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Runder Geburtstag - Der ehemalige Bezirksschornsteinfeger und Gemeinderat Heinz Freudenberger feiert an diesem Donnerstag

Taubenzucht ist die große Leidenschaft des Waldenhauseners

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bgd
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Waldenhausen. Das Herz von Heinz Freudenberger gehört seinem Heimatdorf Waldenhausen. Am heutigen Donnerstag feiert der einstige Bezirkschornsteinfegermeister und Wertheimer Gemeinderat seinen 70. Geburtstag.

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Er erblickte in Waldenhausen das Licht der Welt, ist dort aufgewachsen und hat sein ganzes Leben dort gewohnt. „Ich konnte mir nie vorstellen, wo anders zu leben“, betonte er im Gespräch mit den FN. Er sei sehr heimatverbunden. Nach acht Jahren Volksschulzeit im Dorf absolvierte er die neunte Klasse als Kurzschuljahr in Wertheim.

Der ehemalige Wertheimer Gemeinderat und Bezirksschornsteinfegermeister Heinz Freudenberger feiert heute seinen 70. Geburtstag. © Birger-Daniel Grein

Nach der Schule schnupperte er in die Arbeit des Bezirksschornsteinfegermeisters Willi Ostertag hinein, als dieser in Waldenhausen unterwegs war. Dies gefiel im so gut, dass er sich für den Beruf des Schornsteinfegers entschied. So machte er bei Ostertag im Hofgarten von 1967 bis 1970 die Ausbildung. Danach folgten vier Gesellenjahre, die er beim Wertheimer Schornsteinfegermeister Müller absolvierte. „Schon zwei Jahre nach der Gesellenprüfung begann ich mit den Kursen für die Meisterprüfung.“ Diese legte er 1974 erfolgreich ab. Bis 1985 arbeitete er bei Müller. Dann hatte er das Glück und wurde Bezirksschornsteinfegermeister für den Bezirk Main-Tauber-Kreis zwölf der auch Waldenhausen umfasste. „So konnte ich hierbleiben“, war er glücklich.

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Bis zu seinem Ruhestand 2013 blieb er im Bezirk. „Die amerikanischen Soldaten, die ich auf den Dörfern oder in ihrer Kaserne traf, wollten immer Fotos mit mir und meinen Knopf anfassen“, denn sie hätten fest an das Glückssymbol geglaubt.

Seinen Beruf würde er heute wieder lernen. „Er brachte mir Erfüllung und ich war immer willkommen.“ Im November 1971 hatte er seine Frau Marianne geheiratet. Die Dörlesbergerin lernte er beim Gartenfest im damaligen Gasthaus „Krone“ in Waldenhausen kennen. Das Paar hat einen 1974 geborenen Sohn und eine zwei Jahre jüngere Tochter. Beide leben noch in der Region. Zur Familie gehören heute außerdem fünf Enkel .

Sein Weg in die Lokalpolitik habe 1988 begonnen. „Die CDU fragte mich, ob ich für sie kandidieren möchte.“ Er habe sich das ganze lang überlegt. Sein Vater habe die Kandidatur skeptisch gesehen. „Beim Wahlerfolg war er dann aber sehr stolz.“

Überzeugt von der Kandidatur hätten ihn der damalige Oberbürgermeister Stefan Gläser und Reicholzheims Ehrenbürger Anton Bund, erinnerte sich Freudenberger. 1989 wurde er ins Gremium gewählt. „Mich beeindruckte, dass ich eines der besten Wahlergebnisse aller Kandidaten hatte.“ Dies habe ihm gezeigt, er passe in die Welt und die Leute würden ihn schätzen. 20 Jahre gehörte er dem Gemeinderat an, dann kandidierte er nicht mehr. „Man wird älter, und das eigene Geschäft und andere Ehrenämter forderten mich immer mehr.“ Fast habe man ihn sogar nochmals zu einer Kandidatur überzeugen können, räumte er ein.

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Zu den größten Projekten seine Gemeinderatszeit hätte unter anderem der Kauf der Kasernengebäude auf dem Reinhardshof gehört. „Was heute daraus wurde ist in Ordnung.“ Auch die umstrittene FOC Ansiedelung fiel in die zwei Jahrzehnte. „Mit der Sortimentsbeschränkung für das FOC hatten wir eine richtige Entscheidung getroffen.“ Auch die Kauflandansiedelung sei heiß diskutiert worden. „Heute ist es nicht mehr wegzudenken.“ Nicht leicht gefallen sei den Räten damals auch der Verkauf des städtischen Krankenhauses.

In seiner ersten Wahlperiode änderte der Gemeinderat zudem den Wahlmodi, denn die unechte Teilortswahl wurde abgeschafft, „Da war ich absolut dagegen.“

Auch in Waldenhausen war Freudenberger stark engagiert. „Das Private stand da hinten an.“ So war er seit 1970 in der Feuerwehr des Dorfs aktiv und über Jahrzehnte dessen stellvertretender Kommandant. In seine Amtszeit dort sei der Bau des Feuerwehrhauses gefallen. Die Auflösung der Wehr aus Personalmangel sei für ihn sehr hart gewesen, da die Wehrleute von jung auf verbunden gewesen seien.

Auch heute ist er noch im Feuerwehrverein aktiv. Als passives Mitglied und Helfer unterstützte er auch den Gesangverein Waldenhausen.

Seine größte Leidenschaft seit 1966 bis heute ist die Taubenzucht. Das Hobby hatte er von seinem Vater übernommen. „Ich liebe die schöne Atmosphäre mit den Tieren, die Brieftauben zu trainieren und Tauben faszinieren mich allgemein“, schwärmte er. Er ist Gründungsmitglied und seit langem Vorsitzender des Brieftaubenzuchtvereins Taubermünde Wertheim.

Dankbar ist er seiner Frau, die in im Geschäft und privat stets unterstützt habe. Heute trete er in seinem Engagement kürzer. „Die Tauben füllen mich voll aus. Man muss immer dabei sein.“

Die Tauben seien am morgen das erste und am Abend das letzte, um das er sich kümmere und dies das ganze Jahr.

Gefeiert wird der Jubeltag mit Familie, Freunden und Bekannten. Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen schließen sich die Fränkischen Nachrichten an. bgd

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