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Kleinkunstverein

Vogelwildes Programm bei Wertheimer Kleinkunstverein Convenartis

Von 
Matthias Ernst
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Wertheim. Die Kleinkunst hat es derzeit schwer. Viele in diesem Jahr nachgeholte Großereignisse zogen zahlreiche ihrer potenziellen Besucherinnen und Besucher an. Trotzdem hat sich der Wertheimer Kleinkunstverein Convenartis nicht beirren lassen und wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das sicherlich für jeden Geschmack etwas bietet. Musik-Acts und herzerfrischendes Kabarett sind ebenso vertreten wie eine Lesung oder ein Quizabend.

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Es sei ein „vogelwildes Programm“, bunt gemischt und teilweise ein wenig schräg, meint Walter Hörnig, zuständig im Vorstand des Vereins für die Programmgestaltung. Doch das sei schon immer das Konzept von Convenartis gewesen, ergänzt Vorsitzende Bernadette Latka bei einem Gespräch im Gewölbekeller. Dort sollen die nächsten Veranstaltungen auch stattfinden.

Bernadette Latka, Nadine Schmid und Walter Hörnig (von links) decken schon mal die Bestuhlung im Gewölbekeller ab, denn in Kürze startet das Herbstprogramm des Wertheimer Kleinkunstvereins Convenartis im Gewölbekeller. © Matthias Ernst

Man sei der Stadt Wertheim sehr dankbar, dass man während der Pandemie in die Aula Alte Steige ausweichen durfte, betonten die Verantwortlichen. Doch die „Heimat“ des Vereins sei nun einmal der Gewölbekeller. Hier habe man die erforderliche Technik und könne sich besser entfalten, ergänzte die stellvertretende Vorsitzende Nadine Schmid. Doch ohne die Aula hätte man überhaupt keine Kleinkunst anbieten können, sind sich alle bewusst.

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Umso mehr freut man sich jetzt auf ein Programm mit Schwung und Abwechslung – und hoffentlich vielen Besuchern. Neu im Programm ist die Reihe „Local Heros“. Sie soll der Förderung des regionalen Nachwuchses dienen und Menschen, die sonst nur selten auftreten können, eine Bühne bieten. Auch neue Talente seien willkommen, lädt Walter Hörnig Interessierte ein, sich zu bewerben.

Den Programmauftakt gestaltet die Band „Free Spirit“ am 15. Oktober mit einem extra für den Gewölbekeller zusammengestellten Akustik-Programm. Die Musiker aus Wertheim sind in der Region keine Unbekannten und überraschen ihr Publikum stets mit neuen Arrangements von Liedern aus den 1960er und 70er Jahren.

Ausfallen muss das für 1. Oktober geplante Konzert der „Busch Company“ am 1. Oktober. Es ist die dritte Absage. Aber dringende Fernsehaufnahmen gingen nun einmal vor, so Hörnig. Das sei „Der Fluch der Bekanntheit, bedauerte er.

Dafür konnte er eine Neuerung ankündigen. „Convenartis goes Kloster Bronnbach“: So überschrieben ist die Zusammenarbeit des Kleinkunstvereins mit dem Kulturamt des Landkreises, die in den nächsten Jahren noch forciert werden soll. Mit „Jennerwein“, einer szenischen Lesung von Hans-Josef Braun, Stefan Murr und Johanna Bittenbinder, bereichert von der Blasmusik des „Art Ensemble of Passau“, am 22. Oktober im Bernhardsaal des Klosters Bronnbach lädt Convenartis die Menschen ein, in eine vollkommen andere Welt einzutauchen. Obwohl es sich um Schauspieler mit bayerischem Akzent handele, sei die Lesung auch für „Nichtbayern“ verständlich. Spannend, spaßig und skurril wird es werden, wenn die drei Schauspieler auftreten, versprach Walter Hörnig.

Noch einmal geht Convenartis zurück in die Aula Alte Steige. Nach dem großen Erfolg des „Kellerquiz“ im vergangenen Jahr hat man für den 19. Oktober wieder Prominente aus Wertheim und der Umgebung eingeladen, in vier Rateteams ihr Wissen um die Stadt und ihre Ortsteile vor großem Publikum zu beweisen. Wie Bernadette Latka erläutert, habe man aus der vergangenen Veranstaltung gelernt und hat die Zahl der Fragen verringert, damit es nicht wieder eine „überlange Veranstaltung“ wird. Geblieben sei, dass die Gewinner für einen guten Zweck Geld spenden.

Die Moderation übernehmen neben Walter Hörnig Dr. Monika Schaupp (Archivverbund), Christian Schlager (Burg- und Innenstadtmanager), Tarek Nasser (Naturschutzbund), Volker Mohr (Stadtverwaltung) und Elke Schwarzer („Willkommen in Wertheim“). Zudem wird ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten. Wer dieses mitgestalten wird, wollten die Verantwortlichen allerdings noch nicht verraten. Der Eintritt ist wieder frei.

Am 11. November kehrt man in den Gewölbekeller zurück, wo das Duo Kling/Schaub mit Musik der Rolling Stones und der Beatles einheizen will. Die beiden Künstler verstehen es, die Musik neu zu interpretieren und mit ihrer kabarettistischen Ader zu untermauern.

Den Abschluss des Halbjahresprogramms wird Inka Meyer setzen. Die Kabarettistin begibt sich am 26. November auf der Suche nach dem Spaß im Leben, der so manchem in den vergangenen beiden Jahren abhandengekommen ist. Sie soll ein „Signal für das kommende Jahr aussenden“, hofft Walter Hörnig. Denn für 2023 haben die Convenartis-Verantwortlichen sich wieder viel vorgenommen.

Man will noch mehr Musik anbieten, um die Wünsche des Publikums noch besser erfüllen zu können. Aber auch die Gewölbeschreiber planen ebenso einen Auftritt wie die Gewölbegaukler, die in Kürze mit den Proben für ein neues Stück beginnen.

Man will sich auch besser mit den umliegenden Kleinkunstbühnen vernetzen, um Synergieeffekte zu nutzen. Das sieht ganz vielversprechend aus, meinten die drei Vorstandsmitglieder unisono. So hofft man, die Verwerfungen der Coronapandemie besser überwinden zu können, die durch die Energiekrise sicher nicht besser werden.

Zudem sucht Convenartis noch ehrenamtliche Unterstützung im Bereich Technik und Thekendienst. Hier habe man immer Bedarf, so Bernadette Latka, und hoffte auf viele Meldungen von Interessierten, welche die etwa 30 Aktiven des Vereins unterstützen möchten.

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