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Erfolgreicher Einsatz für biologische Vielfalt - Stadt Wertheim erhält Label in Bronze / OB Herrera Torrez: „Ein schöner erster Erfolg“

Wertheim wurde für naturnahes Stadtgrün ausgezeichnet

Der Einsatz für biologische Vielfalt hat sich für Wertheim in zweifacher Weise ausgezahlt: Einerseits hat sich die Stadt verschönert, andererseits ist man jetzt für das naturnahe Stadtgrün ausgezeichnet worden.

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pm
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„Hier bleiben wir!“: Von den Kindergärten gestaltete Schilder weisen auf den neuen Grünpflegemodus der Stadt Wertheim hin. © Stadt Wertheim

Wertheim. Beete werden mit heimischem Saatmischungen neu eingesät und Grünflächen seltener gemäht, um Lebensraum für Insekten zu schaffen. Mit solchen Maßnahmen fördert die Stadt Wertheim die biologische Vielfalt. Seit 2019 beteiligt sie sich am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“. Mit Erfolg: Jetzt wurde die Stadt Wertheim mit dem Label in Bronze ausgezeichnet. Wertheim zählt damit zum exklusiven Kreis von insgesamt zertifizierten 49 Kommunen bundesweit. Die begehrte Auszeichnung wird in den drei Labelstufen vergeben.

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„Das ist ein schöner erster Erfolg“, freut sich Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez, der den Anstoß zum Projekt „StadtGrün naturnah“ gegeben hat. „Die engagierte Arbeit, die hier geleistet wird, hätte auch eine höhere Labelstufe verdient. Aber so haben wir noch Luft nach oben und Motivation für die nächsten Jahre.“

Begehrte Auszeichnung

In der aktuellen Runde wurden 15 Label vergeben. Die Zahl der zertifizierten Städte und Gemeinden ist damit auf insgesamt 49 gestiegen. Die begehrte Auszeichnung wird seit vier Jahren vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ vergeben. Das Projekt wird im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Thomas Müller und Jens Rögener (rechts) nahmen die Auszeichnung entgegen. © Stadt Wertheim

Die Übergabe der „StadtGrün naturnah“-Labels an die 15 frisch zertifizierten Städte und Gemeinden fand letzte Woche in Düsseldorf statt. Für Wertheim waren Thomas Müller, Leiter des Referats Stadtplanung, Umweltschutz, und Jens Rögener, Leiter der Abteilung Umweltschutz, vor Ort. „Diese 15 Kommunen sind ganz vorne mit dabei, wenn es um naturnahes Stadtgrün geht“, sagte Janos Wieland von der Deutschen Umwelthilfe. „Viele Städte und Gemeinden erkennen gerade, dass sie naturnahes Stadtgrün brauchen, um zukunftsfähig zu werden“, sagte auch Gerold Rechle, Vorsitzender des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“. 2019 hatte sich Wertheim erfolgreich um die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ beworben. Seitdem hat sie die Pflege vieler städtischer Grünflächen auf eine ökologische umgestellt. Bisher wurden 40 Einzelflächen mit einer Gesamtfläche von fast 80 000 Quadratmetern naturnah umgestaltet.

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Außerdem werden städtische Beete jetzt mit heimischen Stauden bepflanzt. „Wir haben insgesamt rund 1800 neue Stauden, viele davon in gebietsheimischer Qualität, eingepflanzt“, erläutert Projekteleiter Christoph Häfner. Schilder, die zwei Wertheimer Kindergärten entworfen haben, weisen an ausgewählten Flächen auf den neuen Grünpflegemodus der Stadt hin. So will man die Bürgerschaft informieren und zum Nachahmen animieren.

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„Wir freuen uns sehr über die Labelstufe ‚Bronze‘, denn sie beweist, dass wir alle Bedingungen einer erfolgreichen Teilnahme am Programm ‚StadtGrün naturnah‘ erfüllt haben“, ordnet Christoph Häfner das Ergebnis ein.

„Wir stehen erst am Anfang der Maßnahmenumsetzung, denn die neue Grünflächenstrategie, die coronabedingt nur mit begrenzten Haushaltsmitteln ausgestattet werden konnte, wurde erst im Mai im Gemeinderat verabschiedet.“

Nach drei Jahren findet eine Rezertifizierung statt. Dann kann die Stadt Wertheim eine höhere Stufe erreichen. „Ein künftiger Maßnahmenschwerpunkt soll die Umgestaltung von Beeten mit Schotteranteilen sein. Hier wollen wir unter anderem gebietsheimische Stauden einsetzen, die von einer ansässigen Gärtnerei vorgezogen wurden“, beschreibt Christoph Häfner die weitere Planung. pm

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