Verhandlung

Wertheimer Amtsgericht kann Ladung nicht zustellen

Von 
Alfons Göpfert
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Wertheim. Wegen Betrugs sollte sich in einer Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim ein Angeklagter verantworten. Er fehlte allerdings. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Gericht daraufhin nach Paragraf 112 der Strafprozessordnung Haftbefehl.

Der Mann hatte sich 2021 für ein paar Tage in einer Pension in Wertheim eingemietet, setzte sich aber hinterher ohne zu bezahlen ab. Der Inhaberin entstand ein Ausfall von 460 Euro. Trotz des nicht sehr hohen Betrags erstattete die Frau Anzeige. Sie möchte den Täter „nicht einfach so“ davonkommen lassen.

Die Frage bleibt aber, ob die Geschädigte das ihr zustehende Geld jemals bekommt. Der Angeklagte ist mehrfach vorbestraft, auch wegen Betrugs.

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Bei Gericht herrscht mittlerweile Ratlosigkeit, wie man die Ladung zur Verhandlung zustellen kann. Bisherige Versuche über den Bruder oder einen Zustellungsbeauftragten scheiterten. Durch den Haftbefehl kommt der Beschuldigte ins Fahndungsverzeichnis der Polizei. Sollte er bei irgendeiner Gelegenheit mit Beamten zu tun haben, wird er zunächst festgenommen, hieß es.