AdUnit Billboard
Fremdenverkehr - Tourismus Region Wertheim litt 2020 stark unter Pandemie

Tourismus in Wertheim: Jahresfehlbetrag steigt massiv

Von 
Gerd Weimer
Lesedauer: 
Nur wenige Kreuzfahrtschiffe legten 2020 in Wertheim an. © Gerd Weimer

Wertheim. Über ein schwieriges Jahr berichtete Christiane Förster, die Geschäftsführerin der Tourismus Region Wertheim, am Montag dem Ausschuss für Verwaltung und Finanzen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Angesichts der Pandemie waren bei der Gesellschaft im vergangenen Jahr die Einnahmen massiv eingebrochen. Nachdem der erste Lockdown in Kraft getreten war, seien die Zahlen im Übernachtungssektor, bei den Busgruppen und den Kreuzfahrtschiffen eingebrochen.

Der Jahresabschluss fiel entsprechend aus: Die Umsätze gingen um 69 Prozent auf 112 000 Euro zurück. In manchen Teilbereichen ist der Umsatzverlust noch heftiger ausgefallen: zwischen 75 und 85 Prozent. Allerdings verringerte der Stillstand im Tourismus auch die Aufwendungen. Der Materialaufwand ging um 180 000 Euro zurück. Weitere Einsparungen gab es beispielsweise wegen ausgefallener Messebesuche (30 000 Euro). Die Personalkosten sanken wegen Kurzarbeit um etwa 50 000 Euro. Zudem konnte man die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden auflösen. Vom Bund kam die November- und Dezemberhilfe. „Wir haben gespart, was wir konnten“, sagte Christiane Förster.

Mehr zum Thema

Beliebtes Ziel in warmen Monaten

Wertheimer Burg verzeichnet Rekordzahlen im Sommer

Veröffentlicht
Von
Gerd Weimer
Mehr erfahren
Zwischenlösung

Wertheim: Ausschuss stimmt Mietvertrag für Reinhardshof zu

Veröffentlicht
Von
Gerd Weimer
Mehr erfahren

Insgesamt stehen in den Büchern nur 167 000 Euro an Einnahmen. Im Jahr zuvor waren es noch 482 000 Euro. Der Jahresfehlbetrag beträgt 430 000 Euro (Vorjahr: 366 000 Euro).

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Bei den Planungen für 2020 hatte man noch mit einem städtischen Zuschuss von 345 000 Euro kalkuliert. Letztlich waren es 430 000 Euro. Christiane Förster wies darauf hin, dass man in diesem Jahr auf den Einzug der Werbekostenbeiträge der touristischen Partner verzichtet habe.

Von Patrick Schönig (SPD) angesprochen auf ihre jüngst in den FN geäußerte Kritik an der Entscheidung des Gemeinderats, das Burgbähnchen nicht zu subventionieren, meinte Christiane Förster: „Als Geschäftsführerin der Touristik-Gesellschaft muss ich darauf hinweisen, dass eine Transportmöglichkeit zur Burg enorm wichtig ist.“ Viele Busse würden künftig nicht mehr nach Wertheim kommen, prognostizierte sie. Axel Wältz (CDU) meinte, man könne dies möglicherweise mit einem Mini-Bus-Service selbst organisieren.

Der Ausschuss beschloss schließlich einstimmig, dem Gemeinderat zu empfehlen, den Jahresabschluss der Tourismus Region Wertheim abzunicken.

Redaktion Teamleiter Redaktion Wertheim

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1