Bauausschuss - Jens Rögener informiert über biologische Vielfalt und die Aktivitäten der Stadt / Blütenreiche Flächen beim Mähen aussparen / Zu viel Licht an der Burg? Verstoß gegen Verbot von Schottergärten wird künftig geahndet

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wei
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Wertheim. Den aktuellen Stand zu „Wertheim als Kommune für biologische Vielfalt“ stellte am Montag der Umweltschutzbeauftragte Jens Rögener dem Bauausschuss vor. Beispielhaft für die bisherigen Aktivitäten nannte er den Anstoß eines kommunalen Förderprogramms. In einem „Umweltförderkatalog“ werden Vorschläge für Imker und Maßnahmen für heimische Wildbienen angeboten sowie das Pflanzen von neuen Obstbäumen gefördert.

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Seit 2018 gebe es einen „Katalog zur Förderung der Biodiversität“. Bei der Neuausweisung von Wohnbau- oder Gewerbeflächen müssen auf 20 Prozent der Fläche Maßnahmen zur Förderung der Bio-Vielfalt umgesetzt werden. Neben dem „Saatgutfestival“ gebe es ein „Programm zum Schutz der Wertheimer Sandmagerrasenbiotope“. Zudem habe die Bewerbung um das Zertifikat „StadtGrün naturnah“ zahlreiche Aktivitäten mit sich gebracht. Weitere seien in Planung: beispielsweise das Pflanzen von heimischen Sträuchern und Bäumen und Änderungen bei den Pflegemaßnahmen von Grünflächen (Mähen, Gehölzschnitt). So würden am Hofgartenschlösschen probeweise blütenreiche Flächen beim Mähen ausgespart.

Wie Rögener berichtete, sei mittlerweile auch das Verbot von Schottergärten auf privaten Grundstücken konkretisiert worden, was allerdings nur bei Neubauten gelte. Dann könne die Stadt Verstöße ahnden. Richard Diehm (Grüne) regte an, die Bauhofmitarbeiter besser zu schulen, wenn es um das Heckenschneiden geht. Man müsse sich überlegen, ob die Burg nicht „übertrieben angestrahlt“ werde. Flora und Fauna würden dadurch irritiert.

Christian Ulzhöfer (Bürgerliste) sagte, die Maßnahmen seien „teuer und bürokratisch“ und trügen nicht zur biologischen Vielfalt bei. Er werde gegen die Vorlage stimmen. OB Markus Herrera Torrrez klärte auf, dass es lediglich um einen Sachstandsbericht gehe, der nicht zur Abstimmung komme. Jens Rögener wies daraufhin, dass die Personalkosten beim Bauhof eher sinken, wenn weniger gemäht und gesägt wird. wei