Biologische Vielfalt - Schotterflächen werden begrünt / Gemeinderat stimmt Strategiepapier zu

Wertheimer Gemeinderat stimmt für mehr Grünflächen

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kab
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Wertheim. Wertheim will noch grüner werden – private und öffentliche Schottergärten- und -flächen sollen künftig zugunsten heimischer Stauden und blühender Wiesen weichen. Karge Beete sollen der Vergangenheit angehören, Grünfläche naturnah gestaltet werden. So will es das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, dem die Stadt im Jahr 2019 beigetreten ist.

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Dem Gemeinderat lag in seiner Sitzung am Montag ein ausführlicher Sachstandsbericht und eine Grünflächenstrategie vor, die in der Vorwoche bereits im Ausschuss für Bauwesen und Umwelt besprochen und abgesegnet worden waren. Der Gemeinderat folgte dem Votum.

Auch in Steinen wächst Unkraut

„Nachhaltigkeit ist schon seit Jahren Thema der Wertheimer“, betonte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez eingangs und nannte unter anderem Bürger und Bürgerinnen, die sich ehrenamtlich engagieren. Was die Begrünung von Schotterstrecken angehe, sollte die Stadt vorangehen, forderte Johann Vogeltanz (FBW). Beispielhaft nannte er eine Fläche in der Breslauer Straße. „Auch in den Steinen wächst Unkraut“, pflichtete Brigitte Kohout (SPD) ihm bei.

Sie regte an, sich mit den Verantwortlichen der Stadt Karlstadt auszutauschen, die öffentliche Grünflächen in Bienenweiden umwandeln. Neben dem Nutzen für die Umwelt könne so bei der Pflege Geld gespart werden.

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Den Schotterflächen habe man sich bereits angenommen und Fotos gemacht, informierte Umweltbeauftragter Jens Rögener. Nun würde beraten, welche Stauden in die Beete gepflanzt werden könnten. Mit dem Karlstadter Bauhof habe man Kontakt. Dort werde tolle Arbeit geleistet. Man könne sich etwas abschauen.

Grünfläche gemäht

Richard Diehm (Bündnis 90/Die Grünen) bemängelte, dass er zwei Tage nach dem Beschluss im Bauausschuss in der vergangenen Woche auf dem Weg zur Arbeit an einer Grünfläche vorbeigekommen sei und diese gemäht vorgefunden habe – inklusive zerkleinertem Müll. In der ersten Mahd-Runde habe man sich auf große Flächen konzentriert, sagte Rögener, der die angesprochene Fläche ad hoc nicht zuordnen konnte. Künftig sollte es jedoch nicht mehr passieren, dass Flächen ohne funktionellen Grund gemäht werden. kab

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