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Am Amtsgericht verhandelt - Vorsätzliche Körperverletzung

Wertheim: Arbeitsplatz-Streitfall kann nicht eindeutig geklärt werden

Von 
Alfons Göpfert
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Wertheim. Die Streitigkeiten zweier Männer aus Wertheim am Arbeitsplatz bei einer Firma in Bestenheid führten zur Kündigung beider Kontrahenten. Die Männer fanden neue Anstellungen.

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Seit dieser Kündigung sind Jahre vergangen. Trotzdem kam es bei einer zufälligen Begegnung im Dezember in der Oberen Leberklinge zu einer lautstarken Auseinandersetzung und zu Tätlichkeiten. Einer der Männer erlitt eine Nasenbeinfraktur sowie einen Schaden an einem Zahn.

Sein Kontrahent, 33 Jahre, musste sich jetzt beim Amtsgericht Wertheim wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten. Worum es bei den Streitigkeiten am früheren Arbeitsplatz ging, kam in der Verhandlung nicht zur Sprache. Lediglich der Vorfall im Dezember war gegenstand der Verhandlung.

An jenem Nachmittag fuhr der Angeklagte mit seinem Rad in der Oberen Leberklinge stadtauswärts. Ein Mann „in roter Jacke“ habe ihn am Arm festgehalten und gesagt: „Du bist der, wegen dem ich meinen Arbeitsplatz verloren habe“. Der Angeklagte habe geantwortet, dass er genauso betroffen gewesen sei. Der ehemalige Kollege habe ihn an die Knackenberg-Stützmauer gedrängt und ihm auf Brustkorb und Schulter geschlagen, so der Beschuldigte weiter.

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Mit dem Rad zwischen den Beinen habe er sich nicht entfernen können und deshalb zurückgeschlagen. Der Kontrahent sei daraufhin verletzt zu Boden gegangen.

Der Geschädigte sagte aus, dass er auf dem Weg zum Kinderspielplatz gewesen sei. Seinen Angaben zufolge ging die Auseinandersetzung vom Angeklagten aus. Dieser habe sein Rad abgestellt, ihm Vorwürfe gemacht und mehrfach zugeschlagen.

Der Angeklagte ist wegen Nötigung, Drogen, Erpressung, Körperverletzung und Beleidigung vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Aussagen des Angeklagten und des als Zeugen geladenen Geschädigten Unterschiede und Lücken aufwiesen. Eine Verurteilung zu beantragen sei in diesem Fall nicht möglich. Die Richterin schloss sich dieser Einschätzung an.

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Auch sie kam in ihrer Urteilsbegründung zu dem Schluss, dass der Verlauf der Auseinandersetzung nicht mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit geklärt sei.

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