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SWR-Sendung - Dreharbeiten für „Stadt – Land – Quiz“ in der Main-Tauber-Stadt

Wertheimer waren schlau und spontan

Von 
bdg
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Wo ist das Bild auf den Ausdrucken aufgenommen? Dieses Rätsel mussten Rainer Dreikorn und Sibylle Haas bei den Dreharbeiten für die SWR-Show „Stand – Land – Quiz“ in Wertheim lösen. © Birger-Daniel Grein

Wertheim. Ganz im Quiz-Fieber war Wertheim am Dienstag. Denn der SWR drehte in der Main-Tauber-Stadt für die Vorabendsendung „Stadt – Land – Quiz“. Die Kommune tritt dabei im Fernduell gegen Altenkirchen an. Dort waren die Dreharbeiten bereits erfolgt.

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Während ein Duo den Aufnahme-Ort eines besonderen Bilds in Wertheim suchte, sammelten Passanten mit den richtigen Antworten auf Fragen rund um das Thema „Norden“ Punkte für die Main-Tauber-Stadt. Das Thema hatte die Redaktion der Sendung ausgewählt, weil Wertheim die nördlichste Stadt Baden-Württembergs ist und Altenkirchen in Rheinland-Pfalz als das nördliche Tor zum Westerwald gilt.

Auf die Suche nach dem Fotomotiv machten sich Sibylle Haas aus dem Grafschaftsmuseum und Stadtführer Rainer Dreikorn. Haas berichtete, die Stadt habe das Grafschaftsmuseum nach einer Teilnehmerin für die Sendung gefragt. Im Team habe man dann besprochen, dass sie die Aufgabe übernehmen wird. Dreikorn wurde direkt von der Stadtverwaltung angesprochen, wie er berichtete: „Mein Nachbar, der Oberbürgermeister, hat mich vorgeschlagen.“ Erfahrung mit TV-Produktionen hatten beide nicht. Entsprechend aufgeregt waren sie bei Drehbeginn im Rosengarten. „So etwas macht man ja nicht jeden Tag“, meinte Haas. Um gewappnet zu sein, hatten beide sich Folgen der Show in der SWR-Mediathek angesehen, Haas zudem den Wertheim-Bildband von Peter Frischmuth durchgeschaut. „Aber so richtig vorbereiten kann man sich ja nicht“, meinte sie. Witzig fanden die Vertreter der Stadt, dass einer ein gelbes, der andere ein blaues Oberteil trug und man so ohne Absprache optisch die Stadtfarben präsentierte.

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Bei der Suche nach dem Aufnahmeort des Fotos waren alle Hilfsmittel erlaubt, auch die sozialen Medien. „Wir wollen, dass viele Menschen vor Ort mitmachen“, erklärte Moderator Jens Hübschen. Neben ihm waren eine Redakteurin sowie drei Kameraleute, jeweils mit Kameraassistent, nach Wertheim gekommen. Eines der Teams begleitete die beiden Wertheimer bei der maximal fünf Stunden dauernden Bildersuche, die andere beiden den Moderator bei den Quizspielen mit Passanten. Hübschen riet den beiden Kandidaten, bei ihrer Suche schöne Wege zu gehen. Denn so könne man den Zuschauern die Stadt zeigen.

Der Moderator betonte, bei der Quiz-Sendung werde nichts gestellt: „Uns ist wichtig, spontan mit den Menschen zu spielen.“ Er habe die Erfahrung gemacht, die Leute wollen Kommunizieren und sind freundlich. Die Menschen seien auch vor der Kamera offen, da das ganze Team eine positive Grundausstrahlung habe. Hübschen: „Es erfüllt mich mit Freude, wenn Leute ihr Herz öffnen.“ Dreikorn und Haas beschrieben den Moderator wiederum als nett und zugewandt. Er gebe auf natürliche Weise auf die Leute zu. Dies sei Teil des Erfolgskonzepts. Die beiden berichteten auch, dass Freunde und Bekannte extra wegen der Dreharbeiten in die Altstadt kommen wollten.

Den Ort zu finden, an dem das ihnen übergeben Detail-Foto aufgenommen wurde, erwies sich für Haas und Dreikorn als Herausforderung. Doch bevor sie auf die Suche gingen, stellten sie sich bei einem Interview mit dem SWR-Team vor.

Die Verteilung der Punkte an die beteiligten Städte wird immer erst bei zweiten Drehtermin bekanntgegeben. Diesmal also in Wertheim. Damit wussten die Main-Tauber-Städter, wie gut man im Vergleich zu Altenkirchen abschnitt.

Jeweils 200 Punkte „verdienen“ konnten Haas und Dreikorn mit einem Erfolg bei der Foto-Suche sowie bei einem Quiz mit zehn Fragen. Die restlichen 600 Punkte können spontan vom Moderator angesprochene Passanten erspielen. Je Runde müssen jeweils zwei Leute sich auf eine Antwort einigen. Begleitet wurde der Moderator auf seinem Weg durch die Stadt – natürlich – vom Kamerateam, das dabei schöne Bilder von Wertheim „einfing“. Hübschen erfüllte aber auch Wünsche von Menschen nach einem Selfie mit sich und einem kurzen Plausch auch ohne Kamera.

Die ersten spontanen Mitspieler fand Hübschen in einem Café am Marktplatz. Sie mussten Sehenswürdigkeiten Ländern im Norden zuordnen. Weitere Mitspieler zu finden, war etwas schwieriger. Gefragt wurde unter anderem, ob Aussagen zum Norden stimmen oder nicht, etwa ob es tatsächlich einmal verboten war den „Doppelausruf Moin, Moin“ zu verwenden.

Spontan zum Mitmachen überreden ließen sich zum Beispiel die beiden Schornsteinfeger Florian Kernwein und Mandy Amarell. „Wir waren sehr überrumpelt. Aber das Ganze war eine Stimmungsauflockerung, auch wenn die Fragen schwer waren“, sagten die beiden nach dem Dreh.

Auch Dreikorn und Haas zogen ein positives Resümee. „Die Teilnahme hat Spaß gemacht“, stellte der Wertheimer fest. Er habe nicht das Gefühl gehabt, durch die Kamera beobachtet zu werden. „Der Tag war sehr angenehm“. Haas erklärte, der Anfang sei am schlimmsten gewesen. Denn sie habe nicht so recht gewusst, wie sie beim Interview Händen und Arme halten sollte. Bei der Bilder-Suche sei sie lockerer gewesen. Ihren Teamkollegen habe sie erst am Drehtag persönlich kennengelernt. Sie hätten sich aber gleich gut verstanden.

Ob die beiden den Motiv-Ort gefunden haben und ob Wertheim sich gegen Altenkirchen durchsetzen kann, sieht man bei „Stadt – Land – Quiz“ am Samstag, 6. August, um 18.45 Uhr im SWR Fernsehen. bdg

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