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Nachruf - Der Lindelbacher Udo Klüpfel ist im Alter von 65 Jahren gestorben / Außergewöhnlicher Fremdenführer mit Familienbande in Australien

Udo Klüpfel: Seine Leidenschaft galt dem Wertheimer Tourismus

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wei
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Udo Klüpfel ist im Alter von 65 Jahren gestorben. © Susanne Marinelli

Lindelbach. Polyglott, auf vielen Gebieten engagiert – Wertheim verliert einen besonderen Bürger. Udo Klüpfel ist wenige Tage vor seinem 66. Geburtstag gestorben. Der Lindelbacher galt als eine Institution im Wertheimer Tourismus.

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Udo Klüpfel war seit gut zweieinhalb Jahren Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Wertheim und in dieser Funktion Mitglied im Aufsichtsrat der Tourismus Region Wertheim GmbH (TGW). „Über Jahrzehnte führte er als Stadtführer mit fundiertem Wissen Gäste, Touristen und Einheimische in deutscher und englischer Sprache durch die Stadt Wertheim, die ihm immer sehr am Herzen lag“, schrieb die TGW-Chefin Christiane Förster in einem Nachruf. „Seinen Tod bedauern wir sehr, denn wir haben einen stets verlässlichen und flexibel einsetzbaren Partner verloren“, so Christiane Förster.

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Klüpfel, der in Lindelbach ein Dolmetscherbüro betrieb, hatte das Reisen sprichwörtlich im Blut. Ein Vorfahre aus Bettingen wanderte in den 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Australien aus, um der wirtschaftlichen Not zu entkommen. Nachfahren der Emigranten kamen 2013 nach Wertheim zu Besuch, um Ahnenforschung zu betreiben. Seither stöberte auch der Lindelbacher in den Stammbüchern und war auf den Spuren der Vorfahren.

Die Verbindung zum fünften Kontinent gipfelte 2015 in einer Reise mit seiner Frau Renate. Hier fand ein großes Klüpfel-Familientreffen in der kleinen Ortschaft Marburg (Queensland) statt. Die Familienbande nach „Down under“ besteht in enger Form fort. Sohn Johannes Klüpfel lebt in Australien.

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Besonders engagiert hatte sich der Verstorbene auch bei der Betreuung der Nachkommen von früheren jüdischen Wertheimern, die in die Main-Tauber-Stadt kamen. Einigen wurde er zum Freund.

Außergewöhnliche Führungen konnten Besucher erleben, wenn sie Udo Klüpfel als Nachtwächter in traditioneller Bekleidung durch die Altstadt begleiteten.

Zuvor sammelte er die Teilnehmer in Wertheimer Kneipen um den Marktplatz ein, wo er sich als Nachtwächter vorstellte.

Ein weiteres extravagantes Steckenpferd hinterließ ebenso Spuren in der Stadt: Klüpfel war begeistert von Oldtimern der Sorte Mercedes S-Klasse, Baureihe W116. Regelmäßig kam es in der Main-Tauber-Stadt zu Zusammenkünften. Die Teilnehmer unternahmen Ausflüge über die Landstraßen der Umgebung. wei

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