der letzten 40 Jahre zurückblicken, doch so ganz ohne Historie kam er dann doch nicht aus.

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Im Jahr 1981 haben sich die auf dem Gebiet der Altenhilfe auf Kreisebene tätigen Organisationen, Einrichtungen und Vereinigungen zu einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Namen Kreisseniorenrat Main-Tauber-Kreis zusammen geschlossen. Der Kreisseniorenrat arbeitet unabhängig. Er ist parteipolitisch und weltanschaulich neutral; er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Mitglieder können werden oder sind es bereits: Öffentliche und gemeinnützige Altenclubs und Altenbegegnungsstätten, sowie sonstige öffentliche und gemeinnützige Vereinigungen und Einrichtungen für ältere Menschen und Heimbeiräte.

Im Jahr 1981 war das Thema Seniorenarbeit noch nicht so präsent, wie heute, schaute Wenzel zurück. Aktuell höre man fast täglich in den Nachrichten etwas über die Senioren und alle möglichen Probleme, die sie hätten. Klar sei, es werden immer mehr Senioren, nicht nur im Landkreis Main-Tauber.

Grussworte

Sozialdezernentin Elisabeth Krug nannte eine steigende Zahl von Senioren und Seniorinnen. So wurde vom statistischen Landesamt Ende 2021 immerhin gut 21 000 Menschen gezählt, die über 70 Jahre alt sind. Das sei schon eine ganze Menge und verdeutliche, dass der Main-Tauber-Kreis ein „alter“ Landkreis ist. Sie lobte die Arbeit des Kreisseniorenrates, mahnte aber auch, dass noch viele Aufgaben auf ihn zukommen.

Das sieht auch Robert Wenzel so. man müsse immer im Gespräch miteinander sein, so seine Forderung. Allein das Thema Digitalisierung erfordere viel Aufmerksamkeit und die demografischen Veränderungen der Gesellschaft noch viel mehr. Wichtig sei die Gründung von Seniorenbeiräten in den Kommunen, damit man hier vor Ort noch besser auf die Ortspoliti einwirken kann.

Bisher gebe es solche Seniorenkreise nur in Wertheim und Freudenberg. Des weiteren soll endlich ein stationäres Hospiz im Main-Tauber-Kreis geschaffen werden, damit Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt würdevoll betreut werden können.

Er wies auch auf die Vorsorgemappe hin, die man in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe und der Betreuungsbehörde erstellt hat. Zusätzlich müsse es gelingen, weiterhin ehrenamtliches Engagement zu fördern und neue Ehrenamtliche zu gewinnen.

Karlheinz Pastoors mahnte an, dass das in Kürze in Kraft tretende Infektionsschutzgesetz nicht praktikabel ist. Vor allem beim Heimbewohnern müsse dringend nachgebessert werden. „Der Heimbewohner soll in seinem Zuhause eine Maske tragen, das kann nicht sein“. Gerade ältere Menschen bräuchten viel Nähe und die sei mit einer Maske im Gesicht schlicht nicht möglich, vor allem bei älteren Menschen.

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