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Bauausschuss - Weiterer Planungsschritt vollzogen / Nur Richard Diehm stimmt nicht zu

Wertheim: Solarparkerweiterung beim Ernsthof nimmt nächste Hürde

Von 
Gerd Weimer
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Der Solarpark am Dörlesberger Ernsthof soll erweitert werden. © Gerd Weimer

Wertheim. Der Bauausschuss des Wertheimer Gemeinderats vollzog am Montag einen weiteren Schritt für die Erweiterung des Solarparks beim Dörlesberger Ernsthof. Wie berichtet, soll die bestehende Anlage um ein bisher nicht genutztes Areal von 11,5 Hektar ergänzt und die Nutzungsdauer der gesamten Fläche bis 2050 (bisher vorgesehen: 2035) verlängert werden. Ansonsten, so der Betreiber, würde sich die Anlage nicht lohnen. Zusätzlich soll in unmittelbarer Nähe auf 17,4 Hektar eine weitere Photovoltaikanlage entstehen.

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Die beteiligten Parteien stünden kurz vor Vertragsabschluss, so Thomas Müller vom Referat vom Stadtplanung, Umweltschutz. „Sie warten auf den Bebauungsplan.“ Die öffentliche Auslegung der Planungsdokumente habe „keine wesentlichen Stellungnahmen“ von Trägern öffentlicher Belange ergeben. Seitens der Öffentlichkeit habe es keinerlei Reaktionen gegeben.

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Richard Diehm (Grüne) votierte als einziger Stadtrat im Bauausschuss nicht für die Verlängerung der Nutzungsfrist (Enthaltung) und die Erweiterung auf neuen Flächen im Süden und Osten (Ablehnung). Diehm hatte schon bei vorheriger Gelegenheit das Projekt scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach werde hier hochwertiger Ackerboden der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Bei der Sitzung am Montag führte er weitere Argumente an. Diehm bezweifelte, dass die Anlagen in 20 Jahren so viel Strom erzeugen können, wie von den Betreibern prognostiziert. Die Leistung der Solarmodule lasse erfahrungsgemäß nach. Zum anderen würden viele Teile der Anlage in China produziert – „ohne jegliche Umweltstandards“. Der Transport verursache jede Menge Kohlendioxid. Die CO2-Bilanz sei entsprechend schlecht. „Der Klimaschutz bleibt auf der Strecke“, so Diehm. Zudem sei der geplante hohe Zaun ein „Eingriff in die Natur“.

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Patrick Schönig (SPD) meinte, es sei verwunderlich, dass die Grünen plötzlich „ihre Liebe zur konventionellen Landwirtschaft“ entdeckten. In Bezug auf die Produktion in China: In einer global arbeitsteiligen Welt könne man nicht „autarkistische“ Positionen vertreten. Axel Wältz (CDU) verwies wie Schönig darauf, dass man das Vorhaben vor zwölf Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht habe. Zudem werde es von den Bürgern akzeptiert. „Wir sehen das pragmatisch: Unterm Strich gibt es mehr erneuerbare Energie.“

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Redaktion Teamleiter Redaktion Wertheim

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