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Strafverfahren - Richterin unterbricht Verhandlung

Wertheim: Arbeiter bestreitet Kauf und Verkauf von Marihuana

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goe
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Wertheim. In einer Strafverhandlung beim Amtsgericht Wertheim lautet der Vorwurf gegen einen Arbeiter aus Freudenberg, er habe zwischen März und August 2020 je zwei Mal Marihuana ohne Genehmigung gekauft und verkauft.

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Je zwei bis drei Gramm

Das Rauschgift, jeweils zwei bis fünf Gramm mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens fünf Prozent Tetrahydrocannabinol, soll zum Grammpreis von zehn Euro (Kauf) beziehungsweise 15 Euro (Verkauf) den Besitzer gewechselt haben. Der 28-Jährige bestreitet den Vorwurf, sein Nachbar, der angebliche Käufer beziehungsweise Verkäufer, ebenfalls.

Kein Fund bei Durchsuchung

Der Angeklagte meinte, er habe dem Nachbarn mal Geld gegeben. Mit der Polizei habe er in seinem Leben noch nie zu tun gehabt. Die Beamten hätten sein Zimmer durchsucht, aber nichts gefunden.

Die Polizei stützte ihre Ermittlungen in dem Fall auf einen WhatsApp-Chat. Der vermittelt den Eindruck, dass wer Marihuana besaß, es auch weitergab, und wem es fehlte, der kaufte.

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Auch beim Nachbarn fand eine Wohnungsdurchsuchung statt. Die Richterin belehrte ihn, wegen seines offenen Strafverfahrens dürfe er jetzt als Zeuge zur Sache schweigen. Mache er Angaben und lüge, drohe eine Strafe, höher als im vorliegenden Fall.

Zeuge nennt keine Namen

Der Nachbar erklärte, er habe bei der Polizei mal eingeräumt, dass er Marihuana kaufte. Jetzt betone er, das sei nicht beim Angeklagten gewesen. Namen wolle er keine nennen, mit dem Beschuldigten habe er nur gechattet.

Die Richterin unterbrach die Verhandlung und setzt sie in der nächsten Woche mit der Vernehmung zweier Polizisten fort. goe

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