Konzert - 111. Abendmusik am Sonntag, 14. Mai, in der Jakobskirche "Trio '27" stimmt mit schönen Klängen auf den Frühling ein

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Urphar. Die 111. Abendmusik findet am Sonntag, 14. Mai, um 19 Uhr in der Urpharer Jakobskirche statt. Das "Trio '27" mit Freya Ritts-Kirby, Violine, Martin Lauer, Viola, und Ursula Lauer, Violoncello, stimmt mit der Serenade D-Dur, op. 8 von Ludwig van Beethoven auf den Frühling ein.

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Im Jahr 2010 gründeten Dimiter Ivanov, Martin Lauer und Ursula Lauer das Trio '27. Die ersten Werke, mit denen sich die drei Musiker beschäftigten, das 1927 komponierte Streichtrio "Le chimay" von Eugene Ysaye, Anton Weberns Streichtrio op. 20 und die für Streichtrio so herausragenden Werke Ludwig van Beethovens (Todesjahr 1827) gaben den Anstoß zur Namensgebung.

Das Ensemble

Für den kurzfristig verhinderten Dimiter Ivanov übernimmt in Urphar Freya Ritts-Kirby den Violinen-Part.

Martin Lauer wurde in Offenbach geboren. Er studierte Viola und Komposition in Frankfurt, Trossingen und Paris, war er Solobratscher der Hofer Symphoniker, von 1986 bis 2000 Mitglied des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und seit 2001 ist er Vorspieler der Bratschen im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Neben seiner Tätigkeit als Bratschist komponiert Martin Lauer Werke für verschiedene Besetzungen.

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Ursula Lauer wurde in Nürnberg geboren. Nach erstem Cellounterricht bei Dieter Geissendörfer erhielt sie mit elf Jahren Unterricht bei Karl Heinz Busch (Bamberger Symphoniker).

Mit 16 Jahren wechselte sie zu Roswitha Timm und Walter Nothas. Nach dem Abitur studierte sie bei Walter Nothas (München), Hans Häublein (Stuttgart) und im künstlerischen Aufbaustudium bei Mario de Secondi (Trossingen). Verschiedene Meisterkurse und Kammermusikstudien, unter anderem bei Wolfgang Boettcher, Anner Bylsma, Bernhard Gmelin, Wenn-Sin Yang und dem Melos-Quartett, ergänzten ihr Studium.

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Freya Ritts-Kirby wurde in England als jüngstes von sieben Kindern geboren, studierte Violine bei David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London und verbrachte mehrere Jahre in den USA, bevor sie nach Deutschland zog.

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In den USA erlangte sie ein Masters Degree der Universität von Illinois in Urbana Champaign und erhielt das Advanced Certificate für Violine und für Bratsche der Juilliard School in New York City, wo sie Studentin von Joel Smirnoff und Paul Neubauer war. Sie gewann mehrere Preise und Wettbewerbe. Seit sie 1994 ein Mitglied des Ensemble Modern wurde, arbeitet sie eng mit führenden und aufstrebenden Komponisten unserer Zeit zusammen. Ihre vielseitige musikalische Begabung zeigt sich in der Vielzahl der Instrumente, die sie spielt: angefangen von Violine und Bratsche über Klavier und Gesang bis hin zu Tenorbanjo, Tam-Tam und Agogo. Ihr Repertoire außerhalb ihrer Ensembletätigkeit reicht von Bach bis Boulez. 1993 begann ihre künstlerische Tätigkeit in Deutschland, seit 2002 ist sie Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.

Beethovens Serenade

Das Trio spielt Ludwig van Beethovens Serenade, op. 8. Wie klein auch immer eine Wiener Serenade besetzt sein mag, sie erhebt doch Anspruch auf Klangfülle. Das schönste Beispiel für dieses Paradox sind die beiden Serenaden von Beethoven. Nur für drei Instrumente geschrieben (Streichtrio beziehungsweise Flöte, Violine, Viola), suggerieren sie doch eine fast sinfonische Farbpalette. So hört man in der Serenade für Violine, Viola und Cello gleich im einleitenden Marsch orchestrale Akkordfülle, im folgenden Adagio echte "Hornquinten", am Ende des Menuetts ein gitarrenhaftes Pizzicato, im d-Moll-Adagio orchestrale Begleitfiguren. Klangvoller und farbenreicher hätte man eine Serenade für diese drei Instrumente kaum schreiben können.

Kaum ein anderes Werk des jungen Beethoven vereint eine so große Fülle schönster melodischer Eingebungen auf so engem Raum und in so leicht fasslichen Formen.